Iran-Gespräche auf Eis? · Merz empfängt Ungarns Ministerpräsidenten · Zverev jagt den Grand-Slam-Titel
Shownotes
Iran setzt Gespräche mit USA aus – Trump widerspricht
Iran kündigt an, die indirekten Gespräche mit Washington wegen der israelischen Angriffe im Libanon zu stoppen. US-Präsident Trump bestreitet das und behauptet, die Gespräche würden in „schnellem Tempo" fortgeführt.
Keine israelische Truppen nach Beirut
Trump teilt mit, dass keine israelischen Truppen nach Beirut entsandt werden und bereits unterwegs befindliche Einheiten umgekehrt sind. Nach einem Telefonat mit Netanjahu habe auch die Hizbullah einer Feuerpause zugestimmt.
Russland greift Kyjiw massiv an
In der Nacht attackierte Russland die ukrainische Hauptstadt erneut mit Raketen und Drohnen. In einem Bezirk stürzte ein mehrstöckiges Wohnhaus ein, Menschen könnten unter den Trümmern verschüttet sein.
EU einigt sich auf Abschiebungen in Drittstaaten
Die EU ermöglicht künftig die Abschiebung von Menschen ohne Schutzanspruch in Drittländer als Zwischenstation oder dauerhaft. Deutschland und andere Staaten suchen bereits nach aufnahmewilligen Ländern.
Ungarns neuer Premier Magyar besucht Merz
Péter Magyar reist heute zu seinem Antrittsbesuch nach Berlin, wo er von Bundeskanzler Merz empfangen wird. Im eigenen Land will Magyar Präsident Sulyok aus dem Amt entfernen.
Experten warnen vor El-Niño-Hype
Trotz Warnungen vor einem „Super-El-Niño" in sozialen Medien bleiben Klimaforscher zurückhaltend. Das Wetterphänomen wird zwar erwartet, aber die Verbindung zum Klimawandel sei sehr unsicher.
Zverev als Topfavorit bei French Open
Ohne Sinner, Djokovic und Alcaraz ist Alexander Zverev der klare Favorit auf seinen ersten Grand-Slam-Titel. Im Viertelfinale trifft er heute auf den Spanier Rafael Jodar.
Eine Produktion von ella Verlag und Medien GmbH für F.A.Z.
Host: Jan Niklas Andresen
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Transkript anzeigen
00:00:00: Guten Morgen.
00:00:01: Es ist Dienstag, der zweite Juni und heute beschäftigt uns einmal mehr die Frage wie geht es weiter im Iran-Krieg?
00:00:08: Außerdem, März empfängt Ungarns Ministerpräsidenten in Berlin Und Alexander Zverev träumt vom ersten Titel bei einem Grand Slam-Tunier.
00:00:16: Die Redaktion bei der FAZ hat heute Simon Hüsken.
00:00:19: Mein Name ist Tänik Lassandresen.
00:00:21: Ich freue mich sehr dass Sie mit uns in diesen Tag starten.
00:00:29: Iran kündigt den Stopp aller Gespräche mit Washington an doch Donald Trump widerspricht umgehend.
00:00:35: Die Lage im Nahen Osten bleibt angespannt.
00:00:38: Die iranische Nachrichtenagentur Tassnimm hatte gestern verkündet, Tehran habe die über Vermittler geführten Gespräche mit den USA wegen der israelischen Angriffe im Libanon gestoppt.
00:00:48: Wenige Stunden später widersprach Trump auf seiner Plattform Truth Social.
00:00:52: Die Gespräche würden in schnellem Tempo fortgeführt, so der US-Präsident.
00:00:56: Der iranischer Außenminister Abbas Errachi drohte derweil mit der Eröffnung neuer Fronten.
00:01:01: Ein Bruch des Waffenstillstands an einer Front ist ein Bruch an allen Fronten, schrieb er.
