F.A.Z. Frühdenker Weekend • Die großen Fragen der Menschheit: Wie retten wir uns vor unserem Planeten
Shownotes
Noch nie waren die Monate Juni und Juli in Europa so heiß wie in diesem Jahr. Der Klimawandel ist für jeden spürbar. Und die Wissenschaft ist sich sicher: Wir haben uns diese Entwicklung selbst zuzuschreiben, und wenn wir jetzt nichts dagegen tun, wird es noch schlimmer.
Doch was können wir tun? Welche Möglichkeiten haben wir, dem Klimawandel zu begegnen? Geht es dabei um Verzicht oder um Innovation? Und können wir das Problem überhaupt mit den Mitteln von Technik und Politik lösen? Oder muss sich unser Blick auf das Ganze ändern, weil technokratische Maßnahmen allein letztlich nicht tragfähig, damit auch nicht mit nachhaltigem Erfolg durchführbar sind?
Zunächst scheint sich alles um ein Thema zu drehen: Energie. Unsere Industrie, unsere Mobilität, unsere ganze Lebensweise hängen daran. Und der Energiebedarf wächst in Zeiten von Supercomputern und KI noch weiter. Bisher wurde Energie vor allem durch Verbrennung gewonnen. Bei der Verbrennung entstehen Treibhausgase. Diese verursachen die globale Erwärmung. Seit der Industrialisierung steigt der CO2-Gehalt in der Atmosphäre immer weiter an.
So gesehen gibt es zwei Hebel, um das Problem zu lösen: Entweder findet man rasch alternative, nicht weniger effiziente Wege der Energiegewinnung und kann sie flächendeckend etablieren. Oder man findet einen Weg, die Treibhausgase aus der Atmosphäre zu holen.
In dieser Podcast-Folge lernen wir zwei Wissenschaftler kennen, die Pionierarbeit auf dem zweiten Weg leisten. Der Chemie-Nobelpreisträger Benjamin List will einen Weg finden, CO2 zu spalten, sodass Kohle und Sauerstoff entstehen. Die Schwierigkeit: Dafür braucht es viel Energie, die auf saubere, CO2-neutrale Weise gewonnen werden muss. Zudem spricht Simon Strauß mit Lisa Hetzel, die als Nachwuchswissenschaftlerin in Lindau ist und ebenfalls in der Chemie forscht. Sie will herausfinden, wie man CO2 gewinnbringend umwandeln kann, sodass nicht nur das Gas aus der Atmosphäre gezogen wird, sondern zugleich nützliche neue Stoffe entstehen.
Außerdem spricht Simon Strauß mit dem Physik-Nobelpreisträger Steven Chu, der US-Energieminister während Barack Obamas erster Präsidentschaft war. Er sieht den Kampf gegen den Klimawandel weniger als eine Sache der Wissenschaft und neuer Technologien. Es braucht vielmehr eine Politik, die auf der Grundlage dessen, was wir jetzt schon wissen und können, kluge Entscheidungen trifft.
Bei einem Schulbesuch mit der Physik-Nobelpreisträgerin Donna Strickland wird deutlich: Es geht nicht nur darum, die geeigneten Mittel an der Hand zu haben und kluge Entscheidungen zu treffen. Beides muss auch kommuniziert, verstanden und verortet werden. Das gilt nicht nur für die junge Generation, sondern auch für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Wenn jeder nur an dem forscht, was ihn gerade selbst interessiert, aber dabei das große Ganze aus dem Blick gerät, wird auch die Wissenschaft uns nicht helfen können.
Können wir die Klimakatastrophe, die wir selbst herbeigeführt haben, noch aufhalten?
Diese Sommerserie entstand in Kooperation mit Lindau Nobel Laureate Meetings.
Host: [Simon Strauß]
Co-Host: Joachim Müller-Jung
Produktion: Co-Autoren & Redaktion: Pia Heinemann, Piotr Heller und Andreas Krobok Koordination & Recherche: Max Stange Aufnahmen, Musik & Sounddesign: Niklas Kleber Schnitt: Kevin Gremmel, David Brucklacher Dramaturgie & Regie: Michael Götz Voiceover: Kevin Gremmel, Felix Hoffmann, Kathrin Jakob, Andreas Krobok
Besonderer Dank geht an Birgit Schardt, Thomas Gruber, Daniela Thiel und das Kuratorium für die Lindauer Nobelpreisträgertagungen sowie an das Museum Cavazzen in Lindau
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Quellen
Nobelpreis-Seite Benjamin List
Nobelpreis-Seite Donna Strickland
Willy Brandt: „Umweltschutz als internationale Aufgabe“ (26.06.1972)
Hannes Alfvén: Wissenschaft, Energie und Rüstung (28.06.1976)
Präsident Barack Obama stellt seinen Energieminister vor (16.12.2008)
Präsident Barack Obama zu energieeffizienter Beleuchtung (29.06.2009)
Cyndi Lauper: Girls Just Want To Have Fun
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Transkript anzeigen
00:00:03: Und wieder
00:00:03: Wochenende, Wiederzeit für Hintergründe.
00:00:05: immer Samstags und Sonntags im FAZ Früdenker die meistgehörten
00:00:10: Folgen der Woche.
00:00:11: Im FAZ Podcast für Deutschland!
00:00:13: Da geht es in unserer Sommerserie um die größte Fragen der Menschheit – und heute um vielleicht die größteste Frage unserer Zeit.
00:00:20: Wie retten wir uns vor unserem eigenen
00:00:23: Planeten?
00:00:24: Mein Kollege Simon Strauss ist dafür nach Lindau an den Bodensee gereist, wo sich jedes Jahr Nobelpreisträger aus aller Welt mit dem wissenschaftlichen Nachwuchstreffen.
00:00:33: Gemeinsam mit Joachim Müller Jung nimmt er sich Zeit für ein streitbares
00:00:37: Gespräch über Klima, Energie
00:00:39: und Verantwortung – und trifft dabei Forscherinnen und Forscher die CO-Zwei spalten
00:00:45: oder umwandeln
00:00:45: wollen.
00:00:46: Hören Sie rein!
00:00:47: Es lohnt sich.
00:00:54: Der Klimawandel ist da, ich meine das merken wir.
00:00:57: Wir sind hier in Lindau und haben derzeit heißesten Tage des Jahres.
00:01:03: Ich frage mich allerdings trotzdem manchmal Ist der Klimawandel als Thema nicht eigentlich
00:01:10: durch?
00:01:10: Ja, wir haben eine Bundesregierung gehabt die dieses Thema ganz stark verfolgt hat.
00:01:15: Die vorherige Fortschrittskoalition mit großen Ansätzen von dir ja auch sehr unterstützt bei uns in der Zeitung.
00:01:21: ich erinnere das ja noch wenn man nur an diese ganzen Fragen von Wärmepumpen und so weiter ging.
00:01:26: da war ja das Thema ganz groß da Und irgendwie sind sie doch auch abgewählt worden.
00:01:31: so jedenfalls mein Eindruck weil zu viele Eingriffe in das Privatleben der Menschen mit einhergegangen ist.
00:01:37: Und mit diesem Abwählen dieser Regierung, so hat man irgendwie auch dieses Thema Klimawandel abgewählt und in der deutschen Gesellschaft ist eine Ermüdung finde ich.
00:01:48: Ich muss ehrlich aber sagen auch ich spüre diese Ermüdungen.
00:01:51: Vielleicht liegt es an dem Begriff Klimawandel dass wir den wie soll man sagen abgelegt haben?
00:01:56: Dass wir den abgehakt haben.
00:01:57: Klimawandal passiert immer!
00:02:00: Aber was wir jetzt haben?
00:02:03: eine Klimakatastrophe.
