Trump prüft harte Optionen gegen Iran • Le Pen kämpft gegen einen Wahlausschluss • neuer Streamingdienst in Deutschland

Shownotes

Greift Trump in Iran ein?
„Das Militär befasst sich damit, und wir prüfen einige sehr harte Optionen“, sagt der US-Präsident. Angesichts der eskalierenden Lage in Iran lässt er sich laut einem Bericht heute über mögliche Reaktionsmöglichkeiten unterrichten.

Le Pen kämpft vor Gericht gegen Wahlausschluss
Vor einem Pariser Berufungsgericht beginnt der Prozess wegen Veruntreuung gegen Le Pen. Um zum vierten Mal als Präsidentschaftskandidatin antreten zu können, hofft sie auf einen Freispruch.

NATO diskutiert Einsatz in der Arktis
Die NATO diskutiert derweil über einen möglichen Einsatz in der Arktis.

Was die Mindestpreise für E-Autos aus China bedeuten
Die EU und China haben sich offenbar im Konflikt um die Einfuhr von E-Autos geeinigt.

Prozess gegen Hammerbande: Was geschah in Budapest?
In Düsseldorf beginnt der Prozess gegen sechs mutmaßliche Mitglieder der linksextremen Gruppe Antifa-Ost, die auch Hammerbande genannt wird. Der Vorwurf: versuchter Mord.

Neuer Streamingdienst HBO Max startet
Der hart umkämpfte deutsche Streamingmarkt ist von heute an um einen Anbieter reicher. Womit HBO Max Kunden locken will.

Welcher Begriff wird „Unwort des Jahres“?
Bei der Jury sind mehr als 2600 Vorschläge zu Begriffen eingegangen, die die Debatten des vergangenen Jahres geprägt haben.

Eine Produktion von ella Verlag und Medien GmbH für F.A.Z.
Host: Sebastian Auer
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Transkript anzeigen

00:00:00: Guten Morgen und willkommen.

00:00:02: Schön, dass Sie mit uns in den Tag starten.

00:00:04: Wie gewohnt, gibt's in den nächsten rund zehn Minuten alles, was Sie heute wissen müssen, um mitzureden.

00:00:10: Und unter anderem darum geht's.

00:00:12: Der US-Präsident prüft harte Optionen gegen Iran und schließt eine Militäroperation nicht aus.

00:00:18: Marine Le Pen kämpft

00:00:19: vor Gericht gegen einen Wahlauschluss.

00:00:22: Und Deutschland ist um einen Streamingdienst reicher.

00:00:25: Zunächst aber in aller Kürze die Meldungen aus der Nacht.

00:00:30: Wirtschaftsminister Lars Klingbeil ist auf dem Weg in die USA, um über eine Rohstoffpartnerschaft zu sprechen.

00:00:36: In der hessischen Stadt Meintal haben Polizisten gestern Abend einen Mann durch Schüsse lebensgefährlich verletzt.

00:00:42: Er soll mit einem Messer handiert haben.

00:00:45: Der thirty-Jährige liegt auf der Intensivstation.

00:00:48: Und während sich andernorts die Lage entspannt, müssen sich Menschen in Teilen Ostdeutschlands am Morgen noch auf glatte Straßen einstellen.

00:00:57: Die Texte hat heute Rebekah Buxain geschrieben, ich bin Sebastian Auer.

00:01:05: US-Präsident Donald Trump hat den Menschen in Iran Hilfe zugesagt und sich laut einem Bericht des Wall Street Journal mit der ranghohen Regierungsvertretern über eine Reaktion auf die staatliche Gewalt gegen Demonstranten beraten.

00:01:19: Zu den Optionen zählen demnach Militärschläge, Cyberwaffen und Sanktionen gegen Tehran, berichtete die Zeitung unter Berufung auf nicht-namenlich genannte US-Politiker.

00:01:29: Auch seine Sprecherin Livit betonte gestern Abend, dass

00:01:32: Diplomatie

00:01:33: immer die erste Option für den Präsidenten sei.