00:01:07: Konkret droht Iran mit der Blockade der Straße von Hormuz und einen weiteren Front vor der Küste des Jemen.
00:01:13: Dort hatte die mit Iran verbündete Hufi-Militz bereits Schiffe angegriffen und den Verkehr durch den Suezkanal gestört.
00:01:19: Gleichzeitig verkündete Trump nach einem Telefonat mit Israels Ministerpräsident Netanyahu Es werde keinen israelischen Militäreinsatz in Beirut geben.
00:01:28: Alle Truppen seien bereits umgekehrt Die Esbulla habe einer Feuerpause zugestimmt.
00:01:35: Heute Nacht hat Russland die ukrainische Hauptstadt Kiev erneut massiv mit Raketen und Drohnen angegriffen.
00:01:41: Im Zentrum der Millionen Stadt waren heftige Explosionen zu hören.
00:01:45: Viele Menschen suchten Schutz in U-Bahn-Stationen und Luftschutzkellern.
00:01:49: Kurzzeitig kam es auch zu Stromausfällen.
00:01:51: Bürgermeister Vitali Klitschko erklärte, dass die Flugabwehr sei im Einsatz durch herabfallende Trümmerteile sein.
00:01:57: mehrere Brände entstanden.
00:01:59: Besonders schwer getroffen wurde der Bezirk Podilski.
00:02:02: Dort stürzte nach Angaben Klitschkus ein mehrstöckiges Wohnhaus ein, es wird befürchtet dass Menschen unter den Trümmern verschüttet sind.
00:02:09: Auch die oberen Stockwerke eines weiteren Wohnhauses sollen beschädigt worden sein.
00:02:14: Angriffe wurden außerdem aus Rakift, Nipro und Zaporichia gemeldet.
00:02:18: In Nipros soll nach Behördenangaben vier Menschen getötet und mehrere verletzt worden seien.
00:02:23: Polen versetzte wegen der russischen Angrife seine Flugabwehr in Alarmbereitschaft.
00:02:28: Der ukrainische Präsident Volodymy Zelensky hatte bereits seit Tagen vor einem neuen massiven Luftangriff gewarnt.
00:02:36: Knapp einen Monat im Abend und schon steht ungezneuer Ministerpräsident Peter Maja vor seinem ersten großen Machtkampf.
00:02:43: Heute reist er zum Antrittsbesuch nach Berlin, wo Bundeskanzler Friedrich Merz ihn mit militärischen Ehren empfängt.
00:02:49: Nach Warschau, Wien und Brüssel ist Deutschland die vierte Station von Majas Antrittstournee.
00:02:54: Im Vier-Augengespräch mit März stehen bilaterale und europapolitische Themen auf der Agenda, aber auch die Unterstützung der Ukraine und die euroatlantische Sicherheit.
00:03:04: Doch zu Hause wartet ein handfester Konflikt – Maja will Präsident Tamash Sulyok aus dem Amt entfernen!
00:03:10: Am Montag lief ein Ultimatum ab, SulyOK und weitere Spitzen staatlicher Institutionen sollten freiwillig zurücktreten.
00:03:17: Majas Vorwurf?
00:03:19: Sie hätten der Einschränkung von Grundrechten unter Viktor Orban nicht entgegengewirkt und dadurch ihre Legitimität verloren.
00:03:26: Um Solyok zu entfernen, müsste Majadi Verfassung ändern – was seine Zweidrittelmehrheit im Parlament zwar ermöglichen würde, doch Kritiker warnen vor diesem Schritt!
00:03:34: Man solle die Institution des Präsidenten erhalten auch wenn die Person umstritten sei.
00:03:42: Die EU nimmt einen drastischen Kurswechsel in der Asylpolitik vor.
00:03:46: Künftig können Mitgliedsstaaten Menschen ohne Schutzanspruch in Drittländer abschieben.
00:03:51: Darauf haben sich die EU-Länder und das Europäische Parlament gestern geeinigt.