00:02:05: Das meiste, was wir unter dem Klimawandel verstehen, wissenschaftlich verstehen liegt noch vor uns!
00:02:11: Wir
00:02:11: leiden ja jetzt unter dieser Hetze weg, werden die Überflutung dieses Jahr noch sehen... ...wir werden die Trockenheit ziehen, wir werden diese Destabilisierung des ganzen Systems wieder erleben wenn es wieder abhagen.
00:02:24: aber was uns nicht bewusst ist, dass im Hintergrund die Kostenschraube immer weiter hochgetreten wird.
00:02:32: da ratert es im Hintergrund, das wird teuer.
00:02:34: Das wird teurer für jeden einzelnes, kostet auch Leben, wenn die Hitze Toten noch abbrechen aber das kostet
00:02:40: nicht.
00:02:40: Ja, das ist sicher alles richtig.
00:02:42: Das Problem bei der ganzen Thematik so habe ich schon mal gesehen ist man argumentiert mit Szenarien die sehr viel später wirklich eintreffen werden.
00:02:53: in hundert Jahren wird das dann wirklich erst zu sein.
00:02:55: also man rechnet permanent mit etwas was sehr viel später Und das macht es, glaub ich, politisch so schwierig in den Griff zu bekommen und damit eine Dynamik zu entfachen.
00:03:05: Politik hat auch die Aufgabe sich der Realität zu stellen.
00:03:08: Die Realität ist eben eine, die war nicht erkennst wie beim Arzt.
00:03:12: Wenn du zum Arzt gehst und er sagt dir, Darmspiegelung da ist etwas ... Das müssen wir wegmachen, das hilft nichts!
00:03:21: Wenn was nicht wegmacht hast du möglicherweise in fünf Jahren, in zwei Jahren vielleicht schon da ein Krebs?
00:03:26: Was machst Du?
00:03:27: In der Regel suchst du dir den nächsten möglichen Termin und lässt dir diese Darmpolipen rausmachen, was immer es dann ist.
00:03:34: Der entscheidende Punkt ist wir können jetzt eingreifen... Wir sind nicht machtlos wie bei der Darmspiegelung!
00:03:40: Wir können jetzt eingreifen und es tut nicht mal so weh!
00:03:44: Das ist ja das, was die Wissenschaft sagt Es tut ... wir haben die Technologien um einzugreifen oder um Emission zu verhindern um uns anzupassen, beides passiert eigentlich nicht in dem Maße wie wir es brauchen und das ist natürlich etwas.
00:04:00: da packe ich dann immer wieder an auch mit meinen Kommentaren.
00:04:05: Da geht bei mir die Geduld aus weil die Kosten heute
00:04:09: sind
00:04:10: da der Veränderungsbedarf aber tatsächlich Die Bereitschaft
00:04:15: fehlt mir nicht.
00:04:18: Theoretisch machen alles richtig, in der Praxis.
00:04:20: nehmen wir nur noch mal dieses Heizungsgesetz, Wärmpumpengesetz.
00:04:22: haben so viele Leute in dieser Zeit Wärmepumpen angeschafft dann heißt das ich finanziere eine Maßnahme gegen den Klimawandel ja?
00:04:32: Das wäre
00:04:32: ja auch okay!
00:04:33: Nur dann dreht diese Regierung, die nächste Regierung ist wieder zurück und jetzt ist auf einmal überhaupt nicht mehr die Rede davon das Öl-und Gasheizung raus müssen.
00:04:39: Sondern man lässt das alles mehr oder weniger weiterlaufen.
00:04:42: Ist ja nur so ein kleines Beispiel dafür
00:04:44: wie wenig
00:04:45: Gemeinsamkeit und Gleichheit eigentlich auch da wäre?
00:04:49: Eigentlich ist das was du dir vorstellst!
00:04:52: Ja oder wo du auch sagst in der Darmkrebsgeschichte ist doch eine Eindeutigkeit wir haben dein Problem es wird raus operiert.
00:04:59: Das ist in einer Demokratie sehr schwer umsetzbar.
00:05:20: Man kann so was regeln.
00:05:22: Die Frage ist, es muss geregelt werden und wir haben überall im Leben Regeln angefangen von den Steuern der Rente die heute am meisten besprechen.
00:05:29: über all diesen Regeln also Regulationen ist ein ganz normales Element der Politik auch demokratischer Politik
00:05:37: machbar.
00:05:38: im Klimaschutz, das hat jedenfalls die Wissenschaft.
00:05:39: Das ist
00:05:40: jetzt auch aber natürlich auch wie man sagt, die Migrationspolitik kann reguliert werden, KI kann regulierter werden.
00:05:44: ich glaube dass es ein Traum ist der funktioniert.
00:05:47: in damit Migrationspolitik haben wir ja auch gesehen haben wir alles möglich festgeschrieben.
00:05:50: Länder halten sich einfach nicht mehr dran.
00:05:51: Wir können die Weltmeister in Deutschland jetzt sein und sagen wir ändern jetzt nochmal wieder unsere Politik und machen das alles erfüllen alle diese Kriterien.
00:06:00: Aber ein bisschen naiv ist es natürlich doch zu glauben, dass wir in Europa die Klimaziele erreichen und die ganze andere Welt zeigt mehr oder weniger in den Stinkgefinger.
00:06:08: Ja am Ende profitieren wir ja auch davon.
00:06:10: Wir waren doch ganz ehrlich in die Wärmepumpe genauso!
00:06:12: Am Ende profitiert natürlich.
00:06:14: jeder Wärmpumpenbesitzer wird am Ende davon profitieren auf lange Sicht wieder profitieren.
00:06:20: du stellst das da?
00:06:21: Die ganze Klimapolitik und das wird gerne gemacht wie ein Fallbeil.
00:06:26: Das muss jetzt alles passieren und das muss alles gleichzeitig passiert, in Wirklichkeit sind wir doch schon auf dem Weg!
00:06:31: Das ist ein Prozess.
00:06:33: Klimaschutz heißt ja auch nicht von heute auf morgen.
00:06:35: Jetzt müssen die Emissionen von zwanzig auf fünfzig Prozent reduziert werden oder Von zwanziger auf hundert prozent reduzieren.
00:06:42: wenn nein das ist ein Weg der ist graduell und da wird über viele Jahre noch dauern.
00:06:49: dass die Sache ist im Moment doch nur Man, es darf nicht gestoppt werden.
00:06:54: Aber
00:06:55: genau das passiert ja wenn wir die amerikanische Politik anschauen.
00:06:58: Komplette
00:06:59: Reverse und ein Land wie Amerika United States Ein gewählter Präsident das muss man ja schon mal sagen er wurde ja gewählt auch Joachim Ob wir das mögen oder nicht aber wegen seiner Antiklima-Politik So der ist jetzt in der Macht erst ausgetreten aus allen möglichen Verbünden Und das ist doch was für ein fatales Zeichen.
00:07:17: also auf dem Weg aber sind gerade genau auf den Weg wieder zurück.
00:07:20: Genau das ist sie gefahren, da gehe ich voll mit dir.
00:07:22: Das ist natürlich auch.
00:07:24: die Gefahr besteht absolut.
00:07:25: also aus meiner Sicht der Gefahr bestät natürlich dass es Rückschritte gibt aber natürlich zu einem sehr hohen Preis.
00:07:31: wenn wir die Kipppunkte in die Klimapkipppunkten zum Beispiel überschreiten dann kann es.
00:07:35: das dauert bei den Gletschern sehr lange bis wird die Veränderung spüren den Meeresspiegel diesen rapiden Meeresstiegel ein paar Meter die möglich sind das dauerte Jahrhunderte das Außen vorzulassen.
