NATO-Gipfel in Ankara · Neues Bahn-Sofortprogramm · Commerzbank-Poker
Shownotes
NATO-Gipfel in Ankara: Merz hofft auf neuen „Geist von Ankara"
Beim NATO-Gipfel in der Türkei steht heute die einzige offizielle Arbeitssitzung an, bei der unter anderem eine Mindestfinanzierung von 70 Milliarden Euro jährlich für die Ukraine beschlossen werden soll. Bundeskanzler Merz wünscht sich eine „europäischere NATO", während Trump erneut Kritik an europäischen Verbündeten äußerte und an seinem Grönland-Kurs festhielt.
Wärmepumpen-Förderung wird gekürzt – lohnt sich ein schneller Kauf?
Die Koalition plant, die maximal förderfähigen Kosten für klimafreundliche Heizungen schrittweise zu senken, beginnend mit einem Abzug von 2.000 Euro direkt nach Inkrafttreten des neuen Systems. Grüne und Heizungsindustrie kritisieren die Pläne scharf als „verantwortungslos" und warnen vor massiver Verunsicherung bei Hauseigentümern.
Deutsche Bahn stellt drittes Sofortprogramm vor – diesmal für bessere Kommunikation
Die Bahn präsentiert heute das letzte von drei kurzfristigen Maßnahmenpaketen, das Fahrgäste künftig besser über Verspätungen und Gleiswechsel informieren soll. Anlass ist unter anderem das massive Kommunikationsversagen beim bundesweiten Zugstillstand Ende Juni, als Reisende stundenlang widersprüchliche oder gar keine Informationen erhielten.
Unicredit veröffentlicht Ergebnis ihres Commerzbank-Übernahmeangebots
Heute legt die italienische Großbank die finalen Zahlen vor, wie viele Commerzbank-Aktionäre das Tauschangebot von 0,485 Unicredit-Aktien je Commerzbank-Papier angenommen haben. Unicredit hält bereits fast 40 Prozent der Anteile – überschreitet sie die 50-Prozent-Marke, könnte sie entscheidend Einfluss auf das Commerzbank-Management nehmen.
Marine Le Pen kündigt Präsidentschaftskandidatur trotz Schuldspruch an
Das Pariser Berufungsgericht verurteilte Le Pen wegen Veruntreuung von EU-Geldern zu drei Jahren Haft, davon zwei auf Bewährung, sowie einer Geldstrafe von 100.000 Euro – die Unwählbarkeit wurde auf 45 Monate verkürzt, von denen 15 bereits abgelaufen sind. Die RN-Politikerin erklärte daraufhin im Fernsehen: „Heute Abend bin ich Präsidentschaftskandidatin. Ich werde meine Meinung nicht ändern."
Hitzewelle naht – bis zu 36 Grad, aber keine extremen Tropennächte
Der Deutsche Wetterdienst erwartet für das Wochenende Temperaturen von bis zu 36 Grad, vor allem im Südwesten, während die Nächte größtenteils angenehm kühl bleiben. In Spanien und Frankreich hingegen herrschen weiterhin mehr als 40 Grad, Waldbrandgefahr und Evakuierungen in den Pyrenäen bestimmen dort das Bild.
Eine Produktion von ella Verlag und Medien GmbH für F.A.Z.
Host: Jan Niklas Andresen
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Transkript anzeigen
00:00:01: Ich wünsche
00:00:28: mir, dass es uns gemeinsam gelingt einen Geist von Ankara zu wecken.
00:00:33: Den Geist von Ankara beschwört Bundeskanzler Friedrich Merz vor dem heutigen NATO-Gipfel in der türkischen Hauptstadt.
00:00:40: Im Mittelpunkt der einzigen offiziellen Arbeitssitzung stehen die weitere Unterstützung der Ukraine und die Frage, wie die Lasten im Bündnis künftig gerechter verteilt werden.
00:00:50: Am Nachmittag treffen außerdem US-Präsident Donald Trump und der ukrainische Präsident Volodymy Selensky zusammen.
00:00:56: Die NATO-Staaten wollen dabei ein neues Hilfspaket für die Ukraine auf den Weg bringen.
