F.A.Z. Frühdenker Weekend • Militärexperte Lange: "Situation im Schwarzen Meer dramatisch"

Shownotes

Der Sicherheitsexperte Nico Lange sagt, die Ukrainer fühlten sich von Trump betrogen und „wie Deppen“ behandelt. Sorgen bereiten Lange die wachsenden Angriffe auf Handelsschiffe im Schwarzen Meer.

Host: Andreas Krobok


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Transkript anzeigen

00:00:03: Manchmal liest man die Schlagzeilen zum Ukrainekrieg und fragt sich, was von dem Ganzen hin und her eigentlich wirklich zählt.

00:00:09: Genau da hilft es sich Zeit zu nehmen und einem zuzuhören, der die Dinge wirklich überblickt!

00:00:15: In dieser Weekend-Ausgabe hören sie eine der meistgehörten Folgen des FAZ Podcasts für Deutschland aus der vergangenen Woche.

00:00:21: Andreas Krobock spricht mit dem Sicherheitsexperten Nico Lange – über das zerrüttete Verhältnis zwischen Trump und Zelensky, die Rolle Europas Und die zunehmend dramatische Lage im Schwarzen Meer.

00:00:33: Lange ordnet ein, warum ein Aufgeben der Ukraine kein Weg zum Frieden wäre und wo jetzt die wirklich drängenden Probleme liegen?

00:00:46: Ja wir hatten ihr gestern schon über den EU-Gipfel gesprochen.

00:00:49: Die leeren Kassen in Brüssel – die Uneinigkeit was eine bedingungslose Unterstützung der Ukraine angeht ja die Drohungen aus dem Hinterzimmer Stichwort Auftritt Marine Le Pen.

00:01:01: und das zusammen genommen gemischt Mit der Abkehr des amerikanischen Präsidenten von Volodymy Selensky in den letzten acht bis zehn Tagen, das klingt nicht unbedingt nach einem süßen Cocktail, der leicht zu verdauen ist.

00:01:14: Ich bin deswegen sehr froh dass wir uns heute ein bisschen davon einordnen lassen können was das alles bedeutet.

00:01:20: Sie kennen unseren Gast alle Nikolange Sicherheitsexperte mit so viel Expertise und weltweiten Kontakten Dass das Wort Experte kein einziges bisschen unter übertrieben ist.

00:01:31: er untertrieben also erst Ist er bei uns in der Leitung, hallo Herr Lange.

00:01:36: Danke für die Einladung Kalo das ist ja sehr freundlich!

00:01:38: Ja

00:01:39: natürlich

00:01:40: ich gehe auch direkt mal ins Eingemachte wenn Trump bei seiner Abkehr von Zelenski bleibt kann die Ukraine dann überhaupt noch den Krieg gewinnen oder anders ausgedrückt zumindest nicht mehr nicht verlieren?

00:01:51: Es gibt keine Welt in der die Ukraine sagt so wir geben jetzt auf Wir sind jetzt Russland bitte nehmt euch was ihr wollt.

00:02:00: wir lassen uns erobern foltern, vergewaltigen, entführen und unterdrücken.

00:02:06: Diese Welt gibt es nicht!

00:02:07: Das ist glaube ich auch der Denkfehler bei Trump aber durchaus auch bei denjenigen bei uns AfD und PSW die denken man unterstützt sie einfach nicht mehr und dann geben die auf und dann ist Frieden.

00:02:20: Aber das Gegenteil ist ja der Fall, dass er so eine Art Freilos für Putin weiter den Krieg führen kann, damit seine Brutalität weiter vorankommt.

00:02:31: Dieses Szenario, die Ukraine gibt auf wird es nicht geben.

00:02:36: Mal ganz abgesehen davon wenn ein ukrainischer Präsident auch Selensky auf die Idee käme so eine Entscheidung zu treffen ich will jetzt kapitulieren würde ja innerhalb von Stunden abgesetzt werden.

00:02:47: Die ukrainische Gesellschaft würde dann sagen da muss jemand anders unser Präsident sein.

