F.A.Z. Frühdenker Weekend • König Charles punktet, Kanzler Merz in Ungnade
Shownotes
König Charles überzeugt in Washington mit diplomatischem Geschick und verpackter Kritik – während Kanzler Merz mit seiner direkten Iran-Kritik Trumps Zorn auf sich zieht. Kann Deutschland vom britischen Königshaus lernen, oder muss Merz seinen eigenen Weg gehen?
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00:00:03: Da sind wir wieder,
00:00:04: am Sonntag dieses langen Wochenendes.
00:00:06: Willkommen zu FAZ Frühdenker Weekend mit der meistgehörten Folge des FAZ-Podcast für Deutschland aus der vergangenen Woche!
00:00:16: Statt der schnellen Morgennachrichten nehmen wir uns Zeit für Hintergründe und tiefgehende Gespräche.
00:00:23: Heute schauen wir noch einmal auf zwei sehr unterschiedliche Auftritte auf internationaler Bühne.
00:00:29: König Charles hat in Washington mit seiner Rede vor dem US-Kongress diplomatische Meisterarbeit geleistet.
00:00:36: Verpackte
00:00:37: Kritik an Trump inklusive.
00:00:40: Kanzler Merz dagegen erntet für seine direkten Worte zum Irankrieg heftige Reaktionen aus dem Weißen Haus.
00:00:48: Die Moderatorin dieser Folge ist Kathi Schneider.
00:00:55: Ich bin jetzt zuerst verbunden mit Johannes Leithäuser, unserem politischen Korrespondenten in London.
00:01:00: Hallo Herr Leithauser!
00:01:03: Ja, König Charles sollte mit diesem Besuch ja das schaffen, woran der Premierminister Stama zuletzt gescheitert ist.
00:01:09: Die Beziehung zu den USA zu kitten?
00:01:11: Inwieweit ist ihm das denn gelungen?
00:01:13: Also auf den ersten Blick hat er einen rauschenden Erfolg gehabt.
00:01:16: Man muss allerdings natürlich sagen dass sein Gastgeber Präsident Trump so ein wetterwendisches Gemüht hat, dass man nie weiß wie lange eine gute Laune bei ihm vorhält.
00:01:27: auch Kerstama ist ja vor anderthalb Jahren nach Washington gereist und hat da ein bisschen nervös auf der Stuhlkante im weißen Haus gesessen und wurde zuerst ganz freundlich empfangen.
00:01:39: Das hat sich aber dann später dramatisch geändert.
00:01:43: Absolut, aber jetzt musste ja wirklich der König ran weil man politisch bei der Premier das Ende der Fahnenstange erreicht hatte?
00:01:50: Das stimmt!
00:01:51: Und es ist tatsächlich nicht mal.
00:01:53: das ist ein Novum in den amerikanischen britischen Beziehungen die das muss man vielleicht erklären dazu sagen seit dem Zweiten Weltkrieg oder im zweiten Weltkrig eine besondere Verbindung erreicht haben, die vor allen Dingen von britischer Seite seither immer beschworen wird.
00:02:08: Denn damals gab es eine Situation nach der die Deutsche Wehrmacht Frankreich besetzt hatte Großbritannien als einziger Gegner übrig war ganz alleine in diesen Kriege und die Briten sich verzweifelt an Amerika-Wanden unter Amerika lange zögerte ihnen zu helfen erst nach dem japanischen Angriff auf Pearl Harbor in den Krieg eintraten und entscheidender zu beigetragen haben, dass Großbritannien diese Sache überlebt hat.
00:02:34: Und der Streitpunkt jetzt bei der Regierung ist ja vor allem die Beteiligung am Irankrieg?
00:02:39: Und daraus resultiert so eine Art besondere Loyalitätserwartung der Amerikaner seither.
00:02:46: Die Briten sind sicher eher engster Verbündeter.
00:02:48: bis auch manchmal also schon in den fünftiger Jahren in der sogenannten Suez-Krise haben die Briten auf eigene Faust eine waghalsige Unternehmung im nahen Osten gestartet und die Amerikaner haben sie da im Stich gelassen.
00:03:02: Im Vorklandkrieg Anfang der Achtzigerjahre, als Maggie Fetcher diese merkwürdigen Inseln in Südatlantik für Großbritannien zurückerobern wollte, die die Argentinier völkerrechtswidrig besetzt hatten, da haben ihnen die Ameriker auch nicht geholfen.
00:03:17: aber umgekehrt wenn Amerika den Krieg zieht erwartet es doch immer, dass die Briten ohne Fragen zu stellen an ihrer Seite sind.