00:07:47: populistische Parteien leisten, weil die genau darauf setzen dass die Menschen ignorant sind das sie bequem sind.
00:07:56: aber Wissenschaft zum Beispiel ist ja eben genau das Gegenteil.
00:07:59: Wir haben es hier mit einer Destabilisierung des Planeten zu tun die eine Destabilisierung der Gesellschaft der Zivilisation übergeht.
00:08:06: Am Ende sehe ich ein große Gefahr darin, dass man es wieder einerseits ideologisiert Und das andere ist technologisiert, also verspricht aller Elon Musk.
00:08:17: Wir brauchen nur eine Erfindung Elektroauto und dann haben wir ganz viel geregelt.
00:08:22: Der ganz entscheidende Moment wurde eben gesagt, dass bisher ... Das sind ja immer Kurven.
00:08:27: Die Wissenschaftler stellen sich das immer als Kurve vor.
00:08:30: Diese Kurve geht exponentiell nach oben bei den Elektrautos.
00:08:34: Also du wirst sagen in fünfzig Jahren wird man deutlich sehen, dass wir jetzt das Elektroautor erfunden haben wird eine Verbesserung der Emissionen?
00:08:42: Wir werden keine Verbrenneautos mehr sehen in den Fünfzig Jahren.
00:08:45: Null, ich sage null!
00:08:47: Ich sage Oldtimer die wird es noch gehen man.
00:08:51: Hoffentlich dann in Sprit irgendwo an der Apotheke holen müssen.
00:08:55: Sehr teuer wird sein.
00:08:56: Aber
00:08:57: denen werden wir deswegen den Kipppunkt nicht erreichen weil wir eben die Elektroautos erfunden
00:09:02: haben?
00:09:03: Nicht nur.
00:09:04: Elektroautos sind ein kleiner Teil, die Wärmepumpe ist ein anderer Teil von der du gesprochen hast.
00:09:10: Ich spreche nicht nur von dir, ich benutze
00:09:12: sie!
00:09:13: Solargetrieb mit Wärmpumpen also wirklich sauber?
00:09:18: nein das wird ein Teil sein und dann kommt das große Energiesystem Und am Ende wird es auch die Elektrifizierung der Welt geben, und zwar mit sauberer Energie.
00:09:27: Dann wird Wasserstoff bei der Industrie eine Rolle spielen!
00:09:30: Das ist wie gesagt... das erzähle ich deshalb so weil ich glaube wir müssen diese Dinge nicht erfinden.
00:09:36: Das sind Technologien, die wir haben und wenn dann noch zusätzliche Technologen kommen, die uns CO² aus der Atmosphäre entnehmen lassen oder die das CO² spalten lassen was auch theoretisch möglich ist aber eben noch nicht da ist zu einem akzeptablen Preis.
00:09:51: Dann würde ich sagen, dann ist die Energiewende und da ist der Klimaschutz am Ende auch gelungen.
00:09:58: Also ich würde sagen,
00:09:59: da muss man
00:10:00: Geduld haben.
00:10:00: Genau, Geduld das ist alles richtig!
00:10:01: Ich sage jetzt mal eine Sache, die mir fehlt bei der Debatte.
00:10:04: es geht hier auch um ja fast schon die theologische Fragestellung wie bewahren wir die Schöpfung?
00:10:11: So,
00:10:12: und das fehlt im Moment.
00:10:13: Und das ist auch ein bisschen was hat sich die Klimabewegung, sag ich mal auch... Die hat sozusagen den Fehler gemacht so würde ich sagen, sich rein auf ein linkes aufgeklärtes rationalistisches Weltbild zu versteifen.
00:10:27: Im tieferen aber glaube ich fehlt der Klima-Bewegungen, so würde es ja gehen, der metaphysische Unterbau.
00:10:33: Dass wir sagen und dass ist ja etwas aus dem Menschen dann doch berühren kann wenn man sagt Es geht hier um etwas größeres als dich selbst dass das, was wir jetzt tun und so muss man darüber sprechen ist eigentlich eine Verantwortung für diesen Planeten.
00:10:50: Und das Leben, das uns geschenkt ist, wenn man so will geht einher auch mit der Verpflichtung des Lebens zu bewahren – für die Zukunft!
00:10:56: Aber das ist der Zungenschlag, der mir zum Beispiel fehlt bei der Klimafrage.
00:11:01: Das heißt es hier wirklich auch eine höhere Angelegenheit.
00:11:04: also wir müssen das eigentlich nicht nur sozusagen die Katastrophe beschwören, so wie du sagst am Anfang, sondern müssen auch das höhere Wecken was in dieser Thematik liegt.
00:11:15: Es geht am Ende um die Überzeugung der Mensch hat eine Verpflichtung gegenüber diesem Planeten.
00:11:21: Ja also schöner kann man es ja eigentlich gar nicht begründen warum genau das passiert.
00:11:27: politisch gesehen hast du natürlich völlig recht diese Metaphysische Aspekt von mir aus oder religiöse Aspekte genannt werden, weil auch das ist ja ein Vorwurf der immer wieder kommt.
00:11:42: Greta Thunberg und andere Wissenschaftler bekommen diesen Vorwurf immer wieder dass ihr macht das zu einer Religion.
00:11:50: Klimaschutz ist eine Religion wenn du so willst ist das Problem dass der Pragmatismus über die Ideologie gesiegt hat.
00:11:58: wir sind auf einem ganz pragmatischen Weg.
00:12:00: Wir im Prinzip, dass der philosophische Hintergrund der ganzen Klimaschutzbewegung ist genau das.
00:12:07: Er ist eben nicht nur das geophysikalisches System des Klimas zu stabilisieren und so retten damit für uns zu retten als Zivilisation sondern die Idee dahinter ist genau ganzheitlich das holistische Das ganze System, das ganze Erzsystem.
00:12:26: Wir reden ja heute auch über Planetare, Gesundheit zum Beispiel, das Ganze System zu retten.
00:12:32: Da ist die Schöpfung mit drin.
00:12:33: Das wird leider Gottes oft
00:12:35: auch
00:12:36: getrennt vom Klima.
00:12:38: Es wird oft auch politisch getrenned, es ist immer noch.
00:12:41: Es werden oft auch thematisch getrannt.
00:12:43: Aber diesen philosophischen Hintergrund zu schaffen und daraus eben keine Ideologie zu machen, denn der Vorwurf geht ja oft auch an die Seite.
00:12:50: Der Grünen muss man ja auch sagen oder andere Parteien, die das ernst nehmen, dazu sagen ihr macht daraus eine Ideologie?
00:12:57: Nein eigentlich ist es gar nicht gar keine Ideologie sondern du sagst im Prinzip, es steckt dir ein bisschen
00:13:03: zu
00:13:04: wenig Die große Idee dahinter, das große Ganze, die Rettung der Schöpfung.
00:13:10: Das finde ich natürlich eine tolle Begründung für was möglich
00:13:13: wäre.".
00:13:15: Boah!
00:13:16: Das war jetzt ein ganz schön heftiger Einstieg oder?
00:13:18: Dass es am Ende so kontroverses Streitgespräch werden würde – das hatten weder Joachim noch ich erwartet.
00:13:23: Wir beide haben unsere Positionen ziemlich zugespitzt und am Ende vielleicht auch in einer oder anderen Stelle übertrieben.
00:13:29: Ich auf jeden Fall.
00:13:30: Aber vielleicht ist es ja auch gut dass man die Position mal klar herausstellt Denn der Klimawandel ist ja nicht nur ein Fakt, er muss in einer Demokratie auch als Streitfrage behandelt und als Problem vermittelt werden.
00:13:44: Dafür braucht es jetzt gerade wieder eine neue Anstrengung.