00:02:53: aber die Lage wäre natürlich mit einigen Erschwerdnissen zusätzlich verbunden Wenn diese Abkehr Trams von der Ukraine, die ja in finanzieller Hinsicht eingeschult und sehr lange gelaufen ist.

00:03:08: Aber jetzt auch im Bezug auf zum Beispiel Aufklärungsdaten oder das sogenannte PURL-Programm vollzogen werden würde.

00:03:15: Das würde die militärischen Schwierigkeiten der Ukraine

00:03:18: vergrößern.".

00:03:20: Unser Korrespondent Thomas Gutschgaard gestern gesagt, das aktuelle Verhältnis von Trump und Zelenski erinnere Ihnen an das Verhältnisse zur Zeit der Vorführung im Oval Office vor anderthalb Jahren.

00:03:30: Würden Sie da mitgehen?

00:03:31: Wie würden Sie es beschreiben?

00:03:33: Ja, das ist so!

00:03:33: Wir sind wieder am Punkt wo wir waren bei dieser berühmten Szene im Ovel Office und den Tagen danach.

00:03:40: vielleicht ist es sogar noch etwas anders weil Zelensky jetzt aus seiner Auffassung überhaupt gar kein Geheimnis mehr macht und offen ausspricht, dass er sich verraten fühlt von Trump.

00:03:52: Nach der Szene im Oval Office hat er sich ja relativ schnell wieder eingefangen und hat versucht wieder freundlich zu sein um die ganze Sache zu kicken was ja auch gelungen ist.

00:04:00: jetzt hält er sehr stark dagegen.

00:04:03: also das ist keine gute Lage.

00:04:06: man muss aber bei jemandem wie Donald Trump immer dazusagen.

00:04:09: Sein Vizepräsident JD Vence zum Beispiel ist einer der vor nicht allzu langer Zeit noch gesagt hat Donald Trump ist der größte Det unter der Sonne und eine absolute Schande für Amerika.

00:04:23: Und jetzt is er Best Friend mit Trump.

00:04:26: Also man muss solche Dinge im Hinterkopf behalten, und man darf glaube ich aus diesen Irrungen von Trump nicht immer gleich Schlüsse ziehen die bis ans Ende aller Zeiten reichen.

00:04:37: aber es ist schlecht im Moment.

00:04:41: nur es ist ja so... Finanzielle Hilfe für die Ukraine kommt sowieso von den Europäern.

00:04:47: Alle Waffen, Ausrüstung und Munitionen kommen entweder von den europäischen oder werden von den European bezahlt schon seit Juli-Zweitausendfünfundzwanzig.

00:04:55: Also es ist nicht so dass die USA jetzt der allergrößte Unterstützer der Ukraine noch wären.

00:05:01: Den Einbrug erweckt Kramp ja manchmal aber das ist faktisch gar nicht mehr der Fall.

00:05:05: Aber dennoch lassen wir uns mal ein paar konkrete Punkte durchgehen, die ich jetzt auf meiner Liste stehen habe.

00:05:11: Es scheint ja durchaus so zu sein als ob Elon Musk seinen Satellitensystem Starlink auf Wunsch von Trump gedrosselt hat für die Ukraine.

00:05:22: Haben Sie da gesicherte Informationen drüber und auch eine Erklärung dafür?

00:05:26: Also auf der Infrastruktur von SpaceX gibt es ja zwei Systeme Starlink und Starshield.

00:05:34: Beides wird von den Ukrainern benutzt.

00:05:36: Starshield ist so was wie eine besonders militärische Variante von diesen Satellitenverbindungen, im Grunde ist es ja breitwand Internet über Satellit überall, was da in diesem Starlink-Starshield-Netzwerk zur Verfügung gestellt wird.

00:05:52: Die Ukrainer benutzen darf auch auf fliegenden Drohnen zum Beispiel.

00:05:56: und es gab ein Phänomen in einer Nacht vor zwei Tagen das plötzlich alles etwas schneller als hundert Meilen pro Stunde flog Also, einhundertsechzig kmH keine Verbindung mehr hatte.

00:06:08: Und dadurch war das ohne Vorankündigung passierte.