00:01:01: Vorgesehen sind in den kommenden zwei Jahren mindestens siebzig Milliarden Euro pro Jahr für Waffen, Ausbildung und militärische Unterstützung.
00:01:10: Wir sehen die schwäche Russlands – wir spüren Sie aber das reicht nicht!
00:01:14: Wir müssen mehr Druck ausüben", sagt Volodymyr Zelensky.
00:01:18: Mehr Druck auf Russland?
00:01:19: Dazu gehört auch europäische Stärke um den Zusammenhalt der NATO zu demonstrieren.
00:01:25: Merz Botschaft daher klar….
00:01:27: Europa müsse innerhalb der NATO mehr Verantwortung übernehmen, damit das Bündnis Transatlantisch starkbleibe.
00:01:33: Und das aus eigenem Interesse.
00:01:34: Wir leisten diesen Kraftakt nicht um irgendjemandem einen Gefallen zu tun – wir leisten diesem Kraftakt weil es notwendig ist für unsere Verteidigung und die Sicherheit.
00:01:43: Deutschland wird nach einer neuen NATO-Prognose im kommenden Jahr nach den USA die höchsten Verteiligungsausgaben haben.
00:01:51: Erstmals erreichen in diesem Jahr außerdem alle NATO-Staaten die zwei Prozentmarke.
00:01:56: Fünf Länder liegen sogar schon über dem neuen Ziel von drei Komma fünf Prozent der Wirtschaftsleistung.
00:02:01: Für neue Spannungen sorgt unterdessen Donald Trump.
00:02:04: Bei einem Treffen mit dem türkischen Präsidenten Erdogan machte er den NATO-Partnern erneut schwere Vorwürfe.
00:02:12: Italien hat uns im Stich gelassen, Deutschland hat uns am Stich Gelassen, Frankreich hat uns zum Stich und das ist in Ordnung.
00:02:19: aber warum geben wir hunderte von Milliarden Dollar aus wenn sie nicht für uns da sind?
00:02:24: Außerdem bekräftigt Trump erneut seinen Anspruch auf Grünland.
00:02:27: Die Insel soll aus seiner Sicht von den USA und nicht von denen kontrolliert werden.
00:02:34: Wer mit dem Gedanken spielt, sich eine Wärmepumpe anzuschaffen sollte heute genauer nach Berlin schauen.
00:02:40: Der Haushaltsausschuss des Bundestags berät über die geplanten Änderungen bei der Heizungsförderung.
00:02:45: Die Koalition will die Zuschüsse für den Einbau klimafreundlicher Heizungen schrittweise senken.
00:02:50: Geplant ist, die maximal förderfähigen Kosten zunächst um zweitausend Euro zu kürzen.
00:02:56: Danach sollen sie alle sechs Monate um weitere siebenhundertfünfzig Euro sinken.
00:03:00: Die Grundförderung von dreißig Prozent bleibt bestehen.
00:03:04: Ab zwei tausendsevenundzwanzig soll es die volle Förderung aber nur noch für Heizungen aus europäischer Produktion geben.
00:03:10: Die Bundesregierung will damit bis zweitausenddreißig rund zweikommer eins Milliarden Euro einsparen.
00:03:16: Kritik kommt von den Grünen und der Heizungsbranche!
00:03:19: Sie warnen vor Verunsicherung bei Hausbesitzern.
00:03:22: Noch sei außerdem unklar, wie lange die bisherigen Zuschüsse überhaupt noch gelten!
00:03:29: Nach der massiven Kritik am Krisenmanagement will die Deutsche Bahn heute nachbessern.
00:03:34: Der Konzert stellt ein neues Sofortprogramm vor.
00:03:37: Im Mittelpunkt steht diesmal die Kommunikation mit den Fahrgästen.
00:03:49: Im Mittelpunkt steht diesmal die Kommunikation mit den Fahrgästen.
00:03:53: Es ist das letzte von drei Maßnahmenpaketen.
00:03:55: Nach mehr Sicherheit an den Bahnhöfen und mehr Komfort in den Fernzügen soll es jetzt bessere Informationen bei Verspätungen und kurzfristigen Gleiswechseln geben.
