F.A.Z. Frühdenker Weekend • Die großen Fragen der Menschheit: Sind wir zum Krieg verdammt?

Shownotes

Die Nobelpreise werden für Entdeckungen und geistige Leistungen verliehen, die der Menschheit den größten Nutzen gebracht haben. Ob eine wissenschaftliche Innovation der Menschheit aber wirklich Gutes bringt, liegt daran, wie sie eingesetzt wird: Als im August 1945 die beiden amerikanische Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki fallen, weiß der deutsche Chemiker Otto Hahn, dass seine Forschung die Grundlage dafür geschaffen hat. Gemeinsam mit Fritz Straßmann und Lise Meitner hatte er die Uran-Spaltung entdeckt.

Zehn Jahre später initiiert Otto Hahn – mit Max Born und Werner Heisenberg – die erste große Erklärung von Wissenschaftlern gegen den Einsatz von Atomwaffen. Verlesen wird sie auf der Bodensee-Insel Mainau, im Schlossgarten des Grafen Bernadotte, wo traditionell der Abschluss der Lindauer Tagung stattfindet. Lindau ist seitdem ein Ort, an dem sich Naturwissenschaftler über die Chancen und Gefahren ihrer Forschung austauschen, Appelle formulieren und das Gespräch mit der Politik suchen.

Unter dem Stichwort „Dual Use“ ist die Ambivalenz der wissenschaftlichen Forschung mittlerweile zu einem zentralen Thema geworden. Was zum Wohl der Menschheit dient, kann auch gegen sie verwendet werden. Es sind aber heute nicht mehr nur die Menschen selbst, von der eine Gefahr ausgeht, sondern auch die von Ihnen entwickelte Denkmaschine, die Künstliche Intelligenz.

Doch nicht nur Wissenschaftler, auch Friedensnobelpreisträger waren immer wieder in Lindau, haben Impulse gesetzt und die Wissenschaft in die Pflicht genommen. Albert Schweitzer (1954) und Willy Brandt (1972) zum Beispiel. Zum 75. Jubiläum der Tagung waren mehrere Kämpfer für den Frieden vor Ort.

In dieser Folge sind drei von Ihnen zu hören: Der belarussische Menschenrechtsaktivist Ales Bjaljatzki, der von seiner Zeit im Gefängnis erzählt. Der ehemalige EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso, der den Preis stellvertretend für alle EU-Bürger entgegen genommen hat, und die politische Bedeutung des Einzelnen betont. Und David Beasley, der ehemalige Direktor des World Food Programme, dem es sogar gelungen ist, von US-Präsident Donald Trump Rekordsummen für das WFP einzuwerben.

Außerdem spricht Simon Strauß mit der jungen nigerianischen Bioingenieurin Moyinoluwa Akintunde. Die Nachwuchswissenschaftlerin forscht dazu, wie Bakterien dabei helfen können, die Plastikverschmutzung zu bewältigen. Und sie hat eine klare Meinung dazu, wie ihr von inneren Konflikten zerrissenes Heimatland zu Frieden finden kann.

Nicht auf alle großen Fragen der Menschheit gibt uns die Wissenschaft eine Antwort. Manchmal braucht es außer Kreativität und einem scharfen Verstand auch Mut und Verhandlungsgeschick, um die Fragen der Zeit angemessen zu beantworten.

Diese Sommerserie entstand in Kooperation mit Lindau Nobel Laureate Meetings.

Host: [Simon Strauß]

Co-Host: Joachim Müller-Jung

Produktion: Co-Autoren & Redaktion: Pia Heinemann, Piotr Heller und Andreas Krobok Koordination & Recherche: Max Stange Aufnahmen, Musik & Sounddesign: Niklas Kleber Schnitt: Kevin Gremmel, David Brucklacher Dramaturgie & Regie: Michael Götz Voiceover: Kevin Gremmel, Michael Götz, Felix Hofmann, Andreas Krobok, Kati Schneider

Besonderer Dank geht an Birgit Schardt, Thomas Gruber, Daniela Thiel und das Kuratorium für die Lindauer Nobelpreisträgertagungen sowie an das Museum Cavazzen in Lindau


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Quellen

Nobelpreis-Seite Ales Bjaljatski](https://www.nobelprize.org/prizes/peace/2022/bialiatski/facts/))

[Nobelpreis-Seite Europäische Union (José Manuel Barroso (https://www.nobelprize.org/prizes/peace/2012/eu/facts/)

Nobelpreis-Seite Welternährungsprogramm (David Beasley)

Website der Mainau Declarations](http://mainaudeclaration.org/about))

Mainau Declaration gegen Atomwaffen 2024](https://www.lindau-nobel.org/mainau-declaration-2024/))

[Bekräftigung der Mainau Declaration 2024 (2026)] (https://www.lindau-nobel.org/wp-content/uploads/2026/07/Appeal_Nuclear_Disarmament.pdf))

[Bekräftigung der Mainau Declaration 2024 (2026)] (https://www.mediatheque.lindau-nobel.org/recordings/43066))

[Follow-up on Mainau Declaration 2024: The Threat of Nuclear War (2026)] (https://www.mediatheque.lindau-nobel.org/recordings/43066))

Young Scientists’ Ideas to Foster Awareness for the Threat of Nuclear War (2026)

Lindau Nobel Peace Dialogue (2026)](https://www.mediatheque.lindau-nobel.org/recordings/43086))

Außerdem:

Bericht von Werner Heisenberg über das nächtliche Orgelspiel von Albert Schweitzer (Autograph), in: Rundbrief für den Freundeskreis von Albert Schweitzer Nr. 40, 1975, S. 48, freundlicherweise bereitgestellt vom Deutschen Albert-Schweitzer-Zentrum


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Transkript anzeigen

00:00:03: Sonntagmorgen, ein Café?

00:00:05: Ein bisschen Zeit für die großen Fragen.

00:00:07: Genau die stellt sich diese Folge!

00:00:10: Sind wir zum Krieg

00:00:10: verdammt?!

00:00:12: Wem nutzt er und wer kann eigentlich Frieden schaffen?

00:00:16: Simon Strauß nimmt sie mit nach Lindau am Bodensee wo sich Nobelpreisträger- und junger Forschungsnachwuchs treffen – und spricht dort mit dem belarussischen Menschenrechtsaktivisten Ales Bialjatsky mit dem früheren EU-Kommissionspräsidenten José Manuel Barroso Mit dem einstigen Welternährungsprogrammchef David Beasley und mit der nigerianischen Bioingenieurin Mojino Luba Akintunde.

