G7 berät über Ukraine und Hormus · Karlsruhe prüft Grünen-Klage · Innenministerium stärkt Spionageabwehr
Shownotes
G-7-Gipfel berät über Ukraine und Iran-Abkommen
Beim Gipfeltreffen im französischen Évian stehen heute die stockenden Friedensbemühungen für die Ukraine – mit Beteiligung von Präsident Selenskyj – sowie das von Trump verkündete Rahmenabkommen mit Iran im Mittelpunkt. Bundeskanzler Merz begrüßte die Iran-Vereinbarung und forderte die dauerhafte Öffnung der Straße von Hormus für die freie Schifffahrt.
Karlsruhe prüft Klage der Grünen gegen Landwirtschaftsminister Rainer
Das Bundesverfassungsgericht verhandelt heute über die Frage, ob Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) die Stoffstrombilanzverordnung ohne Einbeziehung des Bundestags aufheben durfte. Die Grünen sehen die Parlamentsrechte verletzt und ziehen einen Vergleich zum Regieren per Dekret unter Donald Trump.
Dobrindt eröffnet Zentrum zur Abwehr hybrider Bedrohungen
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) weiht das „GAZ Hybrid" ein, das Sicherheitsbehörden von Bund und Ländern gegen Spionage, Sabotage, Desinformation und Staatsterrorismus enger vernetzen soll. Das beim Verfassungsschutz in Berlin-Treptow angesiedelte Zentrum soll Bedrohungen frühzeitig erkennen und koordinierte Gegenmaßnahmen ermöglichen.
50 Jahre Soweto-Aufstand: Ein Wendepunkt der Geschichte
Am 16. Juni 1976 demonstrierten Schüler im südafrikanischen Township Soweto gegen Afrikaans als Pflichtunterrichtssprache – die Polizei eröffnete das Feuer, Hunderte junge Menschen starben. Mitorganisator Seth Mazibuko will den Protestmarsch heute wiederholen, denn er sieht die damaligen Ziele bis heute nicht erreicht.
UNICEF: Klimawandel trifft fast jedes Kind der Welt
Laut dem neuen „Children's Climate Risk Report 2026" sind rund 1,1 Milliarden Kinder weltweit von mindestens drei gleichzeitigen Klimagefahren wie Dürren, Hitzewellen und Überschwemmungen bedroht. UNICEF fordert klimaresistente Schulen und Gesundheitsversorgung sowie soziale Sicherungssysteme, die Extremwetterereignissen standhalten.
Australien debattiert über Tötung von Haien nach Angriff in Sydney
Nachdem eine Schwimmerin an einem Strand in Sydney lebensgefährlich von einem Hai verletzt wurde, fordert Ex-Premierminister Tony Abbott die Dezimierung der Tiere – Tierschützer und Wissenschaftler widersprechen. Fachleute führen die zunehmenden Angriffe auf Überfischung, steigende Meerestemperaturen und mehr Wassersportler zurück.
Eine Produktion von ella Verlag und Medien GmbH für F.A.Z.
Host: Jan Niklas Andresen
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Transkript anzeigen
00:00:00: Guten Morgen, es ist Dienstag der sechzehnte Juni und das wird heute wichtig.
00:00:04: Am Genfersee berät die G-Sieben um die Ukraine und danach um Iran.
00:00:08: Die Grünen fühlen sich bei Landwirtschaftsminister Rainer an Trump erinnert und klagen vor dem Bundesverfassungsgericht Und Bund und Länder wollen die Abwehr hybrider Bedrohungen verbessern.
00:00:19: Die Redaktion bei der FAZ hat Philipp Appelzheim.
00:00:21: Ich heiße Janiklas Andresen.
00:00:23: Wir wünschen einen schönen Start in den Tag.
00:00:31: Beim G-Sieben-Gipfel in Evian stehen heute die Ukraine und Iran im Mittelpunkt.
00:00:36: Zunächst beraten die Staats- und Regierungschefs über die stockenden Friedensbemühungen im Krieg gegen die Ukraine, an den Gesprächen nimmt auch der ukrainische Präsident Volodymy Zelensky teil.
00:00:46: Mit Spannung wird erwartet wie sich US-Präsident Donald Trump zu den europäischen Forderungen verhält stärker in Verhandlungen mit Moskau eingebunden zu werden.