00:06:10: Dadurch sind auch in dieser Nacht einige Missionen die gerade liefen gescheitert und dass schwächte Ukraine vor allen Dingen bei den Schlägen mit Drohnen hinter die russischen Linien gegen die Logistik, gegen die Führungseinrichtungen, gegen Munitionsdepots und andere Dinge.

00:06:28: Die US-Seite hat dazu aber nicht kommuniziert.

00:06:31: also weder StarShield noch StarLink Noch die US-Regierung hat irgendwie gesagt, was läuft.

00:06:36: Deswegen gab es dazu einen Rätselraten und wir schien das auch von der US Seite nicht so richtig durchdacht zu sein weil im Unterschied zum Anfang des Krieges, wo diese Starlingsehigkeit eine Art Spende war von Elon Musk, der gesagt hat ich gebe euch das!

00:06:56: Und den Russen nicht ne?

00:06:57: Das war ja so...

00:06:58: Ja genau und ich geb jetzt aber Verträge mit Starshield, also den militärischen Starlink sozusagen.

00:07:09: Diese erheblichen Summen für die Nutzung dieses Netzwerkes durch die Ukraine werden zum Beispiel durch Polen und Deutschland bezahlt.

00:07:19: Und natürlich wenn da die Geschwindigkeit gebrosselt wird Vertragsliedrig dann pochen diejenigen wie das Bezahlen- und Vertragspartner sind Wie die Ukraine auch darauf Haltet eure Verträge ein, würde ich auch zu Hause machen wenn mein Internet so langsam ist.

00:07:35: Und ich habe dafür einen Vertrag und bezahle die ganze Zeit dafür.

00:07:38: Und da kommt ja hinzu SpaceX hat den Börsengand hinter sich.

00:07:41: das ist jetzt eine öffentlich gehandelte Firma Die ja auch großes Interesse daran hat viel viel Geschäft zumachen in Europa und überall auf der Welt.

00:07:50: Wenn da jetzt öffentlich darüber diskutiert wird dass die vertragsprüchig sind Dann hat er es auf dem Börsenkurs und auf die Firma und auf mögliche weitere Verzöge Auswirkungen.

00:07:59: Das kann dazu geführt haben, dass jetzt das ganze Jahr wieder angestellt worden ist.

00:08:04: Weil auf wundersame Weise – das haben die Streitkräfte der Ukraine ja mittlerweile berichtet – ist diese Geschwindigkeitsbegrenzung jetzt aufgehoben.

00:08:12: Trotzdem muss man vielleicht damit rechnen... Es hat

00:08:13: aber von US-Seite keiner was gesagt.

00:08:15: Beim letzten Mal im Juni, als die Dinge abgestellt wurden, gab es eine Kommunikation der US-Regierung dazu.

00:08:25: Aber jetzt geht's gar nichts.

00:08:26: Keiner auf der US Seite hat Verantwortung für die Situation übernommen.

00:08:30: Eine andere krasse Einschränkung wäre, so wird auch gerade gemutmaßt, dass die Ukraine inzwischen weniger amerikanische Geheimdienstinformationen bekommen soll.

00:08:40: Zum Beispiel über russische Raketenstaats.

00:08:45: Auch das hängt noch ein bisschen im Nebulösen.

00:08:49: Wissen Sie mehr darüber Herr Lange?

00:08:51: Also bei Starlink Starshield scheint es mir sozusagen, dass das weiße Haus da was probiert hat Und das Ganze war nicht richtig durchdacht und dann musste man es ganz zurücknehmen.

00:09:03: Bei den Aufklärungsdaten gibt es ja noch mehr Spekulationen, weil es zwei Tage hintereinander gab wo es keine Frühwarnungen gab aus dem Frühwahrnungssystem für den Start von ballistischen Raketen und mal die Luftalarm in Kiew auslösen konnte nachdem Raketen eingeschlagen waren.

00:09:24: Das gab es aber in einigen Fällen vorher schon einmal.

00:09:28: Zum Beispiel wenn die Russen F-四hundert Raketen, die eigentlich Raketen für den Flugabwehr sind.

00:09:34: Wenn sie im sogenannten Bodenmodus benutzen dann sind die von diesem Frühwarnsystem manchmal nichts zu sehen und dann kriegt man es erst mit denn die da sind.