00:01:36: Sie sagt aber auch, dass Luftangriffe eine der vielen, vielen Optionen sein.

00:01:41: Nach Angaben Trumps will die Führung in Tehran nun mit den USA verhandeln.

00:01:46: Man werde sich vielleicht mit Vertretern Irans treffen.

00:01:49: Ein Treffen werde jedenfalls vorbereitet.

00:01:51: Angesichts dessen, was im Iran passiere, müssten die USA allerdings vielleicht auch vorherhandeln, warnte Trump und fügte an Bord der Air Force One vor Journalisten hinzu.

00:02:04: Sie wollen Freiheit.

00:02:05: Der Iran hat seit sehr, sehr langer Zeit keine Freiheit zugelassen.

00:02:09: Und ich glaube nicht, dass die Demonstranten versuchen, mich zu beeindrucken.

00:02:12: Sie versuchen, jemanden zu finden, der ihnen hilft.

00:02:15: Sie sind belagert.

00:02:16: Und jetzt sieht es so aus, als würden sie erschossen, was sehr schlimm ist.

00:02:21: Worüber Iran mit den USA Gespräche führen möchte, ist allerdings offen.

00:02:26: Mit Blick auf die Drohung der USA, sagt Irans Außenminister, man strebe keinen Krieg an, sei aber bestens darauf vorbereitet.

00:02:35: Man sei ebenfalls zu Verhandlungen bereit, aber diese Verhandlungen müssten fair sein.

00:02:40: Die Berichte über das blutige Vorgehen iranischer Sicherheitskräfte ruft auch die EU-Kommission auf den Plan.

00:02:46: Sie prüft weitere Sanktionen gegen die Führung in Tehran.

00:02:50: Die EU sei entsetzt über die Berichte zu den Todesopfern unter den Demonstranten, sagte ein Sprecher.

00:02:59: Die Fraktionschefin der französischen rechtspopulistischen Partei Rassemblement National, Marine Le Pen, muss sich von heute an wegen des Vorwurfs der Veruntreuung von EU-Geldern verantworten.

00:03:11: Im März vergangenen Jahres war Le Pen der Veruntreuung öffentlicher Gelder für schuldig befunden und zu vier Jahren Haft, davon zwei auf Bewährung sowie zu einer fünfjährigen Periode der Nicht-Wählbarkeit verurteilt worden.

00:03:25: Bei den Präsidentenwahlen im Frühjahr XXV kann sie voraussichtlich nur dann antreten, wenn das Berufungsgericht diese Strafe aufhebt.

00:03:34: Bis zum Sommer soll das Urteil fallen.

00:03:37: Kurz vor Prozessbeginn äußerte der Präsident des Pariser Strafgerichtshofs die Befürchtung, die USA könnten zugunsten Le Pen intervenieren.

00:03:46: Er reagierte damit auf einen Ende Dezember veröffentlichten Berichtes Spiegel, wonach das US-Außenministerium offenbar Sanktionen gegen die Richter erwägt, die Le Pen im Frühjahr v.a.

00:03:58: verurteilt haben.

00:04:00: Das Magazin bezog sich auf ehemalige US-Regierungsbeamteilsquelle.

00:04:05: Der französische Generalstaatsanwaltschaft wünsche sich mehr Klarheit über die Glaubwürdigkeit dieser Drohungen aus Washington, sicher sei, dass dies zu einem Klima der Angst beitrage.

00:04:16: Das dürfe nicht zu einer Art Selbstsensur seitens der Richterführung, sagte er.

00:04:21: Donald Trump hat nach Le Pen's Verurteilung geschrieben, dass Urteil sei, Zitat, ein weiteres Beispiel dafür, wie europäische Linke Rechtsstreitigkeiten nutzen, um die freie Meinungsäußerung zu unterdrücken.

00:04:36: Um unabhängiger von den USA zu sein, müssen die EU-Staaten militärisch auf eigenen Beinen stehen.