00:00:40: Diese Folge aus dem FAZ-Podcast für Deutschland war vergangene Woche die meist gehörte – und sie merken gleich, warum!

00:00:47: Wir nehmen uns Zeit für spannende Einblicke und Begegnungen, die man so selten erlebt.

00:00:57: Anne de

00:00:57: Lindauer Tagung treffe ich mich mit José

00:01:00: Manuel Barroso.

00:01:01: Zehn Jahre lang war er das bekanntste Gesicht Europas.

00:01:04: Von dem Jahr vier bis vierzehnt war Präsident der Europäischen Kommission und seine Amtszeit fällt unter anderem die EU-Erweiterung, der Vertrag von Lissabon und die Bewältigung der Finanz- und Eurokrise.

00:01:17: nach seinem Ausscheiden sorgte sein Wechsel zur Investmentbank Goldman Sachs für Aufsehen und einige Kritik.

00:01:25: heute sitzt mir ein Mann gegenüber, dem man die Last der Erfahrung irgendwie anmerkt und der überraschenderweise einen literarisch geprägten Blick auf die Weltlage hat.

00:01:35: Gleich zu

00:01:35: Beginn zitiert er den russischen Schriftsteller Dostoyevsky.

00:01:42: In Dr.

00:01:42: Japskis, die Brüder

00:01:43: Karamazov, gibt es eine Figur,

00:01:45: die sagt,

00:01:45: mein Vater

00:01:46: mochte die Menschheit

00:01:47: im Allgemeinen

00:01:48: aber er hasste jeden einzelnen

00:01:50: Menschen in Besondern und ich denke

00:01:52: das zeigt uns worauf es heute

00:01:54: ankommt

00:01:54: nämlich dass wir keine Liebe zur Menschheit

00:01:56: immer allgemein brauchen sondern liebe zu den einzelnen

00:01:59: menschen.

00:02:02: tatsächlich sieht Barroso die einzige Lösung für die Probleme unserer Welt in der Konzentration auf das Einzelne Individuum.

00:02:11: Es ist ganz klar.

00:02:12: Angesichts des derzeitigen polarisierten, fragmentierten und instabilen globalen Systems angesichts des

00:02:19: Zusammenbruchs

00:02:20: der multilateralen

00:02:21: Ordnung werden wir

00:02:22: keine großen Fortschritte erzielen

00:02:24: wenn wir weiterhin in Kategorien wie Regierungen.

00:02:30: Wir müssen den Fokus auf

00:02:31: die Menschen richten, auf konkrete Menschen.

00:02:33: Nicht auf ein

00:02:34: abstraktes statistisches Konzept

00:02:35: der Menschheit

00:02:36: sondern auf jeden

00:02:37: Einzelnen insbesondere auf die Kinder.

00:02:39: Darauf kommt es an!

00:02:45: Der Menschheit sagt will betrügen.

00:02:47: dieser berühmte Ausspruch des umstrittenen Staatsrechtler Karl Schmidt ist inzwischen zu einem Kalenderspruch für all jene Verkommen reflexhaft ablehnen.

00:02:58: Schmidt argumentiert ursprünglich, dass Staaten die im Namen der Menschheit handeln sich oft nur als Vertreter universeller Werte geben tatsächlich aber eigene politische Interessen verfolgen.

00:03:09: Barroso greift diesen Gedanken auf und verweist auf die Bedeutung der individuellen Menschenwürde.

00:03:15: Frieden schafft man nicht durch Liebeserklärungen an die gesamte Menschheit

00:03:18: sondern

00:03:18: so Barroso nur durch den Einsatz für das Schicksal Einzelner.

00:03:23: Einsatz für Menschen wie Jaljacki Das stimmt, Zweifelzone.

00:03:28: Aber ist das immer nur so?

00:03:30: Oder braucht es mitunter nicht doch auch die Sorge um unsere Spezies als Ganzes, um Friedensstiften zu wirken?

00:03:36: Denken wir zum Beispiel an die Abrüstung und Abwendungen der Nuklearenbedrohung aber denken wir auch an was wir der künstlichen Intelligenz jetzt werden entgegensetzen müssen, um Menschheit im Ganzen

00:03:48: zu

00:03:48: bestehen.

00:03:49: Die Frage nach Krieg und Frieden beschäftigt die Lindauer Nobelpreisträger-Tagung von Beginn

00:03:53: an.

00:03:59: Am anderen Ende des Bodensees liegt die Insel Mainau.

00:04:03: Der Sitz des Grafen Dana Dott, jemen

00:04:05: schwedischen Adligen der bei der

00:04:06: Gründung der Tagung so eine wichtige Rolle gespielt hat.

00:04:10: Dort in Mainau geht die Nobelpreisträger-Tagung traditionell zu Ende.

00:04:15: Achtzehn Nobelpräisträgern unterschreiben an diesem Juli-Tage ein Dokument.

00:04:19: Die Idee eine gemeinsame Erklärung abzugeben

00:04:22: kommt während

00:04:23: der Tagungen in Lindau auf.

00:04:25: Initiiert wird sie offenbar von den deutschen Atomforschern

00:04:28: Max Born

00:04:28: und Otto Hahn.

00:04:30: Ihr gemeinsamer Text passt auf eine einzige Dienervierseite, beinhaltet nur eine einzige eindringliche Warnung – eine Warnungen vor dem drohenden Atomkrieg!

00:04:42: Der Schlusssatz lautet «Alle Nationen müssen jetzt zu der Entscheidung kommen freiwillig auf die Gewalt als letztes Mittel der Politik zu verzichten.».

00:04:51: Erstunterzeichner, darunter Otto Hahn, Max Born, Berner Heisenberg.

00:04:56: Innerhalb eines Jahres wächst die Zahl auf

00:04:58: Zweiundfünfzig.".

00:05:00: Die Reaktion der Weltpolitik?

00:05:02: Schweigen!

00:05:03: Keine Konsequenzen.

00:05:04: Kein Nuklearwaffenbahn.

00:05:07: Doch markiert hier meiner Deklaration den Ursprung der Friedensbewegungen.