00:09:43: Und manchmal ist es auch so dass Bewölkung die lange anhält schlechtes Wetter dazu beitragen kann das solche Frühwandsysteme nicht so richtig funktionieren, weil hinter diesen ominösen Geheimdienstinformationen stecken ja schlicht und einfach sehr viele amerikanische Satelliten die so oft über die Gebiete fliegen, die da in Betracht kommen dass sie in Echtzeit sehen wenn da eine Rakete gestartet wird.

00:10:10: Da sieht man auch so ein Wärmebild dann eben das da gerade so einen Startpunkt ist und dann kann man die Warnung auslösen.

00:10:16: Das hat also mit vielen Satellitensüberflügen was zu tun Und das ist eben, wenn eine dichte Wolkendecke da ist schwieriger in manchen Fällen.

00:10:25: Aber es ist eben vollkommen unklar.

00:10:27: Keiner hat was gesagt und die US-Seite hat sogar gesagt, Trump hat das so außer Lamingen auf dem Gang irgendwo oder beim Gehen irgendwo gesagt.

00:10:38: Das läuft alles weiter.

00:10:40: Also die Lage dazu bleibt unklaar aber die Drohung mit der Abschaltung dieser Aufklärungsdaten des Pearl-Programms zur Lieferung von bestimmten US-Munitionstypen an die Ukraine, die stehen im Raum?

00:10:57: Ja

00:10:57: steht im Raum.

00:10:59: Was aber ganz offensichtlich ist, ist die Verkündung von Trump einer Energiewaffenruhe am vergangenen Sonntagabend.

00:11:08: Das soll zum einen Null, null mit der Ukraine abgesprochen worden sein dennoch hat sich Kiev dann erstmal dran gehalten Aber Moskau überhaupt gar nicht.

00:11:19: Und dann fallen auch noch zufällig Starlink, Starshield und Aufklärungsinformationen aus?

00:11:26: Ja das

00:11:26: hat alles zu dieser Gemengelage beigetragen und zu vielen Spekulationen auch weil niemand was klares gesagt hat.

00:11:35: Diese Energiewaffenruhe – und das ist ja das Pragerische an der Situation der letzten Woche war ja durchaus ernsthaft im Gespräch.

00:11:44: Also an dem gleichen Tag, wo Trump diese absurden Verkündigungen gemacht hat waren ja die ukrainische Verhandlungsdelegation und die nationalen Sicherheitsberater der E-III also Deutschland Frankreich Großbritannien in Florida um mit der amerikanischen Seite also mit Wittkopf und Kushner zu sprechen.

00:12:06: In Vorbereitung sogenannte technische Gespräche die in den Vereinigten arabischen Emiraten stattfinden sollten ist wahrscheinlich ein Abu Dhabi Und der Gesprächsgegenstand dieser Gespräche waren ja mögliche Details eines Energiewaffenstillstandes oder teilweise einen Waffenstillstand.

00:12:25: Was ist da enthalten, was ist dann nicht enthalten?

00:12:27: betrifft das auch zum Beispiel Schiffe auf dem Schwarzen Meer?

00:12:30: über solche Dinge ist da gesprochen worden und ich mir meine mit durchaus konstruktiv dass die US-Seite völlig abgelehnt haben, sondern es gab eben Gespräche darüber und die Gespräche sollten trilateral also dann auch mit Russland weitergehen in den Emiraten.

00:12:50: Und während diese Gespräche liefen hat ja Trump plötzlich verkündet er hat jetzt die Sanktionen sozusagen erleichtert und Putin darf Diesel auf die Weltmärkte schicken und die USA kaufen auch Diesel.

00:13:05: Und dann hat die ukrainische Delegation in florida ja gesagt, okay wir sitzen hier wie die depen

00:13:10: Ja

00:13:11: und die fühlten sich betrogen.

00:13:13: ich kann das auch verstehen.

00:13:15: Dann sind diese Gespräche ja auch abgebrochen worden.

00:13:18: Die sollten eigentlich noch einen tag weitergehen Aber ging dann nicht mehr weiter.