00:00:54: Am Montagabend hatte die EU offiziell Beitrittsverhandlungen.
00:01:00: Danach geht es dann um die Einigung zwischen den USA und Iran.
00:01:03: Trump hat an seinem achtzigsten Geburtstag ein Rahmenabkommen für einen Ende des Irankriegs verkündet.
00:01:09: Nach Angaben aus US-Regierungskreisen haben Trump und Vizepräsident JD Vance das Dokument bereits digital unterzeichnet, von iranischer Seite soll Parlamentspräsidenten und Chefunterhändler Mohammed Bagger Ghalibaf unterschrieben haben.
00:01:22: Eine Bestätigung aus Tehran gab es allerdings zunächst nicht.
00:01:26: Bundeskanzler Friedrich Merz begrüßte die Vereinbarung vor seiner Abreise nach Avion.
00:01:30: Sie könne den Weg für eine wirtschaftliche Erholung und eine Stabilisierung der Region ebnen.
00:01:35: Die Bundesregierung unterstützt und befördert weiter alle entsprechenden und dahingehenden Anstrengungen, Wir wollen uns mit unseren Partnern bei der Gewährleistung freier Schifffahrt in der Straße von Hormus auch engagieren.
00:01:48: Das tun wir sobald die entsprechenden Voraussetzungen gegeben sind.
00:01:56: In Karlsruhe verhandelt heute das Bundesverfassungsgericht über eine Klage der Grünen.
00:02:00: Dabei geht es um Bundeslandwirtschaftsminister Alois Reiner von der CSU, er hatte im vergangenen Jahr die Stoff-Strombilanz Verordnung aufgehoben ohne den Bundestag einzubeziehen.
00:02:11: Diese Verordnung verpflichtete Landwirte dazu genau zu dokumentieren welche Nährstoffe etwa durch Dünger in ihren Betrieb hineingehen und welche ihn wieder verließen.
00:02:19: Das Landwirtschaftsministerium begründete die Abschaffung mit zu viel Bürokratie für die Bauern.
00:02:25: Union und SPD hatten diesen Schritt auch im Koalitionsvertrag vereinbart.
00:02:29: Die Grünen sehen durch Rheiners Vorgehen allerdings die Rechte des Parlaments verletzt, die Fraktion zog deshalb vor das Bundesverfassungsgericht.
00:02:37: Heute findet dazu die mündliche Verhandlung statt.
00:02:39: ein Urteil wird in der Regel erst einige Monate später verkündet.
00:02:46: Bundesinnenminister Alexander Dobrindt weiht heute ein neues Zentrum zur Abwehr hybrider Bedrohungen ein.
00:02:52: Das sogenannte GRZ soll die Sicherheitsbehörden von Bund und Ländern enger vernetzen.
00:02:57: Ziel ist es, Bedrohrungen früher zu erkennen besser zu analysieren und abgestimmte Gegenmaßnahmen zu ermöglichen.
00:03:03: Dobrinde sagte Hybride-Bedrohung sein längst Teil der Alltagsbedrohrung.
00:03:08: Es geht um den Schutz von Infrastruktur Wirtschaftsstandort und Demokratie.
00:03:12: Mit eighty-fünftausend achthundert siebenunddreißig Straftaten im Bereich der politisch motivierten Kriminalität eben einen weiteren Höchststand erreicht.
00:03:25: In einer zehn Jahresbilanz würde man feststellen, dass wir es hier mit einer Verdoppelung der
00:03:34: Straftat
00:03:35: zu tun haben.
00:03:36: auch dieses Ergebnis ist
00:03:39: alarmierend.
00:03:41: Angesiedelt wird das Zentrum beim Bundesamt für Verfassungsschutz in Berlin-Trepto.
00:03:46: Es soll unter anderem bei Spionage, Sabotage, Desinformationen, Staatsterrorismus und transnationaler Repression helfen.
00:03:53: Beteiligt sind laut einem Medienbericht u.a.
00:03:56: Bundskriminalamt, Bundespolizei, Verfassungschutzbehörden, BSI, Bundesnachrichtendienst und der Militärische Abschirmdienst.