00:03:24: So war das im Irakanfang der zweitausender Jahre und so ist jetzt gegenüber Iran auch wieder gewesen.
00:03:30: Bleibt es denn bei diesem Streitpunkt oder gibt es noch weitere Dinge, bei denen man sich uneinig war?
00:03:35: Naja, das ist schon das Wichtigste.
00:03:37: Und es ist eine Ableitung der Verachtung, die Donald Trump gelegentlich ja alle seine Verbündeten spüren lässt.
00:03:44: Also das erstreckt sich auf die NATO, das erstreckt sie auch auf Deutschland wie wir gerade aktuell heute wiedersehen.
00:03:51: Also Großbritannien ist kein Einzelfall, aber es trifft die britische Seele besonders wenn sie von den Amerikanern nicht gemocht werden.
00:03:59: und in den fünftiger Jahren musste Königin Elisabeth, die damals jung und strahlend schön war auch schon nach Washington zum Staatsbankett.
00:04:09: der ältere Herr dran, der seit dreieinhalb Jahren hier das Land regiert.
00:04:13: Und er war sogar vier Tage in Washington?
00:04:16: Das ist ja schon fast ungewöhnlich lang oder nicht?
00:04:18: Das stimmt aber auch daran dass der Besuch eigentlich einen ganz anderen Grund hatte nämlich diesen zweihundertfünfzigsten Jahrestag der amerikanischen Unabhängigkeit der im Juli gefeiert werden soll.
00:04:31: So ein Staatsbesuch hat ja viel mit Repräsentation zu tun und Höflichkeitsgästen.
00:04:37: Und auch die waren aber bei Charles sehr pointiert, zum Beispiel hat er einen Reservat der Native Americans besucht um darauf hinzuweisen das es auch vor den heutigen Amerikanern schon Amerikaner gab.
00:04:50: Das wird Donald Trump vielleicht auch nicht so geschmeckt haben
00:04:53: Ja, wird ihm nicht so geschmeckt haben und trotz dessen hat er sich ja auch nicht zurückgehalten mit dem was er da aufgefahren hat für König Schalt.
00:05:00: Das stimmt!
00:05:01: Und man muss sagen ich glaube das ist ein Soft-Spot bei Trump wahrscheinlich wenn man das also tief psychologisch irgendwie analysieren will.
00:05:12: der Mann tut ja immer so als sei er Größes und könne sich alles kaufen und leisten und alles erreichen einen Mensch der in superlattiven lebt Aber König kann doch nicht werden.
00:05:22: Das kann man nur, wenn die eigene Nation seit tausend Jahren und noch länger auf dem Thron lässt sich nicht in eine Republik verwandelt.
00:05:32: Das ist schon was einzigartiges und ich glaube das bewundert Trump ins Geheim.
00:05:39: Der Höhepunkt des Besuchs von König Charles war ja seine Rede im Kongress am Dienstag.
00:05:44: In ihrem Kommentar dazu nennen sie ihn den unverblümten König.
00:05:48: Warum?
00:05:49: Die gute Sitte ist, dass das Staatsoberhaupt sich nicht zu aktuellen politischen Fragen äußert.
00:05:55: Und diese Regel hat er da schon sehr deutlich gebrochen.
00:05:58: Die Regel gilt allerdings natürlich vor allem im Inland wo der König sich nicht zur tagespolitischen Sachen äußern darf sondern strikt auf seine Unparteiigkeit achten muss.
00:06:09: Wenn er ins Ausland fährt dann schickt ihn die jeweilige Regierung dahin.
00:06:13: wer entscheidet das nicht aus völlig freien Stücken?
00:06:16: Und die Regierung schreibt ihm auch wesentliche Passagen seiner Rede auf.
00:06:19: Insofern hatte sich da auch als Sprachrohr eigentlich von Kirsten Dahmer geäußert, aber er hat es selber auch so gewollt.
00:06:25: das merkte man schon deutlich und es kam auch sehr glaubwürdig an würde ich sagen.
00:06:30: Das war also die bemerkenswerteste Aussage.
00:06:34: als politische Positionierung sage ich jetzt mal?
00:06:36: Also das erste war dass er an die Magna Carta erinnerte jene Urkunde der englischer König inzwischen vor fast tausend Jahren glaube, achthundert sind es unterschrieben hat und auf die sich das unabhängige Rechtswesen seither beruft.
00:06:49: Und ein amerikanischer Präsident der manchmal so tut als Wollehe die Gewaltenteilung am liebsten aufheben und beleidigt ist wenn seine Oberstes Gericht nicht so will wie er da ist es schon ganz schick wenn man ihn darauf hinweist dass das eine Tradition hat die viele Jahrhunderte zurückgeht und im übrigen aus England kommt.