00:05:11: Sie hat

00:05:11: den Grundstein

00:05:12: für die Abrüstungspolitik gelegt – ein Grundstein mit einem besonderen symbolischen Gewicht Denn die gleichen Wissenschaftler, die Atomwaffen mit ihren Theorien und ihrer Forschung überhaupt erst möglich gemacht haben, fordern jetzt dazu auf diese Technologie zu verdammen.

00:05:29: Wie kam es dazu?

00:05:30: Was hat diese Männer bewogen diesen Schritt zu

00:05:32: tun?

00:05:33: In dieser Frage zu beantworten müssen wir noch ein paar Jahre zurückgehen.

00:05:37: Hören wir in einen Vortrag den der Chemiker Otto Hahn – mit Fritz Strassmann und Lise Meitner – Entdecker der Kernspaltung, welcher in Linndau gehalten

00:05:46: hat.

00:05:47: Und wir hätten es weder geglaubt noch hätten wir es gewünscht, dass diese Ergebnisse dabei herauskämen.

00:05:54: Nämlich das die nutzbar Machung der Spaltenergie der Atomkerne schon nach wenigen Jahren eine so drastischen Beweis

00:06:03: ihre

00:06:03: Durchführbarkeit erbringen würden wie es die Atombomben in Nagasaki und Hiroshima gezeigt haben.

00:06:11: Ich glaube, dass heute alle Menschen und alle Völker, die guten Willen sind Doch die Hoffnung haben,

00:06:19: dass die segensbringenden

00:06:20: Wirkungen der in der gesteuerten Maschine geregelten Kernenergie den Sieg davontragen möge über die Schrecken der zur Zerstörung führenden ungesteuerten Reaktionen, die zu den Bomben führen.

00:06:43: Und

00:06:56: jetzt

00:06:56: hier darf ich ein

00:06:57: bisschen

00:06:57: ruhig schaffen.

00:06:58: Das ist für mich die wahre Erholung, wenn ich ruhig schaffe, was ich in Afrika ja nicht kann.

00:07:05: Da bin ich durch den Betrieb im Spital und alles eingenommen und da kann ich nur so nebenbei schaffen

00:07:11: in der Nacht

00:07:12: stunden.

00:07:12: Aber wenn ich so aufsehe, darf ich jetzt in Europa und mir sagen nachher setze ich mich gleich an die Arbeit.

00:07:19: Das ist für mich das helleste Ruhm hier.

00:07:22: Ja!

00:07:22: Das ist die Stimme von Albert Schweitzer.

00:07:24: Er ist der erste Friedensnobelpreis-Trigger, der an der Lindauer Tagung teilnimmt.

00:07:29: Wer war dieser heute weltberühmte Mann?

00:07:32: Schweizer wird achtzeitfünfundsiebzig im älsäßischen Kaisersberg geboren studiert Philosophie und Theologie in Straßburg verfasst eine viel beachtete Bachbiografie und wird Professor für Theologie.

00:07:45: Mit dreißig hängt er dann seine Universitätslaufbahn an den Nagel, und studiert Medizin.

00:07:50: Dann geht er mit seiner Frau Helene nach Afrika ins heutige Gabun und baut dort ein Krankenhaus

00:07:55: auf.

00:07:56: Sein Hauptaugenmerk

00:07:57: gilt fortan der Behandlung von Libra-Kranken.

00:08:00: Als er zwanzigfünfzig bekommt er den Friedensnobellpreis dann allerdings für seinen Einsatz gegen das Atomache Wettrüsten.

00:08:07: In seiner Nobelpreisrede warnt er eindringlich vor der Gefahr eines Atomkriegs.

00:08:12: Wenige Monate zuvor ist er in Lindau, was er dort sagt hat große Folgen.

00:08:18: Werner Heisenberg einer der bedeutendsten Physiker des zwanziger Hunderts überdenkt die humanitäre Seite der Wissenschaft.

00:08:27: Zwei

00:08:27: sehr unterschiedliche Männer Der Urwaldarzt und einer der Kväter der Quantenmechanik.

00:08:33: Vielleicht ist das der eigentliche Geist von Lindau dass hier Begegnungen möglich werden Die sonst nicht stattfinden würden.

00:08:40: Eisenberg wird später noch von einem sehr besonderen Abend mit Albert Schweitzer in Lindau berichten.

00:08:59: In den leider nur seltenen Begegnungen mit Albert-Schweizer ist mir ein nächtliches Treffen in einer alten Barockkirche der Stadt am deutlichsten im Gedächtnis geblieben.

00:09:08: Wir waren damals alle etwas ermüdet, von den Vorträgen Gesprächen und Diskussionen der Lindauer Tagung.

00:09:13: Albert Schweizer hatte sich erbotenen einigen wenigen von uns noch spät

00:09:17: abends auf

00:09:17: der Orgel der Stiftskirchen Bach vorzuspielen vertiefte sich dabei liebevoll in die ihm so vertrauten Einzelheiten dieser Kunstgebilde.

00:09:27: Uns wurde dabei

00:09:28: unmittelbar

00:09:29: deutlich, dass seine Sorgfalt im Eingehen auf

00:09:32: die Bachsche Musik

00:09:33: und seine Sorgefalte im

00:09:35: Umgang mit Menschen

00:09:36: der gleichen Wurzeln entsprang.

00:09:39: Ob es nun

00:09:40: die Barsche Orgelmusik

00:09:41: war oder schweizerseindringliche Worte zuvor zum möglichen Atomkrieg In jedem Fall führt sein Aufenthalt in Lindau zu einer Erkenntnis Nicht nur Politik nicht nur Gesellschaft hat sich schuldig gemacht, sondern auch die Wissenschaft.

00:09:55: Sie hat eben nicht nur eine humanitäre, sie hat doch eine sehr düstere

00:10:00: Todbringenseite.".

00:10:02: Das Gefühl das Heisenberg und die

00:10:04: anderen seitdem

00:10:04: haben lautet wir müssen die Geister, die wir riefen irgendwie wieder loswerden.

00:10:10: Dieses Gefühl verfolgt manche Nobelpreisträger in Lindau Bis heute.

00:10:21: Ich möchte erwähnen,

00:10:22: dass es kürzlich Simulationen gab bei denen zwei KI-Systeme gegeneinander Krieg führten.