00:13:47: Wir brauchen vielleicht jetzt neue Worte um das zu beschreiben was wir erleben.
00:13:51: Vielleicht brauchen wir auch eine neue Erklärung, ein neues Manifest sowie Zwei-Tausendfünfzehn in Mainau die Blumeninsel mit dem üppigen Schlossgarten wo traditionellerweise der letzte Tag der Lindauer Tagen stattfindet.
00:14:04: Es geht nicht gegen Atomwaffen, sondern gegen den Klimawandel.
00:14:08: Die Erklärung fordert die Welt muss weg von fossilen Brennstoffen und zwar so schnell wie
00:14:14: möglich!
00:14:21: Wir sind der Meinung, dass die Nationen der Welt die Chance der UN-Klimakonferenz in Paris im Dezember twenty-fünfzehn nutzen und entschlossen handeln müssen um die künftigen Emissionen weltweit zu begrenzen.
00:14:32: Dieses
00:14:32: Ziel wird die Zusammenarbeit aller Nationen erfordern ganz gleich
00:14:35: ob Industriestaat
00:14:36: oder Entwicklungsland Und es muss in Übereinstimmung mit aktuell wissenschaftlichen Bewertungen bis in Zukunft aufrecht erhalten
00:14:45: werden.
00:14:47: Im VIP Bereich der Inselhalle treffe ich mich mit Benjamin
00:14:50: List
00:14:50: Ein virilaussehender Mann mit glatze, weißes Hemd, Tonschuhe und große Hände.
00:14:54: Mit denen er die Welt zu fassen versucht.
00:14:58: Benjamin List wird in der Sitzung von Frankfort am Main geboren.
00:15:00: Sein Ur-Ur-Großvater Jakob Vollhardt ist Chemiker Schüler von Justus von Liebig, einem der Mitbegründer der modernen Chemie.
00:15:08: Seine tante mütterlicherseits ist Christiane Nüslein Vollhard, die in den letzten Jahren mit dem Nobelpreis für Medizin und Physiologie ausgezeichnet wurde.
00:15:16: Das mit dem Nebelpreis liegt also anscheinend in der Familie
00:15:49: Aber ich habe ja mein eigenes Ding.
00:15:52: Und bei mir ist es halt die Spaltung von CO² in die Elemente.
00:15:55: Das ist meine absolute Revolutions Hoffnung sozusagen, dass wir in der Lage sein werden das CO² aus der Luft zu nehmen und den Kohle- und Sauerstoff zu sprachen.
00:16:06: Ich nenne es dann so laere Kohle weil wenn das gelänge auch im wirklich großen Maßstab Dann könnte man wirklich die Welt retten also zumindest solange die Sonne scheint.
00:16:15: Wie wir alle vielleicht noch aus dem Chemieunterricht wissen, CO² besteht aus einem
00:16:19: Kohlenstoffatom
00:16:20: und zwei Sauerstoffatomen.
00:16:22: Die Idee von Benjamin List ist nun diese Verbindung wieder
00:16:24: aufzuspalten.
00:16:26: Kohlenstoff hier, Sauerstof dort.
00:16:28: Klingt erstmal sehr simpel aber im Gespräch wird mir schnell klar es ist alles andere als einfach.
00:16:33: List erzählt dass er lange nicht offen über seine Idee gesprochen hat weil ihm selbst seine Gedanken zu verrückt vorkam.
00:16:40: Erst nachdem er den Nobelpreis erhielt, konnte er dann plötzlich über alles Mögliche reden.
00:16:45: Dass der Klimawandel eine reale existenzielle Bedrohung ist – das hat List auf einungsvollerweise am eigenen Leib erfahren!
00:16:53: Im Winter im Jahr vier ist er zusammen mit seiner Frau und seinen beiden Söhnen im Urlaub am Strand von Kau Lack in Thailand.
00:17:00: Am sechsenzendsten Dezember bricht der Tsunami aus.
00:17:02: Die Welle kostet mehr als zweihundertdreißig tausend Menschen das Leben.
00:17:06: List überlebt, seine Familie überleibt aber knapp Treibt diese Umweltkatastrophe auch seine Forschung an?
00:17:16: Er
00:17:26: sieht sein Konzept explizit nicht als Konkurrenz zu den anderen Zukunftstechnologien, aber als durchaus selbstbewussten Gegenakzent.
00:17:35: Seit Jahrzehnten so List werde die Kernfusion als große Zukunftstechnologie prophezeit, aber bis heute sei sie vor allem ein Versprechen.
00:17:44: Seine eigene Ideen sind auch kühend – aber vielleicht in mancher Hinsicht näher dran an einer möglichen Umsetzung?
00:17:51: Und doch bremst sich List dann wieder selbst!
00:17:55: Also
00:17:56: ich würde nicht garantieren, dass es funktioniert in diesem riesigen Maßstab, indem es mir halt ultimativ vorschreibt.
00:18:01: Sodass wir wirklich den Klimawandel aufhalten können.
00:18:03: Es muss nämlich dann im Milliardentonnen-Marschstab funktionieren und das ist natürlich nicht so ohne.
00:18:08: Chemie ist eigentlich ein Millionentonnen wenn überhaupt Business und da geht's aber eben um Milliardentonne also Faktor Tausend.
00:18:14: Das ist an einen schon logistisch.
00:18:15: wie das global organisiert wird.
00:18:17: Ist natürlich eine riesige Aufgabe.
00:18:18: Die eigentliche Schwierigkeit bei Liz's Idee liegt schon im chemischen Grundprinzip.
00:18:22: Die eine Richtung kennen wir, man hält ein Streichholz an etwas Brennbares dazu Sauerstoff.
00:18:26: das ergibt Energie und CO².
00:18:29: Der Weg zurück aber also die Spaltung von CO² ist wesentlich schwerer.
00:18:33: Dafür muss Energie aufgewendet werden Und zwar sind es vollerweise Sonnenenergie Denn alles andere würde das Problem ja nur wieder verlagern.
00:18:39: Doch selbst damit ist es nicht getan.
00:18:42: Liz erklärt dass Kohlenstoff und Sauerstoffs sofort wieder miteinander reagieren würden wenn man sie nicht aufwändig voneinander trennt dass die Oberfläche des Kathedysators Ruckzuck unbrauchbar wäre, das die Thermodynamik nicht mitspielt.
00:18:54: Er nennt diesen Vorgang an einer Stelle Höllenreaktion.
00:18:58: Listsvorbild – Die Fotosynthese.
00:19:00: Pflanzen und Algen machen es vor sie nutzen Sonnenlicht um CO² umzubauen.
00:19:04: Für List ist das offenbar der entscheidende Hinweis, dass die Idee nicht pure Fantasie ist.
00:19:09: Wenn es die Natur kann stelle sich die Frage ob wir Menschen es nicht auch lernen können.
00:19:15: Kann das also wirklich klappen?
00:19:17: Und vor allem in welchen zeitlichen Horizont kann es das tun?
00:19:21: Aber ich habe das gleiche Gefühl, nämlich dass ist vielleicht eine Schnapsidee.
00:19:24: Das ist immer da!
00:19:25: Ich weiß, es ist eine crazy Idee in dem Sinne, dass sie sozusagen das Potenzial hat zu einer wissenschaftlichen Revolution aber ich weiß noch nicht ob's wirklich ne gute Idee ist.
00:19:37: Liszt sagt aber auch klar, dass er dieses Gefühl schon von früher kennt.
00:19:41: Ja
00:19:41: ja Es ist wirklich, ich hab damals schlaflose Nächte gehabt und gedacht ... Also nicht nur das.
00:19:47: Es gibt verschiedene Ängste, die man hat, vor allem wenn man noch keine feste Stellung hat.