00:07:07: Ja apropos Gewalteteilungen ich würde gerne mit ihnen auch mal in einer Aussage von König Charles relativ zu Beginn seiner Rede rein hören.
00:07:15: Ich komme heute mit größten Respekt vor dem OS-Kongress hierher, dieser Zitadelle der Demokratie geschaffen um die Stimme aller Amerikaner zu vertreten und ihre heiligen Rechte und Freiheiten voranzukriegen.
00:07:30: Ja wenn der König den Kongress als Zitadelle der Demokraties beschreibt ist das für sie wirklich ein Kompliment oder eher eine klare Erwartung an etwas was ja gerade oder zuletzt ziemlich ins Wanken geraten?
00:07:42: Ich glaube wahrscheinlich beides.
00:07:44: Denn es ist schon so, dass er versucht hat mit dieser Ansprache sich gar nicht sehr an Trump zu richten sondern alle Politiker in den Vereinigten Staaten die dieses Gemeinwesenjahren noch weiterführen müssen wenn Trump irgendwann mal Geschichte sein wird und die daran zu erinnern das sich jetzt nicht fundamental alle Sitten- und Verhältnisse geändert haben durch diese Mager Bewegung demokratisches Fairplay über Bord geworfen hat, sondern dass das was ist, was es nach wie vor gibt und zu dem man auch zurückkehren kann.
00:08:19: Das fand ich schon einen sehr zentralen Punkt seiner Rede und das war sicherlich Ermutigung und Warnung zugleich glaube ich.
00:08:28: Zum Ende hin hat er dann, also die Rede ging ja insgesamt eine gute halbe Stunde.
00:08:33: Hat er noch mal die Beziehungen der USA und Großbritannien natürlich gelobt?
00:08:36: Das ist einem bitteren Konflikt vor zweihundertfünfzig Jahren eine enge Freundschaft entstanden ist heute einer der wichtigsten Allianzen überhaupt.
00:08:51: Ich bete von ganzem Herzen, dass unsere Allianz weiterhin gemeinsam mit unseren Partnern in Europa im Commonwealth und weltweit unseren gemeinsamen Werte verteidigt.
00:09:06: Und das wir die lauten Rufe ignorieren uns immer weiter nach Innen zu
00:09:09: wenden.".
00:09:10: Herr Speaker!
00:09:11: Herr Vizepräsident!
00:09:12: Verehrte Damen und Herren, Amerikas Worte haben Gewicht und Bedeutung so wie seit der Unabhängigkeit.
00:09:19: Die Taten dieser großen Nationen wiegen noch schwerer.
00:09:27: Ja, also ich finde da steckt viel mehr eine indirekte Mahnung drin.
00:09:32: Das stimmt aber die richtet sich glaube ich nun wieder tatsächlich an ihre Regierung nicht so sehr in die Kongresse abgeordneten und sie hat sicherlich einen nicht genannten Bezug zum zu dem Angriff auf Iran den Trump ungeordnet hat vor zwei Monaten.
00:09:48: Und das, also weil sie vorhin sagten, dass Unverblümte... Da ist Charles nun eher verblühmt geblieben aber ich würde sagen trotzdem wusste jeder was gemeint war.
00:09:58: Also da hat die britische Monarchinung keinen Einfluss um den amerikanischen Präsidenten abzuhalten von solchen Abenteuern.
00:10:05: Aber Ihnen hinterher zu sagen, pass auf.
00:10:07: Das war wirklich nicht schlau von dir und du musst dir deine Wirkung bewusst sein.
00:10:12: also Stichwort Sperrung der Straße vom Raum muss beispielsweise.
00:10:16: das war glaube ich schon sehr deutlich.
00:10:19: Und insgesamt wir haben es auch gerade in dem Oton gehört hat Charles ja ziemlich viel Applaus von allen Anwesenden bekommen.
00:10:25: Denken Sie die verdeckte Kritik die er doch geäußert wurde?
00:10:28: Die wurde überhaupt wahrgenommen?
00:10:30: Ja das glaube ich.
00:10:32: Und also was die oppositionellen Demokraten angeht, hier quasi die politische Gegnerschaft zu Trump darstellen.
00:10:41: Da ist es ganz deutlich so dass sie sich gefreut haben und besser waren.
00:10:45: das hat dem übrigens Trump selber auch so erkannt weil er hinterher gegenüber Charles ja bemerkt hat der habe es fertig gemacht die demokraten zu stehen innovationen zu bringen im parlament was ihm trump nie gelingen logisch war.