00:04:42: Darüber, wie die Verteidigungsfähigkeit weiter gestärkt werden kann, wird die EU-Außenbeauftragte Kalas heute in Berlin mit Verteidigungsminister Pistorius sprechen.

00:04:52: Zudem soll es um die weitere Unterstützung der Ukraine gehen und auch die gemeinsame Haltung der EU-Staaten zum von US-Präsident Trump bekundeten Anspruch auf Grönland dürfte Thema

00:05:02: sein.

00:05:04: Die NATO setzt zur Beruhigung der Grünland-Debatte auf eine stärkere Präsenz in der

00:05:08: Arktis.

00:05:09: Diese soll Trump das Argument nehmen, dass die Sicherheit in der strategisch wichtigen Region nicht ausreichend gewährleistet

00:05:16: sei.

00:05:17: Auch beim Treffen des deutschen und des amerikanischen Außenministers stand das Thema Grünland auf der Agenda.

00:05:23: Außenminister Johann Wadefuhl gab sich am Ende optimistisch.

00:05:26: Das war ein sehr freundschaftliches, ein sehr intensives Gespräch, was geprägt dadurch war, dass wir beide uns bewusst sind, dass wir enge Verbündete, enge Freunde sind.

00:05:36: Und gerade im Jahr der Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten von Amerika, die sich zum zweihundertfünfzigsten Mal jährt, haben wir eine besondere Verantwortung dafür, die Gemeinsamkeiten herauszustreichen.

00:05:48: Dass die USA ernsthaft erwögen, Grönlands zu übernehmen, dafür habe er keinen Anhaltspunkt gefunden, so war der Fuhl.

00:05:58: Die EU und China haben sich offenbar im Konflikt um die Einfuhr von E-Autos geeinigt.

00:06:04: Es geht aus am Montag veröffentlichten Leitlinien der Europäischen Kommission hervor.

00:06:09: Demnach entfallen die Sonderzölle, wenn sich die Hersteller verpflichten, ihre Elektroautos zu einem bestimmten Mindestpreis in Europa zu verkaufen.

00:06:18: Die Höhe der Abgabe variiert je nach Hersteller zwischen sieben, acht und fünfunddreißig, drei Prozent.

00:06:25: Die Regelung sieht vor, dass Autohersteller ihre Mindestpreise direkt mit der EU klären müssen.

00:06:31: Positiv angerechnet werden sollen zu dem Zusagen zu Investitionen in der EU oder eine Begrenzung der Exporte.

00:06:39: Auf günstigere Preise dürfen Verbraucher aber eher nicht hoffen, denn chinesische Autobauer dürfen die Differenzen zwischen dem ursprünglichen Preis und dem vereinbarten Mindestpreis selbst behalten, statt die Zölle an die EU zu zahlen.

00:06:53: Die Zusatzabgaben waren in den Jahren die Zukunft der Autoindustrie in der EU zu sichern.

00:07:02: In Düsseldorf beginnt der Prozess gegen sechs mutmaßliche Mitglieder der linksextremen Gruppe Antifa Ost, die auch Hammerbande genannt wird.

00:07:11: Der Vorwurf versucht der Mord.

00:07:13: Vier Frauen und zwei Männer im Alter von Zweiundzwanzig bis Vierundzwanzig Jahren aus Jena und Leipzig müssen sich dafür im Hochsicherheitstrakt des Oberlandesgerichts Düsseldorf verantworten.

00:07:24: Sie sollen Zweiundzwanzig in Budapest, Neonazis mit Faustschlägen, Schlagstöcken und einem Hammer angegriffen haben.

00:07:32: Im April Zweiundzwanzig sollen die Angeklagten zudem in Erfurt eine Verkäuferin attackiert haben.

00:07:38: Die Angeklagten sollen bei einigen Attacken den Tod ihrer Opfer in Kauf genommen haben.