00:19:51: Am Anfang der Karrieren sind die Wissenschaftler dann halt noch nicht so richtig etabliert und haben keinen dauerhaftes Einkommen.
00:19:56: Das ist ja auch am Anfang zum besten Faktor.
00:19:59: Und dann ist es schon ein bisschen furchteinflößend, wenn man auf was setzt, was niemand anderes in der Welt macht.
00:20:08: Aber dieses Gefühl ist meiner Meinung nach gehört eben dazu.
00:20:12: Und ich bin inzwischen zu der Erkenntnis gekommen, dass sozusagen wissenschaftliche Revolutionen brauchen diese Unsicherheit davor und das kommt nämlich nicht aus dem, wenn ich das mache was alle anderen machen
00:20:22: kann die künstliche Intelligenz auch bei seinem Problem helfen?
00:20:25: Die Komplexität reduzieren Lösungen finden.
00:20:28: Ich hoffe es irgendwann.
00:20:29: also im Moment ist es bei mir so wir sind so verzweifelt Dass das so ein schwieriges Problem ist, dass sich jede Hilfe entgegennehmen würde.
00:20:38: Aber ich bin für, in Amerika sagt man so Mid-Career.
00:20:41: Ich habe halt jetzt seit dem Jahrzehnten diese Art Wissenschaft gemacht wie ich sie mache und die basiert auf meiner menschlichen Intelligenz und der großartigen Intelligenzen meiner Mitarbeiter.
00:20:50: Insofern gibt es natürlich so eine gewisse Skepsis der KI gegenüber.
00:20:55: Und wir kennen alle JPDI und wie das uns anlügt und wie es Referenzen erfindet eigentlich in der Skandalösenweise.
00:21:01: Das würde in der Wissenschaft ist absolut verpönt wenn Referenzen, auch nur die falschen Seitenzahlen angeht und er findet einfach falsche Seitenzahlen.
00:21:10: Also erfindet Publikation.
00:21:11: Gleichzeitig macht Benjamin List klar dass sich der KI nicht verweigert.
00:21:15: in Japan, in Sapporo sagt er arbeitet ein Team von ihm rechnerisch an genau diesem CO-Zwei-Problem natürlich auch
00:21:22: mit KI.
00:21:25: bereits im Jahr in dem Willi Brandt in Lindau sprach erscheint auch die Studie Die Grenzen des Wachstums.
00:21:34: beauftragt vom Club of Rome Eine Forschungsgruppe am MIT wirft anhand von Computersimulationen einen Blick auf die Zukunft der Menschheit.
00:21:42: Bevölkerungswachstum, Umweltverschmutzung, Verbrauch von Rohstoff und anderen Ressourcen – alles zusammen in einem großen Modell.
00:21:48: Mit dem Ergebnis?
00:21:49: Wenn wir so weitermachen, kollabiert das System!
00:21:52: Die Studie erscheint fast zeitgleich in mehreren Sprachen.
00:21:55: Die öffentliche Aufmerksamkeit ist gewaltig.
00:21:57: Kritik kommt sofort aus der Wirtschaft.
00:21:59: Ökonomen kritisieren das Modell als zu simpel, zu pessimistisch.
00:22:03: Dann kommt die erste Ölpreiskrise.
00:22:05: Einerseits zeigt sie die Probleme bei Engpisten auf, andererseits stellen sich neue Fragen.
00:22:10: Arbeitsplätze oder Umweltschutz?
00:22:12: Die Grundaussage der Studie?
00:22:13: Endloses Wachstum auf einem endlichen Planeten ist nicht möglich!
00:22:17: Heute mehr als fünfzig Jahre später arbeiten Klimaforscher auch mit Modellen – die sind um ein Vielfaches komplexer.
00:22:22: Der Weltklimarat beschäftigt sich nicht nur mit der Frage wann uns die Ressourcen ausgehen sondern auch mit dem Thema was mit der Erde passiert wenn wir weiter so viel CO² in die Atmosphäre pumpen wie bisher.
00:22:32: Erwartungsgemäß nichts Gutes.
00:22:35: Nach Benjamin List, der CO-Zwei am liebsten zerschießen würde, treffe ich eine junge
00:22:38: Wissenschaftlerin,
00:22:39: die CO-zwei am Liebsten umwandeln wurde.
00:22:45: Mein Name ist Lise Hetzel und ich führe gerade meine Doktorarbeit durch in München.
00:22:51: Ich forsche in der Theoretischen Chemie ganz konkret daran, Methoden zu entwickeln, um CO-zuwandeln im Bereich der Elektrokatalyse.
00:23:04: Wir versuchen irgendwie ... Ja, die Methode entwickeln, die das dann möglichst genau
00:23:08: beschreiben.
00:23:10: Lisa kommt nicht aus einer Familie von Wissenschaftlern.
00:23:12: Sie kommt aus einem
00:23:13: bildungsfernen
00:23:13: Haushalt und jetzt sitzt sie hier in Lindau zwischen lauter Nobelpreisträgern.
00:23:18: Wie fühlt sich das an?
00:23:19: Als ich angefangen habe zu studieren hätte ich mir niemals vorstellen können dass ich irgendwann in der Wissenschaft lande.
00:23:25: Ich hab eine Ruhrgebietz-Universität studiert eben alles für dich sagen Kinder des Mittelstands Und hab dann aber auch meinen Weg so Stück für Stück gefunden.
00:23:35: Also ich glaub, das Gefühl
00:23:37: vereint alle
00:23:38: die hier auf der Tagung sind also alle haben auch Respekt sind sich nicht immer unbedingt sicher ob sie die Frage jetzt stellen sollen.
00:23:46: Aber
00:23:48: es ist
00:23:48: gut darüber zu reden dass es dieses gefühl gibt und dadurch merkt man eigentlich dass man doch irgendwie dazu gehört weil es alle
00:23:54: vereint.
00:23:57: Lisa setzt ihre ganze hoffnung im elektro katalyse d.h..
00:24:01: Wir lösen
00:24:01: das CO-Zeitproblem mit Hilfe von elektrischen Strom.
00:24:04: Wenn das funktioniert, wird das CO² ein etwas anderes umgewandelt in Alkohol zum Beispiel als Ausgangsstoffe für die Industrie.
00:24:10: CO² rein nützlicher Rohstoff raus – das wäre der Traum!
00:24:14: Aber diese arbeitet nicht im Labor, sondern am Computer.
00:24:17: Sie simuliert was auf Atomacherebene passiert, bevor irgendjemand überhaupt einen echten Versuch
00:24:22: startet.".
00:24:44: Experimente, die auch Fehlschlagen können.
00:24:47: Also solche Rechnungen können einfach ohne Ergebnisse bleiben.
00:24:50: Dass es nicht klappt, das gehört auch dazu.
00:24:52: Denken wir nur zurück an Kariko und ihr Erzählen vom Scheitern!
00:24:56: Es kann sehr wohl sein dass jemand anderes auf der Welt genau das gleiche versucht hat und weil's nicht geklappt hat dieses Scheittern auch nicht dokumentiert hat?
00:25:03: Es ist auch oft so, dass wir überhaupt erst mal verstehen wie diese ganzen Systeme funktionieren.
00:25:07: da ist noch sehr viel unaufgeklärt.
00:25:10: Also der Vorteil der Theorie ist ja, dass wir uns
00:25:12: die Atome
00:25:13: anschauen können.
00:25:14: Wie sich die bewegen, wie das Lösungsmittel zusammenarbeitet mit der Elektrode – da ist noch ganz viel ungeklärt und dafür brauchen wir bei ersten überhaupt Methoden, die genau genug sind quasi die Bewegung von den Atomen, die Reaktionen vorherzusagen.