00:10:59: Den eigenen Gegner beklatschen die ja nicht.
00:11:04: Einen Ton würde ich gerne zum Schluss noch mit Ihnen hören, denn Charles hat ja nochmal an etwas erinnert das bei Trump oft in den Hintergrund rückt und das ist die Relevanz der NATO.
00:11:15: Wir standen damals an eurer Seite Und wir stehen auch heute an eure Seite im ehrenen Gedenken an einen Tag, der niemals vergessen wird.
00:11:28: In den unmittelbaren Stunden nach den Anschlägen vom elften September, als die NATO zum ersten Mal den Bündnisfall ausrief und der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen im Angesicht des Terrors geschlossen war haben wir gemeinsam gehandelt.
00:11:43: Ja, auch hier wieder Applaus.
00:11:44: Dass mal ein Nein-Elektron erinnert wurde im Sinne von aber wir haben dabei oder an eurer Seite gestanden.
00:11:51: Tut Charles damit auch anderen Europäern oder gerade den NATO Alliierten einen Gefallen das ansprechen?
00:11:56: Das glaube ich ganz sicher denn zumindest in Afghanistan ist die NATO als Bündnis aufgetreten.
00:12:03: Charles hat auch gesagt die NATO sei ein Bündnis auf gemeinsamen Werten beruhigend und eines dass von Großzügigkeit getragen sei.
00:12:14: Also das heißt, es geht nicht darum immer auf Heller und Pfennig den eigenen Vorteil auszurechnen, dem man vielleicht haben könnte durch diese Mitgliedschaft sondern es geht um eine Gemeinschaft in der einer dem anderen auf jeden Fall hilft.
00:12:29: Und da können sich alle anderen europäischen NATO Partner bedanken bei ihm dass er das angesprochen hat.
00:12:36: Aber die britische Komponente, die es hatte, bestand auch daran, dass Trump sich ja letztendlich öfters über die britischen Streitkräfte lustig gemacht hat und es gab auch britische Gefallene und Verluste im Irak und in Afghanistan.
00:12:52: Und zwar ziemlich viele und für die ist natürlich deren Familie und deren Hinterbliebenen eine sehr, sehr bittere Aussage wenn man deren Einsatz so gering schätzt.
00:13:04: Herr Leithäuser, kann man denn abschließend sagen dass jetzt nicht nur die britisch-amerikanische Beziehung gekittet worden ist nochmal zurück auf den Anfang unseres Gesprächs sondern eben auch das.
00:13:17: Charles hingereist es im Sinne aller Europäer.
00:13:20: würde man so weit gehen können?
00:13:22: Na ich würde sagen er hat zumindest europäische Werte dort vertreten oder sagen wir Die Grundlagen dessen, auf denen europäische Politik in der Nachkriegszeit aufgebaut worden ist.
00:13:32: Wenn man an die Art und Weise denkt wie die Europäische Union funktioniert... Ich weiß dass die Briten ausgetreten sind vor zehn Jahren aber trotzdem bleibt Europa und die europäischer Sicherheitspartnerschaft ihr wichtigster Verbündeter glaube ich in diesen unsichern Zeiten.
00:13:46: und das würde schon sagen ja da war alles dabei Aufklärung religiöse Toleranz demokratisches Parlamentarismus Und wir vergessen manchmal im Westen in diesen Zeiten, in denen so viele Leute das missachten.
00:14:02: Dass wir das doch schön verteidigen
00:14:04: könnten.".
00:14:05: Vielen Dank Johannes Leithäuser für das Gespräch!
00:14:08: Ich danke Ihnen!
00:14:09: Vielen Dank nach Frankfurt!
00:14:15: Ja auch wenn sie nicht nur an ihn gerichtet war wie Johannes Leithäuser gerade gesagt hat, war Donald Trump von Charles Rede doch sehr amused... König Charles kommt also mit seiner Wortwahl offenbar durch und sicher spielt nicht weniger eine Rolle, wir haben es eben besprochen dass Trump ja eine besondere Hochachtung vor Königen hat.
00:14:45: Glaubt er doch von sich selbst einer zu sein?
00:14:47: Das weiße Haus hat noch während der Rede ein Foto von Trump veröffentlicht mit den Worten Two Kings.
00:14:54: Während Großbritannien gerade also auf Versöhnungskurs ist, erlebt Deutschland das Gegenteil.
00:14:59: Denn Kanzler Friedrich Merz hat zuletzt ja kein gutes Haar an Trumps Vorgehen im Iran-Krieg gelassen.