00:13:23: Also ganz klar der dieselg spielt da ja mit rein.

00:13:27: die rede ist von drei hundert tausend ton russischem diesel die zum einen in die USA gehen können, aber auch auf den Weltmarkt.

00:13:35: Ich habe das mal ein bisschen durch recherchiert.

00:13:37: Dreihunderttausend Tonnen entsprechen etwa zweikammer zwei fünf Millionen Barrel.

00:13:42: Das Problem ist nur... Die gesamte USA verbraucht vier Millionen Barrell und zwar also fast das doppelte jeden Tag!

00:13:50: Jeden Tag!

00:13:51: Also ich meine dieser Deal...

00:13:52: Also die Menge.

00:13:54: man kann jetzt wenn man freundlich sein will sagen Diese Menge ist noch zu klein, um auf die Preisbildung an den globalen Märkten einen Einfluss zu haben.

00:14:03: Man könnte auch viele unfreundlichere Dinge dazu sagen.

00:14:06: was doch aber besonders bemerkenswert ist, ist doch... Die USA haben gerade ein Gesetz beschlossen und Trump hat dieses Gesetz durch seine Unterschrift in Kraft gesetzt das die Sanktionen umgehen mit dem Handel mit russischen Energierostoffen Russischen Diesel, dass die dafür sanktioniert werden müssen.

00:14:30: Wenn Trump Diesel ausladen wollen würde in amerikanischem Häfen,

00:14:37: dann

00:14:37: würde er gegen ein Gesetz verstoßen das er gerade selbst unterschrieben hat.

00:14:42: Darauf weisen ja jetzt zu Recht auch überparteilich Senatoren In den USA hin.

00:14:49: Ja Das muss untersucht werden ganz klar.

00:14:52: Und dennoch, wenn wir die Menge betrachten.

00:14:55: Es ist keine echte Hilfe an amerikanischen Tankstellen auch weltweit nicht für den Ölpreis-Dieselpreis.

00:15:02: Es sind symbolpolitisch aufgeladen bis zum Rand.

00:15:07: Können wir denn zur Schlussfolgerung kommen dass Trump inzwischen wieder an Putins Seite steht?

00:15:13: Ja Trams Intuition neigt immer zu den großen Männern und zu den Diktatoren.

00:15:19: ihm war es sehr wichtig, dieses Treffen mit Xi Jinping zu haben.

00:15:23: Er möchte ja sich auch wieder mit Kim Jong-un treffen wie man hört.

00:15:26: Er ist fasziniert von Putin.

00:15:29: Er hat einfach diese Arbe das er fasziniert isst von Viktatoren.

00:15:34: Das ist glaube ich auch nicht neu.

00:15:36: Ob er jetzt sozusagen auf der Seite Russlands steht?

00:15:40: Naja zumindest steht er nicht zuverlässig auf der seite der Ukraine.

00:15:43: und immer wenn's darum geht, Putin wirklich unter Druck zu setzen Dann gilt Taco, Trump always chickens out.

00:15:52: Das ist ja eine Erfahrung die die Ukraine jetzt mit den Europäern teilt, die das er wirklich versucht haben... ...mit Trump in ganz dem letzten Jahr und auch immer wieder und immer wieder guten Willen an den Tag legen.

00:16:02: Und auch viele absurde Dinge einfach irgendwie weglächeln oder irgendwie versuchen drüber hinwegzugehen.

00:16:08: Wir haben ja auch ein Interesse einer Zusammenarbeit mit den USA, Trump hin-oder her.

00:16:14: Nur es ist in dieser Sache eben so dass wir unsere Strategie nicht darauf bauen können, wir sind so freundlich wie möglich zu Trump damit er irgendwann vielleicht mal Druck auf Putin macht.

00:16:25: Das kann man glaube ich festhalten das das nicht funktioniert.

00:16:29: So, jetzt sind wir... Sie haben die Europäer schon angesprochen.

00:16:31: Wir haben den EU-Gipfel, den Europäischen Rat gestern und heute dann mit dem Thema Ukraine.

00:16:38: Selenski ist da.