00:25:30: aber auch Wir müssen die Zeitskalen erreichen.
00:25:33: Das heißt, so eine Simulation muss sozusagen lang genug gehen und das was wir in der Theorie simulieren können ist im Bereich der Nanosekunde.
00:25:41: Das sind zehn noch minus neun Sekunden.
00:25:43: Eine Nanoseekunde!
00:25:44: Das ist eine Milliardsteelsekunde.
00:25:47: In dieser Zeit liegt Licht gerade mal dreißig Zentimeter zurück.
00:25:50: Das ist der Ausschnitt in dem Lisa Atome beobachten kann.
00:25:54: Für viele chemische Reaktionen reicht es nicht.
00:25:56: Man sieht nun den Anfang aber nicht das Ende.
00:25:59: Ich frage sie Was uns noch fehlt, um das CO-Zwei-Problem zu lösen?
00:26:03: Wir wissen nicht genau welche Materialien diese Umwandlung katalysieren und vor allen Dingen auch selektiv.
00:26:09: Wir wollen ja nicht dass CO-zwei zu einer Matchepumpe aus verschiedenen Molekülen reagieren sondern wir
00:26:15: wollen ein Produkt
00:26:16: am Ende haben was wir nutzen können industriell Und das wissen wir nicht welches Material diese Reaktion beschleunigen könnte dass wir es kosteneffizient produzieren können.
00:26:28: Machepumpe, was für ein tolles Bild.
00:26:29: Dass man erst mal Machepumpa hat, solange es nicht klappt, das verstehe sogar ich sofort!
00:26:34: Da hilft nur weitersuchen und rechnen bis aus Machepampe etwas Schönes wird.
00:26:39: Spürt Lisa eigentlich Druck von ihren Fördermittelgebern?
00:26:42: Machen die ihr Druck zu einem Ergebnis zu kommen?
00:26:45: Ja, also natürlich den Druck spürt man immer.
00:26:49: Bei uns ist er auf der untersten Ebene.
00:26:51: Das heißt wir kämpfen irgendwie um die Forschungsgelder Und natürlich wie auch wir spüren den Klimawandel und auch wir wissen, dass die Zeit läuft.
00:27:00: Dieser Hetzel möchte in zehn, zwanzig Jahren immer noch forschen!
00:27:03: Vielleicht sagt sie hat sie bis dahin den Kategorisator entwickelt der CO-Zweil wirklich verwandeln kann?
00:27:08: Vielleicht werden wir bald schon von ihr hören vielleicht steht Ihr Name bald auch mal auf dem Stieg.
00:27:16: Bei CO-Zooi haben wir jetzt viel gesprochen, aber um uns vor unserem Planeten zu retten, müssen wir mit anderen Feldern beschäftigen.
00:27:22: Neue Strategien und Verteidigungsideen entwickeln.
00:27:28: Joachim, warum geht es?
00:27:29: Wenn wir über die Frage nachdenken wie wir uns vor den Planeten retten wollen oder dem Planeten für uns, Warum geht das nicht nur um Umweltschutz sondern auch
00:27:37: um andere Fragen
00:27:39: Wie zum Beispiel die Frage der Energiegewinnung?
00:27:41: Ja weil Energie das zentrale Thema ist beim Klimaschutz in der Klimapolitik Energieproblem gelöst wird, die Abkehr von den fossilen Energien eine völlig neue Realität geschaffen wird.
00:27:55: Die es bis jetzt nicht gab etwas völlig Neues und zwar dass im globalen Maßstab Planetar quasi nur wenn das geschafft wird dann funktioniert überhaupt Klimaschutz.
00:28:05: Das heißt die Energie steht ganz in Zentrum dieser Debatten um den Klimaschutz und das merken wir ja auch national in unseren Debatten, um die Energiewende.
00:28:16: Und das geht genauso global in ökonomischen Debatten.
00:28:20: wenn zum Beispiel China die Welt jetzt versorgt mit Solarzellen, mit Windmühlen und Batterietechnologie und zwar zum Sportpreis dann ist es natürlich marktwirtschaftlich wichtig Ökonomisch weltbewegend also weltverändernd aber es ist vor allem auch für den Klimaschutz ein ganz entscheidender neuer Schritt der den Planeten völlig ändern wird.
00:28:43: Um das CO²-Problem der Welt zu lösen, braucht die Menschheit eine Sache sehr dringend – Energie.
00:28:48: Allein für die Rechenleistung, die für die Forschung in Anspruch genommen wird!
00:28:51: Großrechner verbrauchen Unmengen an Energie.
00:28:54: Mit der KI wird in kürzester Zeit immer mehr gerechnet werden.
00:28:57: Energie wurde über lange Zeit durch Verbrennungen gewonnen, Verbrennung erzeugt.
00:29:00: Treibhausgase, Treibausgase befreuen die globale Erwärmung – das weiß mittlerweile fast jeder!
00:29:05: Die Suche nach alternativen CO-neutralen oder zumindest CO-armen Wegen der Energiegewinnung beschäftigt die Forschung immer stärker schon auch deswegen damit sie weiter forschen
00:29:16: kann.".
00:29:18: Das Thema polarisiert Nicht nur bei den Grünen in Deutschland, sondern weltweit.
00:29:23: Ich treffe Steven Chou.
00:29:24: Das ist der fünfte Instint.
00:29:26: Luis Misuri geboren.
00:29:27: Sein Vater kam aus China studierte Chemieingenieurwesen am MIT.
00:29:30: Seine Mutter ist Wirtschaftswissenschaftlerin ebenfalls am MIT.
00:29:34: In der Familie galt Chou lange Zeit als Under-Achiever des schwarze Schafes der Akademikerfamilie.
00:29:39: Als Kind baute er trotz sich Raketen mit Geld, dass seine Eltern ihm für Schulessenmitgaben.
00:29:44: einen Sommer lang testete er mit seinem Freund die Bodenqualität der Nachbargärten und verkaufte die Ergebnisse.
00:29:49: In der achten Klasse brachte er sich Tennis bei nach eigenen Angaben, indem er ein Buch darüber laß.
00:30:23: Dr.
00:30:23: Stephen Chu ist ein mit dem Nobelpreis ausgezeichneter Physiker,
00:30:27: er hat an vorderster
00:30:28: Front daran mitgearbeitet neue und saubere Formen der Energiegewinnung in unserem Land zu entwickeln Als
00:30:36: Lehrer
00:30:37: und als Leiter.
00:30:38: Zuletzt hat er das Berkeley National Laboratory geleitet, um alternative und erneuerbare Energiequellen zu erschließen.
00:30:45: Steven ist bestens geeignet unser nächster Energieminister zu werden.
00:30:50: Denn wir machen sein Bestreben zum leitenden Ziel des Energieministeriums.
00:30:54: Wir erklären es zur nationalen Aufgabe.
00:30:57: Die Wissenschaftler in unseren nationalen Laboren werden eine herausragende Person aus ihren eigenen Reihen an ihrer Spitze haben.
00:31:05: Seine Ernennung soll allen ein Zeichen sein, dass meine Regierung die Wissenschaft schätzt!
00:31:11: Wir werden Entscheidungen auf der Grundlage von Fakten treffen und wir verstehen das Fakton.
00:31:16: entschlossenes Handeln
00:31:17: verlangen.".
00:31:22: Der
00:31:43: erste Schritt, den wir machen setzt neue Effizienzstandards für Leuchtmittel.
00:31:47: Ich weiß,
00:31:48: Glühbirnen
00:31:49: erscheinen möglicherweise nicht besonders aufregend.
00:31:52: Aber
00:31:52: diese einfache Maßnahme wird ein enormes Potenzial.