00:15:05: Darüber will ich jetzt sprechen mit unserem Leiter des Parlamentsbüros in Berlin Eckhardt Lose, hei Elo!
00:15:10: Hei Eckhardti!
00:15:12: Ja Elo, Deutschland hat ja ein Problem.
00:15:14: wir können keinen König schicken um Streitigkeiten aus dem Weg zu räumen
00:15:18: Ist wahrscheinlich unser geringstes Problem.
00:15:20: Wir hätten höchstens noch ein Bundespräsidenten zur Hand, aber das würde auch nicht so richtig funktionieren.
00:15:25: weil also König ist halt nichts zu ersetzen.
00:15:28: Absolut nicht!
00:15:30: Dann lass uns doch mal reinhören in die Kritik von Kanzler Friedrich Merz mit der zuletzt ziemlich aufgefallen ist.
00:15:37: da hat er im Gespräch mit Schülern in Marsberg das hier gesagt
00:15:41: Die Amerikaner haben offensichtlich keine Strategie und das Problem bei solchen Konflikten ist immer Da muss man ja nicht nur rein, da muss man auch wieder raus.
00:15:53: Also diese Geschichte ist wie gesagt zumindest unüberlegt und ich erkenne im Augenblick nicht welchen strategischen Exit die Amerikaner jetzt wählen zumal die Iraner offensichtlich sehr geschickt verhandeln oder eben sehr geschickt nicht.
00:16:18: Da wird eine ganze Nation gedemütigt
00:16:22: durch
00:16:22: die rheinische Staatsführung, vor allem durch diese sogenannten Revolutionsgraden.
00:16:27: Also wir haben ja schon öfter darüber gesprochen Elo und gerade mit Blick auch auf die Rente zuletzt erlebt dass Merz auch gerne mal impulsiv spricht.
00:16:35: würdest du das als unüberlegte Aussage jetzt verbuchen?
00:16:39: In der Sache sagt Merz eigentlich nichts.
00:16:41: was er der Tendenz nicht seit einer Weile sagt, dass er den Amerikaner sagt also eine wirklich klug Strategie scheint ihr nichts zu haben.
00:16:48: Wie kommt denn da raus?
00:16:49: Er sagt zwar nicht das ist nicht mein Krieg oder unser Krieg aber inhaltlich ja schon sehr distanziertes Angebot militärischer Unterstützung auch sehr distanzieht.
00:16:58: Also hat jetzt keine Kehrtwende gemacht.
00:17:01: Aber das Problem bei Friedrich Merz ist wenn er sich in bestimmten Situationen wohl fühlt Dann lässt er rhetorisch auch schon mal laufen.
00:17:08: Ich glaube, dass der sich an dieser Schule wohlgefühlt hat vielleicht auch so ein bisschen das Gefühl du bist nicht in Berlin Du bist nicht im Bundespreis der Konferenz oder im Kanzleramt ist ein bisschen weg was natürlich für eine Kamera und Mikrofon überhaupt keinen Unterschied macht.
00:17:20: also muss ja gewusst haben da sind Journalisten dabei.
00:17:23: Und dann hat er eben das was er häufiger sagt nochmal besonders deutlich gesagt.
00:17:29: Das ist natürlich kein Wunder.
00:17:30: das ist dann auf der anderen Seite des Atlantiks angekommen.
00:17:33: aber im Prinzip ist das der Weg zu einem kritischeren Einlassen gegenüber Trump, den er schon von der Weile eingeschlagen
00:17:41: hat.
00:17:42: Und wenn wir mal gucken auf unseren FHZ-Kongress, da hatte er ja auch schon gesagt, er sieht jetzt den Ausgang dieses Krieges nicht wirklich... Also ich hätte jetzt auch gesagt in der Rhetorik, dass er eigentlich nicht so viel schärfer geworden ist?
00:17:55: Genau!
00:17:56: Es ist halt noch einmal etwas deutlicher geworden und vor allen Dingen natürlich das Wort Demütigung.
00:18:03: In dieser Schule hat er ja gesagt, der Iran demütigt das ganze amerikanische Volk.
00:18:08: Das ist natürlich furchtbar für Donald Trump.
00:18:10: also demütigen überhaupt keine Macht dieser Erde ist in der Lage König Donald zu demütiken.
00:18:16: Das war wahrscheinlich etwas was ihn besonders schlecht gefallen hat.
00:18:19: aber überhaupt schien es ja so ein bisschen als habe Trump März als europäischen Gesprächspartner, ich sag mal als europäische Telefonnummer die er im Zweifelsfalle anrufen kann.
00:18:31: Wenn er mal was wissen will aus Europa akzeptiert und nun kommt das der ist dann da.