00:04:05: An der Pünktlichkeit ändert das zunächst allerdings nichts.
00:04:08: Bahnchefin Evelyn Palla hat die Fahrgähste bereits darauf eingestimmt, dass es noch Jahre dauern werde bis die Zügel wieder zuverlässiger unterwegs sind.
00:04:16: Nichts wird schnell Das ist kein Sprint.
00:04:20: Die Sanierung der Eisenbahninfrastruktur ist ein
00:04:23: Marathon.".
00:04:25: Auslöser für das neue Programm war der bundesweite Zugstillstand Ende Juni, nach dem Ausfall eines digitalen Funksystems beklagten viele reisende Stunden lang fehlende oder widersprüchliche Informationen.
00:04:39: Wie geht es weiter im Übernahmekampf um die Kommerzbank?
00:04:43: Darauf könnte es heute eine Antwort geben.
00:04:45: Die italienische Großbank Unicredit legt die endgültigen Zahlen zu ihrem Übernahmeangebot vor.
00:04:51: Seit Monaten ringt Unicredit um die Commerzbank, Angeboten wurden Nullkommar Vier Acht Fünf-Unicredit Aktien je Commerzwankaktie.
00:04:59: Lange galt das Angebot als wenig attraktiv.
00:05:02: mit dem zuletzt gestiegenen Kurs der Unicradid-Aktie hat sich das aber geändert.
00:05:07: Unicrade hält inzwischen direkt fast vierzig Prozent der Commerztbank Anteile.
00:05:11: Über Kaufoptionen könnte der Anteil noch weiter steigen.
00:05:15: Ab einer Mehrheit von fünfzig Prozent könnte die Bank entscheidenden Einfluss auf das Management nehmen.
00:05:20: Die Commerzbank lehnt eine Übernahme weiterhin ab, auch der Bund hält an seinem gut zwölfprozentigen Anteil fest und will ihn nach eigenen Angaben nicht verkaufen.
00:05:31: Marine Le Pen gibt nicht auf!
00:05:34: Trotz ihrer Verurteilung will die französische Rechtspopulistin bei der Präsidentschaftswahl twenty-sevenundzwanzig antreten – das kündigt diese gestern Abend im Fernsehen an.
00:05:43: Das Berufungsgericht in Paris hatte Le Pen wegen der Veruntreuung von EU-Geldern zu drei Jahren Haft verurteilt.
00:05:50: Zwei Jahre davon wurden zur Bewährung ausgesetzt.
00:05:53: Das verbleibende Jahr kann sie mit einer elektronischen Fußfessel verbüßen, außerdem muss sie einhunderttausend Euro Geldstrafe zahlen.
00:06:00: Entscheidend für ihre politische Zukunft.
00:06:02: die ursprünglich fünfjährige Unwählbarkeit wurde auf forty-fünf Monate verkürzt.
00:06:07: Da fünfzehn Monate bereits seit dem ersten Urteil vergangen sind, kann Le Pen bei der Präsidentenwahl im kommenden Frühjahr wieder kandidieren.
00:06:17: Und zum Schluss noch der Blick aufs Wetter!
00:06:19: Nach den etwas kühleren Tagen steigen die Temperaturen zum Wochenende wieder deutlich an – von einer ausgeprägten Hitzewelle will der Deutsche Wetterdienst aber nicht sprechen.
00:06:29: Heute und morgen werden im Südwesten bis zu zweiunddreißig Grad, im Nordwesten Bis zu achtundzwanzig Grad erwartet.
00:06:35: Richtung Wochenende kann das Thermometer regional auf bis zu thirty-six Grad klettern.
00:06:41: Die gute Nachricht, die Nächte bleiben meist angenehm kühl.
00:06:44: Lüften es also weiterhin gut möglich!
00:06:47: Regen ist allerdings nicht in Sicht – der Deutsche Wetterdienst warnt deshalb weiter vor einer erhöhten Waldbrandgefahr.
00:06:53: Noch heißer wird es in Spanien und Frankreich.
00:06:55: Dort werden erneut mehr als forty Grad erwartet.
00:06:58: In Teilen der Pyrenänen kämpfen Einsatzkräfte seit Tagen gegen schwere Waldbrände.
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