00:31:56: Denn sieben Prozent der in den USA verbrauchten Energie werden darauf verwendet unsere Wohnungen und Unternehmen
00:32:02: zu beleuchten.
00:32:05: Barack Obama und die Glühbürnen im Weißen Haus – Choo hat sie auf LED umgestellt!
00:32:10: Ich frage ihn ob Donald Trump immer noch seine
00:32:12: Glühbürne nutzt?
00:32:21: Wenn er sie
00:32:21: zurücktauscht hätte, würde mich das nicht überraschen.
00:32:24: Es geht ja in riesen Schritten rückwärts und das sogar gegen die rein wirtschaftlichen Interessen der Energie unternehmen.
00:32:29: Diese alten Kohlekraftwerke sind Verlustgeschäfte.
00:32:32: Trotzdem sagt er ihr müsst sie weiter betreiben Und wenn ihr Geld braucht
00:32:36: bekommt ihr Geld.
00:32:38: Choo erzählt, dass Trump Unternehmen Milliarden anbieten würde damit sie ihre Windräder abbauen.
00:32:43: Offshore-Windräder hast der ganz besonders
00:32:45: vermutlich
00:32:46: weil sich die Leute mit ihm auf dem Golfplatz entstören.
00:32:49: Choo findet das absurd erst einen anderen Präsidenten gewöhnt.
00:32:53: Ich frage nach kannte Obama ihn schon bevor er ihn berufen
00:32:56: hat?
00:32:59: Er kannte mich vorher nicht.
00:33:00: Er kante mich durch meinen Ruf als Wissenschaftler und er lernte mich näher kennen als ich da war Und er wusste, dass ich keine Entscheidung aufgrund politischer Erwägung treffen
00:33:09: würde.
00:33:12: Also ein Mann der der Wissenschaft wirklich vertraut hat!
00:33:21: Ich
00:33:21: frage Tchur, ob er es als persönliche Niederlage empfindet dass die neue amerikanische Regierung in Sachen Klimapolitik genau das Gegenteil zu seinen Maßnahmen tut.
00:33:31: Es ist ein Rückschlag.
00:33:33: ich nehme es nicht persönlich aber es ist ein rückschlag und ziemlich enttäuschend
00:33:38: Ein
00:33:38: Rückschritt?
00:33:39: Das schon.
00:33:40: Chou behauptet zumindest, dass er es nicht persönlich nimmt.
00:33:42: Ich frage Ihnen was er tun würde, wenn er heute noch einmal die Macht hätte?
00:33:45: Wenn er nochmal eine einzige Maßnahme durchsetzen könnte?
00:33:53: Das kommt darauf an, was Sie meinen!
00:33:56: Wenn ich uneingeschränkte Entscheidungsmacht hätte, würde ich das tun, wofür ich mich bereits eingesetzt habe als ich Energieminister war.
00:34:02: Europa
00:34:02: und die Vereinigten Staaten müssen ernsthafte Verpflichtungen eingehen, was den Anstieg der CO-Zweibmission betrifft.
00:34:09: Derzeit ist es bei vielen Technologien noch immer teurer, insbesondere in der Landwirtschaft und bei Flugzeugkraftstoffen.
00:34:15: Aber dann führt man Grenzausgleichsmaßnahmen ein.
00:34:18: Europa beginnt inzwischen
00:34:19: damit!
00:34:20: Denn wenn es für deren Industrie etwas mehr kostet, bestimmte Maßnahmen umzusetzen
00:34:23: –
00:34:24: ein anderes Land, dies aber nicht tult?
00:34:26: Dann sagt
00:34:26: man nun
00:34:27: ihr macht das nicht.
00:34:28: also können wir beispielsweise einen entsprechenden Zoll erheben.
00:34:32: So sollen vergleichbare Wettbewerbsbedingungen geschaffen werden.
00:34:36: Ich wollte das schon während der Obama-Regierung tun, aber einige Ökonomen auch aus Obamas Umfeld sagten dass Verstoße gegen die Regeln des Welthandels.
00:34:47: Dann stelle ich Ihnen die Frage diese ganze Folge antreibt Geht es darum den Planeten zu retten oder uns vor ihm?
00:35:00: Ein bisschen von Beidem.
00:35:02: Ich glaube, derzeit sehen wir allmählich die Auswirkungen extremer Wetterereignisse.
00:35:06: Hitze, Dürren und den Zusammenbruch der Landwirtschaft.
00:35:10: Klimabedingte Migration ist noch nicht der Hauptgrund für Migration.
00:35:14: Der größte Teil der Migration wird nach wie vor von politischer Instabilität verursacht.
00:35:19: Der Klimawandel wird aber zunehmend dazu beitragen.
00:35:23: Meine Beobachtung Wenn man sich in einem Land, in einer fragilen Wirtschaft befindet und es zwei Jahre lang Ernteausfälle gibt, ruiniert das die meisten
00:35:31: Landwirten.
00:35:32: Wenn sie ihre Existenzgrundlage verlieren werden sie arbeitslos.
00:35:36: Sie
00:35:37: ziehen in die Städte und geraten zunehmend in Verzweiflung Und wenn die Lage wirklich aussichtslos ist wollen sie ihre Heimat verlassen und an einen Ort gehen, an dem sie irgendwie leben können.
00:35:48: Das ist der andere Punkt den ich für wichtig halte.
00:35:50: In Westeuropa denkt man Oh Moment, jetzt können wir zeigen wie toll wir sind.
00:35:55: Wir können unsere Grenzen öffnen und solche Dinge.
00:35:58: Aber so einfach ist es nicht!
00:35:59: Die Menschen werden in verzweifelte Situationen geraten.
00:36:03: Deshalb liegt es im Interesse der reicheren Länder dafür zu sorgen dass die Entwicklungsländer politisch stabil bleiben und die Menschen dort überleben Denn wenn es irgendwo in der Welt zur Instabilität kommt breitet sie sich überall hin
00:36:19: aus.
00:36:22: Zum Schluss wählt Schuhe eine schlagende Analogie, um deutlich zu machen worum es bei der politischen Vermittlung von wissenschaftlichen Erkenntnissen gehen muss.
00:36:30: Wer eine bessere günstigere Technologie anbietet wird gehört.
00:36:34: Wer aber bestehende Interessen bedroht wer den Leuten sagt ihr müsst jetzt euer Geschäftsmittel aufgeben Der stößt sofort auf Widerstand.
00:36:41: True erzählt von der Zeit, als Henry Ford das Automobil massentauglich machen wollte.
00:36:46: Die kutschen Industrie war damals aufs Schärfste dagegen.
00:36:49: Malase mit einer gottlosen Geschwindigkeit von forty-fünf Kilometern pro Stunde durch die Gegend – mit einem Tank vollgetankt mit gefährlichem Sprengstoff!
00:36:57: Pferde dagegen würden nicht explodieren.
00:37:02: Der
00:37:02: Grund warum sich das Auto so schnell durchgesetzt hat ist vor allem in den Städten die Verschmutzung.
00:37:09: In New York City stand man damals knöcheltief in Pferdemist.
00:37:13: Man
00:37:13: konnte ihn sehen, man konnte ihn riechen und musste hindurchlaufen.
00:37:17: Und dann kam ein Fahrzeug das kein Mist auf der Straße hinterließt.
00:37:21: Das war
00:37:21: wunderbar!
00:37:24: Das war wunderbar – heute ist es anders.
00:37:27: Pferdemist sieht man CO² nicht.
00:37:29: Man riecht es nicht, man läuft nicht hindurch….
00:37:32: …und die schlimmsten Folgen kommen ja erst noch hoffentlich zu.