00:18:36: alles geht bei ihm über persönliches und geschmeichelt oder beleidigt sein.
00:18:41: und da war er wahrscheinlich enttäuscht von Friedrich Merz dass er diese Wortwahl getroffen hat und hat ja auch entsprechend zurückgekoffert.
00:18:50: Kommen wir gleich zu, aber wie sehr glaubst du denn ist das auch getrieben von den deutschen Interessen jetzt?
00:18:55: Stichwort wirtschaftliche Folgen des Iran Krieges ganz konkret.
00:18:58: Inhaltlich ist es natürlich so für uns Natürlich ein Problem.
00:19:03: Die Spritpreise gehen hoch, diese Regierung versucht verzweifelt irgendwie dagegen zu halten.
00:19:07: das kleine Wirtschaftswachstum was es gegeben hat, hat gleich wieder Mords eins auf den Deckel gekriegt durch diesen Iran Krieg.
00:19:12: also März der ja kämpft und kämpfte um ein bisschen Luft unter die Flügel zu bekommen Hat jetzt festgestellt Also ich war einen Schritt vorwärts.
00:19:21: und dann kommt Trump mit diesem mit diesem Krieg, der natürlich nicht das Ziel erreicht innerhalb kürzester Zeit einen Regime-Change in Iran zu bekommen.
00:19:31: Er hat es ja neulich auch begründet und gesagt naja also die Amerikaner haben es erst so dargestellt als wäre das in ein paar Tagen erledigt.
00:19:38: jetzt stellen wir fest ist gar nicht in ein Paar Tage ledig.
00:19:40: dazu muss man sagen naja das haben alle sofort gewusst dass das nicht so schnell geht.
00:19:44: das ist nicht wie eine Zoäler wo mal eben das Präsidentenpaar verhaftet sondern hier geht's um ein riesen Volk.
00:19:53: Das ist aber jetzt das Märzargument.
00:19:54: und das zweite ist natürlich, dass die deutschen amerikanische Kriege sowieso nicht mögen.
00:20:00: Und diesen Iran-Krieg auch nicht.
00:20:01: Und Merz möglicherweise daran zurückdenkt, dass Gerhard Schröder seinen Vorgänger mal einen großen Erfolg hatte und eine Wahl gedreht hat weil er sich gegen den amerikanischen Irak Krieg gestellt hat.
00:20:15: Wahrscheinlich kommt das alles zusammen.
00:20:17: Und wenn wir noch mal darauf zurückkommen, also du hast eben gesagt dass er sich in der Schule vielleicht wohler gefühlt hat und es deswegen zu dieser Aussage kam als das jetzt vielleicht in Berlin der Fall gewesen wäre.
00:20:29: Und trotzdem kann man denn so weit gehen zu sagen, dass er jetzt grundsätzlich den Kurs gegenüber den USA gegenüber Trump ändert?
00:20:37: Also ist glaube ich nicht grundsätzlich ein neuer Kurs gegen über den USA.
00:20:42: Über den Krieg haben wir schon gesprochen was er davon hält.
00:20:45: da war er anfangs etwas optimistischer, hat dann aber relativ schnell gesagt, keine gute Idee läuft nicht gut.
00:20:52: Grundsätzlich hatte er ja heute Morgen noch mal als er mit Lars Klingbein zusammen bei einer Truppenübung dabei war also einen Bundeswehrbesuch gemacht und nochmal betont wie wichtig ihn die transatlantische Beziehungen sind usw.
00:21:03: Also ich glaube er will es weiter so machen dass er sagt Ich tue was ich kann für die guten transatlantschen Beziehung auch die guten Beziehungs zu Trump.
00:21:11: Erlaube mir aber dann in Einzelfragen wie in diesem Falle diesen Krieg der im Moment alles dominiert anderer Meinung zu sein.
00:21:18: Aber wir haben ja noch einen zweiten Krieg, der ein bisschen aus dem Fokus dabei gerät und das ist ja auch eine Art Arbeitsteilung.
00:21:25: zumindest versteht Merz das so und stellt das so dar.
00:21:28: Wir Deutschen kümmern uns in Europa vor allen Dingen um den Ukraine-Krieg und der Krieg gegen Iran – das ist so ein bisschen mehr eure Sache und da kümmern wir uns nicht so sehr drum.
00:21:36: Und dieser Kurs bleibt ihm.
00:21:40: Du hast eben schon angesprochen, die Reaktion aus Washington kam ja nur wenig später.
00:21:45: Trump hat auf Truth Social geschrieben.
00:21:47: Merz hat keine Ahnung und Zitat.