00:04:03: Geplant sind fünf Arbeitsgruppen u. a. zur Lage des Informationen Wirtschaft und Analyse.
00:04:12: Heute jährt sich der Soweto-Aufstand in Südafrika zum fünftigsten Mal.
00:04:16: Am sechzehn Juni, nineteenhundertsechsundsiebzig demonstrierten Schüler im Township Soweto gegen Afrikans als verpflichtende Unterrichtssprache in mehreren Fächern.
00:04:25: Die Polizei ging brutal gegen sie vor.
00:04:27: Erst setzte sie Hunde ein dann eröffnete sie das Feuer.
00:04:31: Der Aufstand löste landesweite Proteste aus die bis neunzehnhundert acht und siebzig andauerten.
00:04:36: Mehrere hundert junge Menschen kamen dabei ums Leben.
00:04:39: Der Tag gilt als Wendepunkt in der Geschichte Südafrikas.
00:04:42: Viele sehen den Aufstand als wichtigen Wegbereiter für das Ende der Apartheit und die ersten demokratischen Wahlen, aus dem wir hier sind.
00:04:49: Einer der damaligen Anführer war Seth Masibuko – er war sechszehn Jahre alt.
00:04:54: Bis heute fragt er was aus den Forderungen und Hoffnungen von damals geworden ist.
00:04:58: Aus seiner Sicht sind die Ziele der Klasse von neunzehntundersiebzig nicht erreicht.
00:05:03: Deshalb will er den Protestmarsch heute wiederholen!
00:05:06: Das Motto lautet Finishing What Was Started.
00:05:11: UNICEF warnt vor den Folgen der Klimakrise für Kinder.
00:05:15: Dem neuen Children's Climate Risk Report zufolge ist nahezu jedes Kind weltweit mindestens einer Klimagefahr ausgesetzt.
00:05:22: Rund eins Komma Eins Milliarden Kinder, also fast jedes zweite Kind seien sogar von mindestens drei Klimarisiken gleichzeitig bedroht.
00:05:29: Dazu gehören Dürren, extreme Temperaturen, Hitzewellen, Brände und Überschwemmungen.
00:05:34: Besonders stark betroffen sind laut UNICEF Kinder in der Sahelregion, Afrika sowie in Bangladesch, Myanmar und Pakistan.
00:05:40: Dort kommen mehrere Risiken häufig zusammen – vor allem Dürren, extreme Temperaturen und Hitzewellen treten oft gleichzeitig auf.
00:05:48: UNICEf Deutschland fordert deshalb, Kinder stärker an den Mittelpunkt von Klimaschutz und Anpassung zu stellen.
00:05:54: Geschäftsführer Christian Schneider sagte, es brauche klimaresistente Schulen eine verlässliche Gesundheitsversorgung und soziale Sicherungssysteme die auch Hitzewellen, Dürren oder Überschwemmungen standhalten.
00:06:07: In Australien wird nach mehreren High-Angriffen über den Umgang mit den Tieren diskutiert.
00:06:12: Anlass ist ein Angriff an einem Stand in Zitney.
00:06:15: Eine Schwimmerin wurde dabei lebensgefährlich verletzt.
00:06:18: Der frühere Premierminister Tony Abbott forderte daraufhin heiß stärker zu dezimieren.
00:06:23: Nach Attacken müssten die Tiere getötet werden.
00:06:26: Tierschützer und Wissenschaftler widersprechen dieser Forderung.
00:06:29: In den vergangenen Wochen hat es in Australien mehrere tödliche High-Angriffe gegeben.
00:06:33: Anfang Juni starb ein fünfunddreißig Jahre alter Mann beim Speerfischen Nau Albany, Mitte Mai wurde ein achtund dreißigjähriger Nah Rodnest Island vor Perth gebissen.
00:06:42: Wenige Tage später starb einen Taucher am Great Barrier Reef.
00:06:45: Nach offiziellen Daten kommt es in Australien im Schnitt zu rund zwanzig Heizwischenfällen mit Verletzten pro Jahr.
00:06:51: Besonders gefährlich für Menschen sind Tigerheye, Bullenheye und Weißeheye.
00:06:55: Fachleute führen die zunehmenden Angriffe unter anderem auf Überfischung steigende Meerestemperaturen und mehr Wassersport zurück.
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