00:10:27: Sie hatten verschiedene Möglichkeiten auf die jeweils andere Seite zu antworten.

00:10:31: In fast allen diesen Simulation wurde sehr schnell auch die nukleare Aktion bedient.

00:10:36: Es gab offenbar von Seiten der KI keine

00:10:39: Bedenken.

00:10:40: Schon die Idee,

00:10:41: sich um etwas zu sorgen hat für die KI ja gar keinen Sinn.

00:10:45: Wir bekommen ein sehr

00:10:46: ernstes Problem wenn man der KI erlaubt über Atomwaffen zu verfügen.

00:10:54: Das ist William Murner Ein amerikanischer Physiker und Chemiker Der den Nobelpreis für die Entwicklung super auflösender Lichtmikroskopie bekommen hat einer für die biologie revolutionäre Erfindung.

00:11:06: Aber hier auf dem Panel geht es um etwas anderes.

00:11:09: Hier

00:11:09: warnt er in Nachfolge von Heisenberg eindringlich vor einer sich verschärfenden Nuklearenbedrohung, insbesondere Verbindung mit den neuartigen Möglichkeiten der künstlichen Intelligenz.

00:11:20: Niemals dürften ihr Entscheidungen über den Einsatz nuklearer Waffen überlassen werden.

00:11:25: Morna

00:11:25: warnt eindränglich davor und verweist auf Simulationen, in denen zwei KI-Systeme miteinander Krieg führten – und ziemlich schnell bis zum Einsatz von Atomwaffen eskalierten!

00:11:36: Im Saal sitzen über sixhundert Nachwuchswissenschaftler aus achtundachtzig Ländern.

00:11:40: Auch

00:11:40: acht von neun Atommächten sind vertreten, nur Nordkorea fehlt!

00:11:46: Aber was kann die Wissenschaft

00:11:47: tun außer

00:11:47: Appelle zu formulieren?

00:11:49: Das

00:11:49: junge Publikum wird aufgefordert sich darüber Gedanken zu machen und Vorschläge einzureichen.

00:11:54: Einer hat es in sich.

00:11:59: Es gab den Vorschlag, ich werde nicht sagen von wem, dass unsere Freunde aus der Biologie sich zusammentun um genetisch modifizierte Ratten zu züchten die wir dann aussetzen.

00:12:08: Ratten, die durch die genetische Modifikation in der Lage sind radioaktives Material zu verdauen und die lassen wir einfach die Arbeit für uns tun.

00:12:22: Das ist doch mal eine grandiose Idee mutierte Rattenzüchten, die radioaktives Material verdauen können und so unschädlich machen.

00:12:31: Was nur

00:12:32: werden die Tierschützer dazu sagen!

00:12:34: Von der Mainau-Deklaration vor siebzig Jahren bis zu diesem Panel im Juli, heute die Angst vor einem Atomkrieg lässt Lindau

00:12:43: nicht los.

00:12:44: Es ist als ob diese Nobelpreistiger immer noch mit der Schuld ihrer Vorfahren ringen nach Möglichkeiten einer moralischen Wiedergutmachung suchen.

00:12:51: Ist das so?

00:12:52: oder warum verwandeln sich die Nobelpreisträger?

00:12:55: treffen?

00:12:55: Immer wieder zum Forum des mahnenden Weltgewissens.

00:12:59: Warum ist das so,

00:13:00: Joachim?"?

00:13:01: Weil sie natürlich hier zusammensetzen und darüber

00:13:04: sprechen –

00:13:05: und zwar mit jungen Leuten auch!

00:13:08: Und junge Leute drängen

00:13:11: andere

00:13:11: Probleme, also aktuelle Probleme, mit denen sich auch Wissenschaftler, auch Nobelpreissträger dann, die vielleicht lange aus dem Geschäft raus sind beschäftigen müssen.

00:13:20: Für Sie Eine Demonstration, dass sie immer noch sich Gedanken machen.

00:13:25: Was ihre Entdeckung, ihre Erfindung, was auch immer bedeutet für die Welt?

00:13:31: Der Nobelpreis wird ja für eine nützliche Erkenntnis vergeben und das ist natürlich schon in diesen Nobelpreisträgern, da spürt man in den Gesprächen sehr wohl!

00:13:40: Ist natürlich schon an den Köpfen auch drin.

00:13:43: Sie spüren diese Verantwortung.

00:13:45: Insbesondere geht es eben um diese Frage Abrüstung, Nukleare.

00:13:49: Deeskalationen wenn man so will Atomkrieg.

00:13:52: Ich habe mich bei den Panel-Freunden jetzt aber gefragt Meine ist das nicht ein bisschen anakronistisch wie hier drüber diskutiert wird?

00:13:57: Wir leben ja in Zeiten der Aufrüstungsäuphorie könnte man sagen.

00:14:01: Das Defense High hat da sehr viele europäische Staaten jetzt auch ergriffen

00:14:06: Die viel

00:14:06: beschworene Kriegszüchtigkeit des aller Orten.

00:14:08: Also ist es nicht auch so eine Retro Wunsch alter weißbärtiger Männer die wir da gerade miterlebt haben?

00:14:17: Ja,

00:14:18: das ist sicher so.

00:14:19: Weil es natürlich die Realpolitik, das diplomatische Geschäft ... Das ist ja nicht ihres!

00:14:25: Die haben natürlich Ideale an denen sie festhalten wollen.

00:14:29: und diese Ideale, da gehört das Manifest von Nr.

00:14:32: neunzehntfünfzig dazu dass man eben keinen Atomkrieg will, dass man keine Massenvernichtung will.

00:14:38: dieses Dieses große Szenario einer Massenvernichtung, das ist das was Wissenschaftlern auch immer in den Knochen steckt.

00:14:46: Weil sie viele Erfindungen aus der Wissenschaft haben diesen Charakter möglicherweise seit der Kernspaltung im Prinzip, möglicherweise eine Massenvernichtungsphase, möglichweise große Schäden die es anrichten wenn du so willst.

00:15:00: sogar beim Klimawandel ist es so dass man weiß man hat Technologien auch hervorgebracht mit Hilfe von Nobelpreis gekrönten Technologien, die dann am Ende einen negativen Charakter

00:15:14: und

00:15:14: einen echten Schaden

00:15:15: anrichten.

00:15:16: Die Idee der Abrüstung hat viel für sich.