00:21:49: kein Wunder dass es Deutschland so schlecht geht sowohl wirtschaftlich als auch ein anderer Hinsicht.
00:21:54: Heute kam dann diese Drohung amerikanische Truppen aus Deutschland abziehen zu wollen.
00:21:59: wie ernst muss man das denn nehmen?
00:22:00: Ja wie immer bei Trump schwankt man so zwischen zwei Reflexen.
00:22:03: der eine sagt Gott, wie oft hat er schon die Truppen hier abgezogen und es ist tatsächlich dann doch nicht passiert.
00:22:08: also jetzt mal wieder Truppen abzugesüßig ein bisschen an an Schröders Rücktrittsdrohungen denken wo man dann irgendwann auch sagte ja der kann's da tritt mal wieder zurück macht er sowieso nicht.
00:22:20: aber mein weiß das natürlich nie bei Trump.
00:22:23: Diese Militärschläge gegen Iran, erst in einem Wochenende diese ganz konzentrierte jetzt der Krieg hätte man auch nicht gedacht das er es macht.
00:22:31: Wer weiß vielleicht zieht ja auch Truppen zurück eher da würde ich mal sagen hat natürlich keine Ahnung was im Einzelnen die amerikanischen Truppen hier machen und Wofür die da sind und dass er sich natürlich auch ins eigene Knie schießt, wenn der sie hier zurückzieht.
00:22:44: Denn er will ja nutzungsrechte militärische.
00:22:46: Er will Deutschland einbeziehen können militärisch.
00:22:50: Und je mehr Leute er hier abzieht, desto schwieriger wird es für ihn dann auch große Stützpunkte wie vor allen Dingen Rammstein aufrecht zu erhalten.
00:22:56: Soweit sind wir noch nicht.
00:22:57: Noch sind's genügend Soldaten aber Da kann man hoffen das seine Militäres ihm das Richtige sagen und er dann darauf hört.
00:23:03: Aber es ist eigentlich so typischer Trump du bist doof.
00:23:07: zur Strafe ziehe ich jetzt meine Soldaten ab, das wirkt für mich nicht sehr durchdacht.
00:23:13: Zusätzlich kursiert ja gerade schon seit einigen Tagen eine Pentagon-E-Mail in der sogar darüber nachgedacht wird NATO Partner für mangelnde Unterstützung in diesem Iran Krieg zu bestrafen.
00:23:23: wo überlegt wird Spanien aus der NATO auszuschließen?
00:23:27: Wie groß ist denn die Gefahr?
00:23:29: Ich mein klar viel unüberlegt es sicherlich auch.
00:23:32: aber wenn da schon E-Mails kursieren wie groß ist dann die Gefahre dass Trump solche Drohungen?
00:23:38: Ja, also Trump kann nicht einfach die Spanier ausschließen.
00:23:40: Viel gefährlicher als der Ausschluss der Spania wäre ja wenn er sich weiter zurückzieht aus der NATO.
00:23:44: auch da haben wir eine Drohung immer schon ich verlasse die NATO oder die NATO hat sie erledigt.
00:23:50: Es gab auch mal einen französischen Präsidenten oder gibt den heute noch.
00:23:53: der DINATO für Hirntod erklärt hat Mal langsam, bisher ist das alles nicht eingetreten.
00:23:58: Zu der Empörung über die Partner muss man sagen es gibt für alle Nutzung amerikanischer Stützpunkte.
00:24:05: in Spanien Italien England Deutschland gibt es Verträge, die gestaffelt sind.
00:24:11: also der Grund Der Basisvertrag sozusagen regelt dass die Stütze Punkte dort zu dem normalen Betrieb genutzt werden können.
00:24:18: werden Soldaten hingebracht Soldaten weggebracht wird betankter werden Flugzeuge repariert werden Flugzeug abgestellt?
00:24:24: so Das ist immer erlaubt, die werden im Jahresholt muss.
00:24:27: erneuert diese Verträge.
00:24:28: Und dann wenn du sie für eine militärische Operation nutzen willst brauchst du eine Sondergenehmigung.
00:24:34: Die Deutschen hatten bisher das Glück dass die Amerikaner sie nicht für diesen Krieg gegen Iran darum gebeten haben.
00:24:40: deswegen mussten wir auch gar nichts verbieten oder absagen.
00:24:43: Sie wollten mit ihren Flugzeug in Spanien und Italien zwischen landen so.
00:24:48: Deswegen war die Anforderung natürlich da viel höher.
00:24:51: Die spanische Innenpolitik ist eindeutig.