00:16:40: Wir wissen eigentlich jetzt schon dass es keine konkreten Ergebnisse geben wird, geben kann.

00:16:45: das wird in den nächsten Tagen möglicherweise oder Wochen passieren.

00:16:48: aber die Frage muss er lauten, was sollen denn die Europäer überhaupt jetzt grundsätzlich machen?

00:16:55: Was die auch Europäern machen und was ja gut ist.

00:16:58: Die makrofinanzielle Stabilisierung der Ukraine sind Industriepartnerschaften mit der ukrainischen Rüstungsindustrie.

00:17:05: Da ist Deutschland ja auch sehr weit vorn.

00:17:08: Ist die Unterstützung der Ukraine Mit dem was die europäer haben im militärischen Bereich im Bereich von Satelliten Daten und zueinander Dinge.

00:17:17: da leisten die europää sehr viel.

00:17:20: Das akut drängendste Problem der Ukraine ist die Stabilisierung des Haushalts, weil durch den neuen russischen Angriffe ja auch mit neuen Jettronen und mit dem ballistischen Raketen.

00:17:34: Durch die Blockade des Schwarzen Meers wo die Ukrainer eigentlich gute Ernte sich exportieren kann im ukrainischen Staatshaushalt sehr viele Einnahmen nicht stattfinden.

00:17:44: Und wenn man die Steuereinnahmen hat dann wird das Haushaltsloch immer größer.

00:17:48: Da ist gerade das drängendste Problem und da ist ja auch schon am ersten Tag des Rats der Europäischen Union ohne Zelenski darüber gesprochen worden, da ist mit Zelensky drüber gesprochen worden und dafür zweiter drüber gesprochen werden müssen weil es noch keine Lösung gibt was aber bei der EU oft so ist dass er sehr viele Gespräche braucht und einen längeren Prozess um dazu Lösungen zu kommen.

00:18:13: Immerhin hat sich heute der ungarische Nachfolger von Viktor Orban mit Selensky auch getroffen, also zumindest ist da nicht mehr mit Blockaden von einzelnen Teilnehmern zu rechnen.

00:18:23: Also Sie glauben das dieses finanzielle Problem was ja kein ganz kleines isst?

00:18:28: Die Rede ist immer so von siebzig Milliarden Euro die jetzt plötzlich her müssen aber Sie gehen davon aus dass das zumindest gelöst werden wird.

00:18:37: Naja also wenn man die Ukraine finanziell nicht unterstützt werden die Probleme größer.

00:18:42: Ich gebe Ihnen ein Beispiel.

00:18:45: Im Landwirtschafts- sektor, Transportsektor, Hafensektor der Ukraine sind ungefähr vier Millionen Menschen beschäftigt insgesamt.

00:18:55: wenn diese landwirtschaftlichen Produkte nicht mehr transportiert werden können.

00:18:59: Wenn die Exporte nicht laufen wie übers Schwarze Meer hat die Ukraine nicht nur keine Steuereinnahmen sondern es bohren ja auch große Entlastungen.

00:19:10: Das hätte ja eine neue Welle an Binnenmigration, aber auch an Flüchtenden zur Folge.

00:19:16: Und alle Kosten, alle Irrungen und Wirrung die damit zusammenhängen.

00:19:22: Man wird abgesehen davon Auch Wiederaufbau.

00:19:27: Die Widerlebenswertmachung der Ukraine wird immer teurer.

00:19:32: Wenn man jetzt sagt wir haben das Geld nicht, wir unterstützen das nicht Dann verhalten später doppelt und dreifach.

00:19:38: Ich glaube so nüchtern muss man die Lage dann doch sehen.

00:19:43: Sie haben gerade die Exporte unter schwarze mehr angesprochen, wollte ich abschließend auch noch mal mit Ihnen kurz besprechen.

00:19:50: da gab es zuletzt eine ganze Serie von Drohnenangriffen auf Handelsschiffe aus Bulgarien und Rumänien.

00:19:58: wie ist das einzuordnen?

00:20:00: Ich meine, in Bulgarien und Rumänien beides EU-Länder, beides NATO-Mitglieder.

00:20:04: Naja

00:20:05: es gab sehr viele... ich sehe das so!