00:03:56: Die neue Rückführungsverordnung erlaubt zwei Varianten.
00:03:59: Entweder werden Betroffene in sogenannte Return Hubs gebracht, als Zwischenstation für die Rückkehr ins Heimatland oder sie werden dauerhaft in Drittstaaten abgeschoben.
00:04:08: Gemeinsam mit anderen EU-Staaten sucht Deutschland bereits nach Aufnahmewilligen Ländern – bis Jahresende sollen konkrete Verhandlungen beginnen.
00:04:16: Voraussetzung ist, dass diese Staaten internationale Menschenrechtsstandards einhalten.
00:04:21: Unbegleitete Minderjährige sind von der Regelung ausgenommen Familien mit Kindern können aber abgeschoben werden.
00:04:28: Um das Vorhaben durchs Parlament zu bringen, stimmte sich die konservative EVP-Fraktion auch mit der AfD ab – sogar in einer eigenen WhatsApp-Gruppe!
00:04:37: Das sorgte für heftige Kritik am Vorgehen der Konservativen.
00:04:40: Die neue Verordnung kann zusammen mit der EU Asylreform ab dem zwölften Juni in Kraft treten.
00:04:48: Super Ultra oder sogar Godzilla El Nino So waren soziale Medien vor dem Wetterphänomen, dass in den kommenden Monaten auftreten soll.
00:04:57: Die Weltorganisation für Meteorologie scheint sich mittlerweile sicher.
00:05:00: El Nino kommt!
00:05:02: Heute informiert die Generalsekretärin der UN-Sonderorganisation in Genf über die Notwendigkeit, sich auf ein solches Event vorzubereiten.
00:05:10: Bei El Nioh handelt es sich um eine natürliche Wetteranomalie, die in unregelmäßigen Abständen auftritt.
00:05:16: Warme Wassermassen aus dem Westpazifik werden in Richtung südamerikanischer Küste gedrückt und verdrängen dort kältere nährstoffreichere Gewässer.
00:05:24: Die verdunsteten Wassermassen beeinflussen massiv die Energietransporte in der tropischen Atmosphäre.
00:05:30: Die Folgen reichen weit über die Pazifik-Küste hinaus.
00:05:33: In Australien, Indonesien, Indien, Brasilien, Südafrika und den USA kann El Nino zu großer Trockenheit führen.
00:05:40: Im Westen Südamerikas, in Ostafrika und Nordamerika drohen dagegen enorme Niederschläge.
00:05:46: Ob es tatsächlich so kommt hängt von weiteren Faktoren ab.
00:05:49: Experten sind bei der Warnung vor einem Super El Nino allerdings deutlich zurückhaltender.
00:05:56: Alexander Zverev steht bei den French Open, vor seiner vielleicht größten Chance auf den ersten Grand Slam-Titel.
00:06:03: Im Viertelfinale an diesem Dienstag ist der Deutsche plötzlich der absolute Topfavorit!
00:06:08: Die Konkurrenz hat sich auch praktisch selbst eliminiert – Weltranglisten erster Janik Sinner raus in Runde zwei, Vorjahresseger Carlos Alcaraz gar nicht erst dabei und Alster Novak Djokovic schluss in Runden drei.
00:06:20: Im heutigen Viertelfinale trifft Zverev auf den Spaniard Rafael Jodá, Weltrangliste
00:06:25: n.a.,
00:06:26: der bereits zwei Fünf-Satzmatches hinter sich hat.
00:06:29: US-Legende John McEnroe sagte vorab, wenn er diesmal nicht gewinnt weiß ich nicht ob er jemals gewinnen wird.
00:06:35: Zveref selbst setzt auf mentales Stärke – Ich muss Vertrauen in mich haben dann werde ich bereit sein so der Hamburger.
00:06:41: Erschweren kommt das Wetter hinzu.
00:06:43: statt der von ihm geliebten Hitze drohen heute wechselhafte Bedingungen mit möglichen Gewittern.
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