00:24:54: viel mehr als die Deutschen noch gegen diesen Krieg, deswegen gab es diese Nutzungsrechte nicht.
00:24:59: Was passiert?
00:25:00: Wenn die Amerikaner jetzt irgendwann sagen, Spanien geht nicht mehr dann müssen wir eben doch über Rammstein fliegen für diesen Kriegeinsatz.
00:25:07: Dann haben wir eine neue Lage aber die ist noch nicht da.
00:25:10: Dann wird's ja auch wichtiger Deutschland mit einzubeziehen
00:25:13: Dann wird es unabdingbar, denn dann müsste ja diese Genehmigung erteilt werden.
00:25:18: Nicht nur ihr könnt hier euer übliches Alltagsgeschäft machen sondern ihr könnt die Stürzpunkte auch nutzen um eure Flugzeuge weiter in den Krieg zu schicken.
00:25:29: Wenn wir jetzt noch mal das nehmen was wir eben gesagt haben zu März auftritt gegenüber Trump gerade, was den Irankrieg angeht.
00:25:37: Also du hast gesagt insgesamt ändert sich der Kurs gegenüber den USA jetzt nicht.
00:25:42: trotzdem würdest du denn sagen dass der Kanzler insgesamt gut beraten ist mit seiner Kritik jetzt so direkt zu werden oder kann er sich da irgendwo von König Charles eine Scheibe abschneiden das eher zu verpacken?
00:25:53: Oder würde man ihn auch dann dafür wiederum ja kritisieren?
00:25:57: Damit muss er natürlich rechnen, dann heißt der macht den Pudel und schleimt sich bei Trump ein.
00:26:01: Das würde er in Kauf nehmen.
00:26:03: das hat er ja auch schon schon bei seinem ersten Besuch bei ihm im Juni vorigen Jahres.
00:26:08: daran erinnere ich mich noch.
00:26:09: da haben wir da eine dreiviertel Stunde im Oval Office gestanden und gesehen wie die deutsche Delegation da saß und wie Trump.
00:26:17: naja der Wein gut war gut gelaunt und war entschlossen März freundlich zu behandeln.
00:26:21: und März hat gesagt okay dass machen wir so besser so rum als anders.
00:26:24: danach wird uns natürlich immer erzählt, ja also wenn es dann hinter die Flossen und Türen geht zum Mittagessen oder Abendessen.
00:26:31: Dann werden wir auch deutlicher.
00:26:32: so ist das immer.
00:26:33: Frau Merkel hat auch Mords was den Chinesen schon über Menschenrechte gesagt Wenn wir nicht dabei waren können wir nicht überprüfen.
00:26:41: Das war auch bei März immer so dass er sagt ich kritisiere den dann schon Ich erkläre dem dann schon wie wichtig EU ist Und dass wir nichts gegen ihn haben.
00:26:48: aber ich glaube einen wirklich richtigen Kurs mit einem so erratischen Präsidenten wie Trump, das ist halt schwer.
00:26:58: Selbst wenn man immer den Charles spielt weiß man nicht ob es auf die Dauer gut geht.
00:27:03: und März muss eben in erster Linie denken was wird bei mir zu Hause gesagt?
00:27:07: Und wir reagieren meine Leute darauf.
00:27:08: und dieser Krieg ist einfach so dass die Wirtschaftsposte, dass die Militärs, dass sie deutsche Bevölkerung alle sagen naja eine gute Idee ist das nicht zumal wir ja gar nicht sehen das im Iran etwas sich abzeichnet wo man sagen könnte, okay es hat sich gelohnt.
00:27:23: In einem halben Jahr haben wir da irgendwas wie ein Regime Change ist ja nicht abzusehen.
00:27:28: Also
00:27:30: eher nicht den Pudeln machen sagst du?
00:27:32: Nee, er sagt ja ich will hier der europäische Anführer sein.
00:27:34: Er hat angekündigt die Bundeswehr soll die stärkste nicht nur klär bewaffnete Armee Europas werden.
00:27:40: naja also das ist halt schlecht wenn dann Pudel an der Spitze steht.
00:27:43: von daher muss er schon sagen Anführer Ansprüche hat und die gelten machen will, da muss er auch laut gegenüber Amerika sein.
00:27:55: Zwei sehr unterschiedliche Ansätze im Umgang mit Trump – der diplomatische König und der direkte Kanzler.
00:28:02: Das war FAZ Frühdenker Weekend für heute Morgen.
00:28:05: am Montag sind wir wieder ab sechs Uhr mit den aktuellen Morgennachrichten für sie dar.
00:28:11: Ich wünsche ihnen einen schönen und erholsamen Sonntag.
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