00:20:06: Es gab sehr viel Angriffe hinter Ostsee.

00:20:11: Jetzt gibt es eine stärkere NATO-Präsenz in der Ostsee, es gab Übungen den NATO in der Eastsee und jetzt gibts plötzlich die Angriefe an anderer Stelle.

00:20:20: Das ist schon sehr auffällig.

00:20:22: Und die Situation im Schwarzen Meer ist dramatisch.

00:20:25: Die ist auch schlimmer als sie zum Beispiel im Jahr Weil ja klar ist, was Friedereien und Versicherungsunternehmen und andere sozusagen das die Konsequenz ist.

00:20:37: Wenn da Schiffe durch Drohnen zum Beispiel angegriffen werden versenkt werden dann fährt er nach einer Weile gar nichts mehr.

00:20:46: Und im Grunde macht Russland jetzt dort im Schwarzen Meer das Was der Iran in der Straße von Homoos macht?

00:20:54: Und was die Huti in der Mehrenge von Bab Al-Mandab machen Und verhindert sozusagen global relevanten Handel und versucht damit ganz stark Druck auszuüben.

00:21:10: Ich finde dafür, dass da jetzt auch schon Schiffe gesunken sind und das es da schon einige Angriffe gab in der Nähe vulgarischer Hoheitsgewässer oder sogar einen bulgarischen Hoheitsgewässern gibt's dann noch zu wenig Aufmerksamkeit.

00:21:24: Bulgarin hat die NATO um Hilfe gebeten.

00:21:28: wird da Hilfe kommen?

00:21:29: In der Ostsee hat man ja eine Mission aufgestellt.

00:21:34: Auf wundersame Weise, seit es diese Mission gibt sind Angriffe weniger geworden und auch seit die Missionen gibt keine Schiffe mehr, die aus Versehen mit ihrem Anker irgendwelche Kabel kaputtreißen.

00:21:45: Das ist ja ganz interessant!

00:21:48: Die Frage ist, gibt's Möglichkeiten im Schwarzen Meer auch so eine Mission zu stellen?

00:21:56: Gibt's Möglichkeiten, die Bulgarischen Gewässer besser zu schützen?

00:22:01: und ich bin mir sicher, dass das für die NATO ein Thema sein muss.

00:22:04: Aber kein einfaches, ne?

00:22:05: Weil es ist ja quasi nahe des Kriegsgebietes, muss man auch dazu sagen.

00:22:10: Ja,

00:22:11: einfach ist gerade nichts!

00:22:12: Und ich glaube, man muss ehrlicherweise sagen... Wenn man völlig ohne Risiko an diese Dinge herangehen will, wird man gegenüber Putin in einer schwächeren Position sein.

00:22:27: Ich glaube, wir sind an einem Punkt wo man sich auch was grauen muss.

00:22:31: Lieber Herr Lange ich danke Ihnen schon mal sehr herzlich für die Ausführung.

00:22:35: wie Sie sagen es ist keine einfache Situation.

00:22:39: gerade mein persönlicher Eindruck ist sie wird auch schwieriger in diesen Tagen und Wochen als vielleicht im Vergleich zu noch vor ein paar Wochen oder Monaten.

00:22:49: Wie sehen Sie das?

00:22:50: Auch ähnlich oder würden Sie sagen ne hat sich eigentlich alles so entwickelt wie zu erwarten war?

00:22:55: ja also diese neue Wendung von Trump, wie viele Wendungen von Trump die kann man nicht voraus sagen.

00:23:04: Die strategische Entwicklung dass wir ein Problem haben im Europa wenn wir unsere Sicherheit inklusive der Sicherheit der Ukraine von Trump weiter abhängig halten das ist glaube ich klar gewesen wo man sich die Frage stellt warum wir nicht mit noch mehr Nachdruck am eigenständigen Handlungsfähigkeit arbeiten.

00:23:25: und Situation der Ukraine in Bezug auf das Schwarze Meer.

00:23:31: Das betrifft wieder mal einen Punkt, wollen wir uns mit den Problemen beschäftigen wenn es richtig schlimm wird oder wollen wir vorausschauend versuchen die Probleme mindestens abzumildern?