00:15:18: Der würde sich intuitiv gegen den Sinn einer Entwaffnung der Welt aussprechen.

00:15:23: Schon beim Einzelmenschen sehen wir beispielsweise mit Blick auf die vielen Shootings- und schrecklichen Amokläufe in Amerika zu welchem Missbrauch der individuelle Waffenbesitz führt.

00:15:33: Wozu führt das denn erst bei Staaten?

00:15:36: Aber... Die weniger populäre Idee der Aufrüstung hat ebenfalls etwas für sich.

00:15:41: Die Einschüchterung des Gegners verhindert den Ausbruch des Krieges, die psychologische Wirkkraft der Abschreckungen ist ein durch das relevante Faktor bei der Sicherung internationaler

00:15:51: Ordnung.".

00:15:52: Das sahen auch die Wissenschaftler in Lindau schon so.

00:15:55: Was eritet fünfundfünfzig heißt es in ihrer Erklärung.

00:15:57: Zitat wir leugnen nicht dass vielleicht heute der Friede gerade durch die Furcht vor diesen tödlichen Waffen aufrecht erhalten wird.

00:16:04: trotzdem halten wir es für eine Selbsttäuschung, wenn Regierung glauben sollten.

00:16:08: Sie könnten auf lange Zeit gerade durch die Angst vor diesen Waffen den Krieg vermeiden.

00:16:13: Angst und Spannungen haben so oft Krieg

00:16:15: erzeugt.".

00:16:17: In Linder werden die Jungen von den alten Wissenschaftlern nicht nur in Sachen Forschungsalpha- und akademischen Wettbewerb geschult – sie machen ihnen auch vor wie man sich als Verantwortungsträger als Weltgewissen inszeniert!

00:16:29: Sie mischen ein bisschen Pathos in ihre sonst so nüchterne Sprache und suggerieren, es gibt Themen zu denen die Wissenschaft nicht schweigen darf.

00:16:38: Das entspricht dem jugendlichen Widerstandsinteressierten Geist der Nachwuchswissenschaft dadurch aus.

00:16:44: aber es kann sie auch überfordern denn was qualifiziert den Quantenphysiker eigentlich dazu sich zur Weltlage zu äußern?

00:16:51: Was kann der Neuro-Wissenschaftler beitragen wenn es um Demokratieprobleme geht?

00:16:56: Ehrlich gesagt, wahrscheinlich nicht viel mehr als jeder einzelne von uns.

00:17:00: Und doch verleiht die Autorität des Nobelpreises eben mitunter zur Meinungsäußerung jenseits der fachlichen Expertise.

00:17:08: Die Frage ob Wissenschaft schweigen darf stellt sich nicht nur im Hinblick auf die moralpolitischen Großthemen Sie stellt sich zum Beispiel auch mit Blick auf die konkreten Bekämpfungen von Kriegsursachen Zum Beispiel beim Thema Klimawandel bei der Förderung des gesundheitlichen Zustands der Gesellschaft und eben auch der Nahrungssicherheit.

00:17:27: Unter

00:17:27: anderem über dieses

00:17:28: Thema spreche ich mit einer jungen Forscherin aus

00:17:31: Nigeria,

00:17:32: Moyinoluva Akintunde.

00:17:34: In den Jahren ist sie mit einem Humboldt-Stipendium nach Deutschland gekommen und forscht gerade an der Hochschule

00:17:40: Ahlen.

00:17:41: Ihre bisherige Forschungslaufbahn hat sie in Nigeria bestritten vom Studium bis zur Promotion.

00:17:47: Sie ist

00:17:48: Mikrobiologin

00:17:49: – ihr Lieblingsthema Bakterien.

00:17:52: Sie selbst nennt sich eine Bakterianinfluencerin.

00:18:04: Meine Forschung als Mikrobiologin ist darüber, wie wir Mikroorganismen einsetzen können um das Leben besser zu machen.

00:18:10: Derzeit setze ich Mikro-Organismen ein, um etwas gegen Plastikmüll zu unternehmen.

00:18:14: Das is die einfachste Art in der ich es sagen kann Die Benutzung von Mikro Organismen und den von ihnen produzierten Stoffen.

00:18:25: Mikroorganismen sind nicht nur schlecht.

00:18:27: Mikroben haben eine Wirkung, sie werden eine Menge Probleme lösen.

00:18:30: Ich sehe in ihnen eine Lösung für viele globale Probleme und Herausforderungen Weil sich Stoffe hervorbringen die die Bodenqualität und das Pflanzenwachstum verbessern.

00:18:39: Die Frage ist wie wir sie einsetzen können oder wie wir Sie noch besser machen können indem was sie tun.

00:18:47: Wie treffen uns am Seeufer?

00:18:49: Ein leichter Wind tut so als könnte er die drückende Hitze vertreiben.

00:18:53: Mojonoluva ist eine selbstbewusste junge Frau, die weiß was sie kann.

00:18:58: Eine Spitzenforscherin dazu Mutter einer Tochter.

00:19:01: Sie

00:19:01: bestimmt wann wir weiterlaufen und wann wir stehen bleiben Und wenn sie lacht muss man sofort mitlachen.

00:19:08: Mojonuva forscht an einem Weg um Plastik von Mikroorganismen zersetzen zu lassen.

00:19:14: Aber

00:19:15: die Bakterienforschung ist nicht alles für sie.

00:19:17: das merkt man sehr schnell.

00:19:19: Mit leuchtenden Augen spricht sie Kampfes lustig über die Veränderung, die ihr Heimatland gerade nötig hat um Frieden zu finden.

00:19:26: Ein Land geprägt von religiösen und ethnischen Konflikten.

00:19:30: Und ein Land in dem die Mittelschicht erodiert, die Wirtschaft stagniert... ...und viele junge Menschen ans Weg gehen

00:19:36: denken!

00:19:40: Es gibt da eine weite Kluft.

00:19:42: Damals hatten wir eine Unterschicht, eine Mittelschicht und eine Oberschicht.

00:19:45: Heute sieht es danach aus dass die Mittelsschicht verschwindet.

00:19:48: Die Wirtschaft ist angeschlagen.

00:19:50: Die Regierung scheint zu sagen das sie daran arbeitet aber ich denke es gibt diese Ungleichheit zwischen den Klassen.