00:37:35: Wer aber ist dieses uns?
00:37:36: Der Klimawandel ist eine Generationenfrage.
00:37:39: Er betrifft vor allem die nachfolgenden Generationen, die jetzt geboren werden und noch in der Schule sitzen.
00:37:46: Die Politik, die wir heute machen oder eben nicht machen wird eine direkte Auswirkung auf ihr Leben haben.
00:37:53: Mittwoch Nachmittag bodenseige Nasium-Lindau.
00:37:55: Donna Strickland kommt heute hierher.
00:37:57: Sie hat aus dem Jahr den Physiknobelpreis
00:38:00: bekommen.
00:38:01: Aufgewachsen ist sie in Guelph, einer hundert- und dreißigtausend Einwohnerstadt in Kanada.
00:38:04: Bei ihren Nobelpreistiger Rede zitiert sie den Song von Cindy Loper Girls Just Wanna Have Fun.
00:38:12: Ihre Nobelpreis Erfindung erklärt sie so
00:38:18: Ich würde sagen ich habe einen Laserhammer gebaut.
00:38:20: Manchmal kommt es nur auf die Energie an Und manchmal darauf wie schnell die Energie eingebracht wird Genau wie beim Einschlagen eines Nagels in ein Stück Holz man kann mit aller Kraft drücken aber er geht nicht rein.
00:38:31: Schlägt man mit einem Hammer drauf, geht er rein.
00:38:33: Und genau das habe ich mit einem Laser
00:38:35: gebaut.".
00:38:38: Strickland ist eine energische Frau – sie redet schnell, lacht oft laut auf!
00:38:42: Wenn einer der Schülerinnen oder Schüler ihr eine etwas zu lange Frage stellt, dann unterbricht sie sie ungeduldig.
00:38:54: Einer der Schüler ist Leon, ne?
00:38:56: Er ist achtzehn Jahre alt und hat gerade seinen Abitur gemacht.
00:38:58: Er will unbedingt Luft- und Raumfahrttechnik studieren.
00:39:01: Und ist heute hier, um Donald Strickland ganz viele Fragen zu stellen.
00:39:05: Wie hat die berühmte Nobelpastrigerin auf ihn gewirkt?
00:39:08: Ich finde
00:39:08: einfach es schon
00:39:09: faszinierend!
00:39:09: Das ist immer wieder so ein bisschen Vorbildfindung kann man sagen... Man muss ja irgendwie wissen in welche Richtung soll's gehen und wenn man mehr Leute hört dann sieht man immer mehr so Richtungen die man überhaupt einschlagen kann.
00:39:22: Und gerade auch Weißheiten die man einfach mitnehmen kann ins Leben und ich find´s geil.
00:39:26: Geile Weißhalten Und so kann man den Linda-Spirit vielleicht auch mal zusammenfassen.
00:39:32: Nach dem Schulklassenbesuch frage ich Donna Strickland, ob ihr Laser auch etwas gegen den Klimawandel ausrichten kann?
00:39:42: Nun, mein Laser wird beim Klimawandel helfen.
00:39:44: Obwohl ich an der Universität ein neues Netzwerk für globale Umweltmessungen und Überwachungsleben gerufen habe?
00:39:50: Weil ich denke wir müssen auch mal outside the box denken!
00:39:53: Es ist nämlich so... Wir die wir an Technologien arbeiten lieben oft einfach unsere Technologie um der Technologie willen.
00:40:00: Wir sagen vielleicht, wir hätten einen Umweltgrund dafür oder irgendeinen anderen Anlass.
00:40:04: Aber meistens geht es eben doch vor allem um die Technologie und dann wenn wir gezeigt haben dass sie funktioniert stellen wir sie ins Regal und mache mit der nächsten weiter.
00:40:20: Was wir mit diesem neuen Netzwerk erreichen wollen, ist die Umweltwissenschaftler und die Leute, die tatsächlich Sensoren entwickeln zusammenzubringen.
00:40:27: Ein Beispiel während Covid haben wir einen Treffen auf Zoom gemacht und ein Chemiker sagte oh ich habe jetzt eine Methode, die man in den Great Lakes einsetzen kann um Flur Chromverbindungen zu messen.
00:40:37: Und jemand aus dem Umweltbereich sagte das es prima aber uns wäre sechswertiges Chrom wichtiger als dreivertiges weil Chrom-Sex viel giftiger ist.
00:40:45: könntest du das messen?
00:40:47: Ein paar Jahre später sehe ich ihn wieder und frage, hast du das jemals gemacht?
00:40:50: Und er sagt ja hab' ich.
00:40:51: Und hast Du es dem Umweltwissenschaftler gesagt der das gebraucht hat?
00:40:54: Und Er?
00:40:55: Nein!
00:40:55: Ich habe vergessen wer das
00:40:59: war.
00:41:05: Iben unsere Technologien um der Technologie Willen warnt Donner Strickland.
00:41:09: Der Mensch ist ein verführbares Wesen, er lässt sich von neuen Technologieren leicht in Besitz nehmen und denkt dabei, er besitzt sie.
00:41:17: Das ist bei der Laser-Technologie vielleicht keine große Sache, aber bei dem was uns in der nächsten Folge beschäftigen wird könnte dieses Verhalten gewaltige möglicherweise sogar gewalttätige Konsequenzen haben.
00:41:27: Es könnte um nicht weniger gehen als eine Frage die der Physik-Novellpreisträger Hannes Alvén bei der Linderwartage neunzehntsechsiebzig so formuliert hat.
00:41:37: Wird der Mensch dazu fähig sein seinem Verstand, gehören und genügend Initiative
00:42:07: Angst, dass der Mensch den Gebrauch seines Verstandes verlieren könnte.
00:42:11: Also praktisch die Umkehrung des Kanschen Imperativs.
00:42:14: Wo stehen wir?
00:42:15: Vor allem
00:42:15: mit dem Blick auf die künstliche Intelligenz, die uns ja so viel abzunehmen droht.
00:42:19: Was meinst du Joachim?
00:42:21: Wird der Menschheit in den nächsten fünf, zehn, zwanzig Jahren dümmer werden
00:42:25: durch KI?
00:42:25: Na ganz im Gegenteil.
00:42:26: ich glaube dass die Menschheit wird davon profitieren und die Wissenschaft werde auch extrem davon profitiert wenn du siehst was wir mit dem menschlichen Verstand in denen fünftig sechzig Jahre bis jetzt erreicht haben.
00:42:40: also wir haben iPhone Wir haben Lithium Batterien Die Windenergie und wir haben letztlich eben auch die KI auf dem Stand, den wir heute kennen.
00:42:49: Große Sprachmodelle Das ist alles noch mit menschlichen Verstand.
00:42:52: Jetzt wird das noch beschleunigt durch die Künste Intelligenz.
00:42:55: Ich glaube die Menschheit wird nicht dümmer!
00:42:58: Das mensche Gehirn wird sich noch effektiver mithilfe der KI Dinge ausdenken können, die es bis dahin... ...die wir uns heute gar nicht vorstellen können.
00:43:11: Also auch zur Lösung großer Fragen.
00:43:14: Auch natürlich zur Entwicklung von Kriegswaffen, zur Entwicklung schädlicher Technologien – aber wir werden viele Lösungen finden!
00:43:45: Koordination und Recherche,
00:43:46: Max Stangen Aufnahmmusik
00:43:49: Sounddesign Niklas Kleber Schnitt Kevin Greml und David Rucklacher Pramotogi und Regie Michael Götz.
00:43:57: Besonderer Dank geht an Dögelchart Thomas Guber Daniela Thiel Und das Koratorium für die Lindauer Nobelprästin der Tagung sowie an das Museum Karatzen in Lindau.
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