00:23:43: Weil das hat ja nicht nur die Folgen des Handels im Schwarzen Meer, der nicht funktioniert.

00:23:47: Da wird ja auch Folgen haben von Hungersnöten bei denen die normalerweise diese landwirtschaftlichen Produkte entfangen.

00:23:54: Wenn das da nicht durchkommt.

00:23:55: kriegen sie das nicht?

00:23:56: Ja, ganz klar.

00:23:58: Wir werden es weiter beobachten und wir bekommen ja auch immer viel Post dass sich viele Menschen sie bei uns noch öfter wünschen als treff sicheren Analysten der Situation.

00:24:09: Und ich glaube, lieber Herr Lange für alle die uns jetzt diese knappe halbe Stunde zugehört haben, haben wir da eine ganz gute Nachricht oder?

00:24:17: Wir können es ja jetzt mal verraten!

00:24:18: Wir sind schon kurz davor... Ich kann ja mal einleiten.

00:24:22: Wir haben uns schon vor Monaten unterhalten das doch toll wäre wenn sie bei uns in der FAZ einen eigenen Podcast kriegen würden und Sie haben Lust das zu machen.

00:24:32: Ich habe Lust das zu machen, ich mache dass auch.

00:24:35: Wir messen das gemeinsam!

00:24:37: Ich freue mich darauf, dass es in Kürze losgeht und die Idee, die wir gemeinsam haben ist immer wenn etwas passiert schnell kurz sachlich und präzise eine Einordnung zu geben Hintergründe zu verstehen Dass man die Dinge für sich selbst besser versteht und dass man auch mitreden kann bei wichtigen internationalen politischen Ereignissen.

00:25:04: Es ist ein super spannendes Konzept, dass es zumindest im deutschsprachigen Raum noch gar nicht gibt.

00:25:09: also wir können jetzt schlecht sagen sie kommen mit einem Podcast die Woche zwei Podcasts die Woche drei.

00:25:15: Pod das kann mal einer sein ich könnte auch mal vier sein.

00:25:18: Sie reagieren immer auf aktuelle Eregnisse und zwar schnell kurz und prägnant.

00:25:23: also kurz heißt irgendwas im Rahmen von sechs bis zehn Minuten.

00:25:27: so haben was geplant.

00:25:28: ja die

00:25:29: Idee ist dass man gut verständlich zu aktuellen Ereignissen in knapp zehn Minuten aufgeschlaut wird.

00:25:39: Ja, aufgeschlaut.

00:25:40: Das ist ein gutes Wort!

00:25:41: Wir können jetzt noch wirklich nicht ganz genau verraten wann es losgeht aber ich sage mal so sehr zeitnah im allerbesten Fall vielleicht schon Richtung Ende nächster Woche im schlechtesten fall übernächste woche.

00:25:54: also muss keiner mehr allzu lange drauf warten.

00:25:57: hier liegt schon alles bereit und parat sonst würden wir es ja auch nicht schon verratten.

00:26:03: Ich freue mich auf jedenfall massiv darauf, muss ich Ihnen sagen.

00:26:06: Ich hoffe dennoch wir hören uns ab und zu mal dem Podcast für Deutschland wieder.

00:26:10: da schaffen wir bestimmt auch ein bisschen was übergreifendes immer mal hinzukriegen.

00:26:15: aber ich freue mich wirklich sehr auch wieder über das heutige Gespräch und kann allen nur sagen freuen Sie sich auf mehr Nikolange in der FAZ.

00:26:23: so und jetzt erstmal vielen Dank an sie und ein schönes Wochenende!

00:26:29: Auf bald.

00:26:32: Das war FAZ Frühdenker-Weekend am Samstag.

00:26:35: Wenn Sie diesen Podcast abonnieren, haben sie beides – die ausführlichen Gespräche am Wochenende und den kompakten Nachrichtenüberblick an jedem Morgen unter der Woche!

00:26:45: Und freuen Sie sich schon auf morgen?

00:26:46: Dann wartet die nächste Weekendfolge auf Sie.

00:26:49: Bis dahin ein schönes Wochenende.

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