00:19:56: Viele Menschen können sich kaum ihre täglichen Mahlzeiten im Schule und Bildung leisten Und das ist ein großes Problem.

00:20:05: Diese junge Frau hat etwas vor.

00:20:07: Sie will es verändern.

00:20:09: Wenn sie über Politik spricht, dann hat man für einen Moment das Gefühl hier spreche eine zukünftige

00:20:15: Politikerin.".

00:20:19: Ich denke, dass Frieden in Nigeria möglich ist.

00:20:21: Wir haben über viele Jahre coexistiert trotz der verschiedenen Volksgruppe.

00:20:25: Es wäre schwierig wenn sich Nigeria aufteilen würde weil unsere Gesellschaft so stark durchmischt ist.

00:20:31: Frieden In Nigeria ist möglich

00:20:32: aber ja

00:20:33: es braucht einen bewussten Willen und große Anstrengungen.

00:20:36: wir brauchen eine andere Einstellung.

00:20:38: dann werden wir ein Licht am Ende des Tunnels sehen können.

00:20:41: ich glaube fest daran das es für Nigeria einen licht am ende des tunnels gibt.

00:20:49: Ich glaube wirklich daran, aber wir müssen lernen in Einigkeit zusammenzuleben.

00:21:18: besonderen Spirit hat, die die Welt kennt aber eben auch genau weiß was ihre Heimat auszeichnet.

00:21:27: Man braucht den Willen, den Antrieb, den ich gebe nicht auf Spirit.

00:21:30: Den gibt es in Nigeria.

00:21:31: Wir Nigerianer haben den Nicht-Aufgeben-Spirit.

00:21:34: Wir machen weiter bis wir erreicht haben das wir wollen.

00:21:39: Dieser

00:21:39: Nichtaufgebensspirit dieser Drang zu kämpfen bis man hat was man

00:21:43: will

00:21:44: Das drückt diese junge Nigerianerin auf sehr eindrucksvolle Weise aus und hat zum Schluss dann auch noch eine klare Ansage an die westliche Welt in Petto.

00:21:55: Die Scientific Community aus Afrika ist jetzt

00:21:58: im Kommen!

00:22:03: Ich hatte immer die Vorstellung, später wieder in Nigeria zu sein und dort ein Labor zu haben, in dem ich forschen kann.

00:22:08: An etwas zu forschen das uns hilft und weiterbringt.

00:22:11: Ich glaube nämlich dass die Forschung in Europa und in der westlichen Welt unsere Probleme nicht lösen wird.

00:22:17: wir müssen selbst Lösungen dafür finden.

00:22:19: Der globale Norden wird nicht kommen um uns zu retten.

00:22:21: Wir müssen uns selbst helfen!

00:22:23: Wir können auch hier Ideen, Expertise entwickeln aber wir müssen zurückgehen unser eigenes System einen Land aufbauen.

00:22:32: Wenn ich hier so zuhöre, dann frage ich mich kurz.

00:22:35: Fühlt sie sich in Lindau eigentlich gerade Fehl am Platz?

00:22:39: Bei diesen doch am Ende sehr westlich

00:22:41: geprägten Treffen von am Ende doch vor allem aus dem Westen stammenden Nobelpreisträgern?

00:22:50: Ja, manchmal denke ich so.

00:22:52: Aber gleichzeitig auch dass zumindest zwei Menschen aus Nigeria gekommen sind und ich glaube wenn wir uns weiter öffnen und nach draußen gehen werden wir sehen das Veränderung möglich ist.

00:23:01: Wir können das erreichen was hier schon erreicht wurde Und auch das tun was hier getan wird vielleicht sogar noch mehr.

00:23:08: Vielleicht müssen noch mehr Nigerianer oder allgemein mehr Afrikaner wirklich nach draußen Gehen und die westliche Welt kennenlernen um Ideen und den nötigen Anstoß zu bekommen.

00:23:16: stehen, wir haben nirgendwo einen Retter.

00:23:19: Wir müssen uns selbst

00:23:20: retten.".

00:23:27: In diesem Moment wird Linda auch zu einem Ort wo sich die Scientific Community bildet und sich

00:23:34: damit wirklich

00:23:35: eine neue Zukunft für die Wissenschaftswelt eröffnet.

00:23:39: Mojono Lufa hat schon bei der ersten Kontaktaufnahme einen Wunsch geäußert ein Treffen mit David Bisli, den ehemaligen Chef des World

00:23:47: Food Programs

00:23:48: der im Jahr-Zwanzig den Friedensnobelpreis für dieses Programm bekommen hat.

00:23:53: Wie es der Zufall so will, da habe ich im Anschluss gleich ein Interviewtermin mit ihm

00:23:57: und nehme Mojonoluwa

00:23:59: einfach mit!

00:24:07: Zu unserem Treffen kommt David Bisli ein bisschen zu spät.

00:24:10: Wir beide sind ein bisschen aufgeregt.

00:24:11: immerhin ist das ein Typ der mit allen Mächtigen dieser Welt am Tisch gesessen und verhandelt hat.

00:24:17: Bisli is kein Wissenschaftler

00:24:19: eres

00:24:20: Politiker Republikaner, ehemaliger Gouverneur von Thouse Carolina.

00:24:24: Er weiß sehr gut wie oft Krisen und Kriege auf dieser Welt den Hunger verschärft haben und wie der Hunger selbst dazu beiträgt bestehende Konflikte weiter zu befeuern.

00:24:34: Hunger ist meistens kein Naturphänomen.

00:24:37: das ist vielleicht die unbequemste Wahrheit die Beasley hier mit uns teilt.

00:24:42: er entsteht weil Nahrung als Waffe eingesetzt wird weil Felder verbrannt werden weil Häfen blockiert sind Und das Problem wächst.

00:25:00: Der Klimawandel wird Dürren häufiger machen, Wasser wird

00:25:04: knapper.".

00:25:11: Das Ziel scheint heute nicht mehr erreichbar.

00:25:21: Ich frage Beasley, ob er dieses Ziel jemals für realistisch gehalten hat?

00:25:25: Gerade mit Blick auf die wachsenden Zahl von Milliardären.

00:25:27: Privates Spenden hätten entscheidend dazu beitragen können das Ziel zu erreichen.

00:25:31: Passiert ist aber nichts!

00:25:35: Komm schon Elon Musk du hast Billionen von Dollar.

00:25:38: Hey komm schon Besos Gib mir kein Kleingeld.

00:25:42: Du kannst das Problem lösen.

00:25:43: Lass uns das zusammen angehen.

00:25:45: Ja und ich will nicht nur Almosen.

00:25:47: hat jemals jemand fünf und fünfzig Milliarden Dollar gesammelt?

00:25:51: Ich weiß es nicht.

00:25:52: Und denke ich, dass auch kleinere Spenden helfen?

00:25:55: Ja klar, denke ich das!

00:25:56: Sie helfen aber sie sind nicht die Lösung.

00:26:02: Milliarden gegen den Hunger von Millionen aus

00:26:05: Menschlichkeit – Nicht nur um Kriege zu vermeiden

00:26:09: Das seien

00:26:09: wohltätige Spenden allein nicht die Lösung, sagt Beasley.

00:26:12: Es gingen nicht nur darum in akuten Hungerkiesen Lebensmittel bereitzustellen sondern um langfristige Lösungen.

00:26:20: Die Lösung liegt in einem langfristigen Ansatz und der wirtschaftlichen Stärkung damit jeder Mensch Arbeit Hoffnung und echte Chancen hat.

00:26:29: einfach nur Lebensmittel verteilen hilft nur kurzfristig.

00:26:32: deshalb bin ich der Meinung dass jeder Dollar der für humanitäre Hilfe ausgegeben wird als eine Chance zur wirtschaftlichen Verbesserung für ein Dorf oder eine Gemeinde gesehen werden sollten.

00:26:43: Aber wie schaffe ich in irgendeinem Dorf, wo auch immer auf der Welt das Liegenmarkt eine Situation, in der die Menschen dort keine Hilfe von außen mehr brauchen?

00:26:51: Die langfristige Antwort lautet Lieferkettensysteme und wirtschaftliche

00:26:55: Stärkung.".

00:26:59: Beasley erzählt mir, wie er es geschafft hat den amerikanischen Präsidenten Donald Trump in seiner ersten Amtszeit dazu zu bewegen das World Food Program weiter zu unterstützen.

00:27:10: Es war sehr viel harte Arbeit, aber es lag nicht nur an Trump.

00:27:14: Auch im Kongress haben nicht alle mitgezogen – sie waren nicht grundsätzlich gegen Auslandshilfe, haben aber gesagt, es gibt auch hier in Amerika einen Bedarf in Bildung zu investieren.

00:27:24: Dieses Argument hört man auch in Deutschland!

00:27:26: Wir müssen hier unsere Infrastruktur, unsere Straßen und Brücken finanzieren.

00:27:31: Wir haben Finanzierungsbedarf im Gesundheitswesen.

00:27:34: Warum sollte ich das Geld meiner Steuerzahler wenn

00:27:39: wir hier selbst

00:27:40: all diese Bedürfnisse haben.

00:27:49: Also argumentierte ich so... Wenn Sie es nicht aus Menschlichkeit oder Nächstenliebe tun wollen, dann sollten sie es aus Gründen der nationalen Sicherheit und ihrer wirtschaftlichen Interessen tun.

00:28:00: Ich sagte dann lassen Sie mich das anhand eines konkreten Beispiels erklären.

00:28:04: ich habe die deutsche Finanzierung für das Welternährungsprogramm von etwas mehr als dreihundert Millionen Dollar im Jahr twenty-fünfzehn auf zwei Milliarden im Jahr zwanzig dreiundzwanzig erhöht.

00:28:15: Wie hab' ich das geschafft?

00:28:16: Ich ging einfach los und redete!

00:28:29: Ein gutes Beispiel dafür war Europa, einschließlich Deutschland.

00:28:40: Man ging die Ursachen dessen was in Syrien geschah nicht in hinreichende Maße an.

00:28:45: Das Ergebnis war, dass eine Million Flüchtlinge nach Deutschland kamen.

00:28:49: Mit Kosten von onehundertfünf und zwanzig Milliarden Dollar über einen Zeitraum von fünf Jahren.

00:28:55: Rechnen Sie selbst!

00:28:56: Das sind siebzig Euro pro Tag.

00:28:58: Einen Syrer in Syrien kann ich für fünfzig Cent am Tage erneuern.

00:29:01: Also rechnen sie nach.

00:29:03: Siebzig euro geht über fünfzig cent.

00:29:05: Das ist das Hundertvierzigfache hundertfünfundzwanzig Milliarden Dollar an deutschen Steuergeldern, die für Straßen und Brücken das Gesundheitswesen um die Bildung hätten ausgegeben werden können.

00:29:16: Die standen

00:29:16: dafür aber nicht zur Verfügung weil die Ursachen des Problems nicht angegangen wurden.

00:29:21: Betrachten sie es also analytisch und

00:29:24: objektiv?

00:29:25: Dann sparen Sie das Geld Ihrer Steuerzahler!

00:29:28: Und wissen Sie was?

00:29:28: Wenn man so viele Menschen täglich mit Lebensmitteln versorgt wie wir, dann fühlt man auch Befragungen durch.

00:29:34: Die Menschen wollen ihre Heimat nicht verlassen.

00:29:37: Aber wenn sie ihre Kinder nicht ernähren können, dann tun sie das – was jede Mutter und jeder Vater tun würde!

00:29:46: Tatsächlich zogen sie zunächst zwei, drei, vier oder fünf Mal innerhalb ihres eigenen Landes um bevor Sie ihre Heimat verließen und damit Jagdtausende ihres kulturellen Erbes und ihrer Kultur zufließen.

00:30:06: Ich möchte natürlich auch von ihm wissen ob er meint den heutigen Trump noch überzeugen zu können.

00:30:16: Ich habe mich sehr, sehr oft mit ihm getroffen.

00:30:20: Ich hab mich mit der gesamten Führungsriege des Weißen Hauses getroffen.

00:30:23: ich habe hart daran gearbeitet aber ich kann es Ihnen nicht sagen!

00:30:27: Das einzige was ich Ihnen sagen kann ist, wenn ich jetzt dort wäre dann würde ich auf die Straße gehen.

00:30:33: Die Trommeln schlagen Alarmleuten ja und ich glaube ehrlich gesagt nicht dass man dann die Beiträge für das World Food Program in dem Maße gekürzt hätte wie es passiert ist.

00:30:44: vielleicht liege ich falsch aber jetzt ist es nicht mehr meine Aufgabe.

00:30:48: Ich könnte falsch sein, aber das war mein Job.

00:30:51: In den USA war der.

00:30:54: Die Vereinigten Staaten waren damals der großzügigste Geber von humanitären Hilfen.

00:30:59: Ich habe es auf einen Niveau gebracht, das es vorher nie gegeben hat.

00:31:02: Jedes Mal wenn ich mich mit führenden Politikern im Kapitultraf vom weißen Haus bis zum repräsentanten Haus und zum Senat Ja, dann sprachen wir vom Wunder von der Pennsylvania Avenue.

00:31:13: Ich hätte sie alle zusammenbringen können aber ich traf sie einzeln Trump, Pompeo die Führungsriege des Weißen Hauses und ich erklärte ihnen was passieren würde wenn wir nichts tun.

00:31:26: Man muss es Ihnen aber auf einfache Art erklären man geht ja nicht mit UN Fachbegriffen rein und sagt sowas wie das IPC-Level liegt in Syrien bei vier.

00:31:36: Die würden einen nur einschauen und sagen Was zum Teufel reden Sie da?

00:31:40: Man muss sowas sagen wie Kinder werden sterben, Länder werden destabilisiert.

00:31:45: Es wird Kriege und Konflikte geben, ISIS und Al-Qaeda werden die Migrationssysteme unterwandern Und das wird euch am Ende viel mehr kosten.

00:31:54: Das haben sie verstanden und Sie haben reagiert.

00:31:58: Ich will Ihnen ein einfaches Beispiel geben.

00:32:07: Von Mittelamerika bis zur Grenze der v.a.

00:32:10: haben Kinderunterkünfte US-Sichzig Millionen Dollar pro Woche gekostet, drei Tausend Siebenundfünfzig Dollar pro Kind und Woche.

00:32:19: Stattdessen hätte ich ein Resilienzprogramm in Ruartemala, in Honduras, El Salvador oder Ecuador für ein bis zwei Dollar pro kind und

00:32:28: Woche

00:32:28: durchführen können!

00:32:30: Also sagte ich, Herr Abgeordneter oder Herr Präsident A. Sie wollen drei tausend siebenhundfünfzig Dollar pro Kind und Woche ausgeben?

00:32:37: Oder B. Ein bis zwei Dollar pro kind und Woche?

00:32:41: Oder C. Und dann sagte ich es gibt kein C Es gibt nur a oder b Egal ob sie links oder rechts standen.

00:32:49: alle sagten nun da machen wir das.

00:32:52: In everybody it doesn't matter whether they were left wing

00:32:55: or right wing.

00:32:59: Man muss die Dinge also so darstellen, dass sie von der Person mit der man spricht klar verstanden werden.

00:33:05: Im ersten Jahr wurde ich von vielen UN-Führungskräften heftig kritisiert.

00:33:09: Sie sagten mir, Sie sollten solche Dinge nicht sagen!

00:33:11: Wir sprechen nicht so.

00:33:13: und ich sagte Schauen Sie, Sie können es so ausdrücken wie Sie wollen.

00:33:17: Ich werde es so sagen als ich es sage.

00:33:19: Und am Ende des Jahres schauen wir wer mehr Geld bekommen hat Und wissen Sie was?

00:33:24: Ein Jahr später haben sie ihren Kommunikationsteams, meine Videos gezeigt.

00:33:30: Mit einigen Leuten von früher bin ich heute noch befreundet.

00:33:33: Einer kam letztes Jahr zu mir und sagte, meine Güte!

00:33:35: Von Ihnen haben wir gelernt nicht mehr in einem Jaguar zu sprechen den keiner versteht.

00:33:40: Immerhin bittet man die Leute darum Druck auf ihre Regierungen auszuüben damit die aktiv werden Konkurriert dabei mit all den anderen Forderungen und Ansprüchen, mit denen Regierungen umgehen müssen.

00:33:51: Also muss man es so formulieren dass sie den Wählern in dreißig bis sechzig Sekunden erklären können warum man Geld in ein anderes Land schicken sollte obwohl das eigentlich auch zu Hause gebraucht wird.

00:34:02: Man muss es einfach unverständlich darlegen Und das ist manchmal gar nicht leicht.

00:34:15: Mojonoluwa interessiert zu und will am Ende von den bekennenden Christen Bisli wissen, welche Rolle sein Glaube eigentlich bei seiner Arbeit spielt.

00:34:27: Es ist mein Glaube der mich antreibt.

00:34:29: was ich glaube ist der Kern dessen wer ich bin.

00:34:33: das Fundament meines Glaubens ist eine einfache Lehre die alle Religionen und Kulturen überschreitet Liebe Deine Nächsten wie Dich selbst.

00:34:43: Das hat mich mein ganzes Leben lang angetrieben.

00:34:46: Wie respektiert man andere?

00:34:48: Wie kümmert man sich um die Armen, wie vergibt man einander?

00:34:52: All das ergibt sich aus dieser einen einfachen Lehre.

00:34:56: Wenn sich einfach jeder auf der Welt daran halten würde dann wäre es eine viel, viel bessere Welt.

00:35:10: David

00:35:11: Beasley propagiert Nächstenliebe mit Gefühl die frohe Botschaft des neuen Testaments.

00:35:16: Damit erreicht er die junge Nachwuchswissenschaftlerin aus Nigeria sofort!

00:35:20: Die beiden Scherzen beim Abschied vertraut miteinander, spätestens jetzt haben sie einen engen Draht.

00:35:27: Er weiß und zu dieser Verbindung in Zukunft noch führen

00:35:31: wird.".

00:35:32: Vielleicht ist Frieden am Ende auch eine Frage der richtigen Begegnung im richtigen Moment?

00:35:40: und der Bereitschaft Verantwortung zu übernehmen für das, was uns zu selbstverständlich geworden ist.

00:35:48: Eine Folge die Nachhalt.

00:35:50: Morgen ist der reguläre Frühdenker mit den Nachrichten am

00:35:52: Morgen

00:35:53: wieder ab sechs Uhr für sie da!

00:35:55: Und wenn Sie uns abonnieren haben Sie beides – Die tiefgehenden Gespräche am Wochenende und den kompakten Überblick Werktags.

00:36:04: Ich wünsche Ihnen einen schönen Sonntag.

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