00:07:43: Die Verteidigung bemängelt, nicht einmal die ungarische Justiz habe einen Tötungsvorsatz gesehen.

00:07:49: Die Anklage sei überzogen und lasse eine politische Motivation befürchten.

00:07:54: Ihre Mandanten hätten sich trotz einer drohenden Auslieferung nach Ungarn freiwillig den Strafverfolgungsbehörden gestellt.

00:08:02: Alle sechs Angeklagten sitzen in Untersuchungshaft.

00:08:05: Bis im Jahr ist es in Düsseldorf seit dem Jahr.

00:08:08: Bis im Jahr ist es in Düsseldorf seit dem Jahr.

00:08:11: Bis zum Jahr ist es in Düsseldorf seit dem Jahr.

00:08:14: Bis zum Jahr ist es in Düsseldorf seit dem Jahr.

00:08:16: Bis zum Jahr ist es in Düsseldorf seit dem Jahr.

00:08:20: Bis zum Jahr ist es in Düsseldorf seit dem Jahr.

00:08:25: Bis zum Jahr ist es in Düsseldorf seit dem Jahr.

00:08:29: Bis zum Jahr ist es in Düsseldorf seit dem Jahr.

00:08:32: Der US-amerikanische PayTV-Sender ist für Serien wie Game of Thrones, The White Lotus, Euphoria oder The Last of Us bekannt.

00:08:40: Der Dienst hat auch Serien-Klassiker wie Friends oder The Big Bang Theory und Kinofilme wie Superman, Batman, Dune oder die Harry Potter-Reihe im Angebot.

00:08:50: Serien-Fans will das Streaming-Dienst etwa mit The Pit überzeugen.

00:08:54: Die mit mehreren Emmys ausgezeichnete Serie zeigt eine vierundzwanzigstunden Schicht in einer fiktionalen Traumaklinik in Echtzeit.

00:09:02: Abonnenten soll außerdem der zweite Game of Thrones-Ableger, The Night of the Seven Kingdoms, bringen.

00:09:09: Ab dem sechsten Februar zeigt der HBO Max für Sportfans außerdem die Wettbewerbe der olympischen Winterspiele.

00:09:16: HBO Max gehört zu Warner Bros.

00:09:18: Discovery, zudem unter anderem das Filmstudio Warner Bros.

00:09:22: der Streaming-Dienst Discovery Plus, Nachrichtennetzwerke wie CNN, Sender wie Eurosport sowie das Comic-Universum DC Comics gehören.

00:09:34: Heute entscheidet sich, welcher Begriff zum Unwort des Jahres gekürt wird.

00:09:39: Bei der Jury sind mehr als zwei tausend sechsneut Vorschläge zu Begriffen eingegangen, die die Debatten des vergangen Jahres geprägt haben.

00:09:47: Zu den eingesendeten Begriffen zählen Asylwände, Deal, Drecksarbeit und Stadtbild.

00:09:54: Mit den beiden Letzteren hatte Kanzler Merz die Debatten des vergangen Jahres geprägt.

00:10:00: Das Wort Drecksarbeit hatte März im Juni in einem TV-Interview benutzt, als Israel zwölf Tage lang Krieg gegen Iran geführt und mit den USA zentrale Atomanlagen bombardiert hatte.

00:10:12: Im Oktober folgte die Stadtbilddebatte.

00:10:15: Damals sagte März, die Bundesregierung korrigiere frühere Versäumnisse in der Migrationspolitik und mache Fortschritte, aber man habe natürlich immer im Stadtbild noch dieses Problem.

00:10:28: Später konkretisierte er, Probleme machten jene Migranten, die keinen dauerhaften Aufenthaltsstatus hätten, nicht arbeiteten und sich nicht an die in Deutschland geltenden Regeln hielten.

00:10:40: Die Jury, der sprachkritischen Aktion in Marburg, besteht aus vier Sprachwissenschaftlern sowie einer Journalistin.

00:10:47: Mit der Aktion Unwort des Jahres soll für einen angemessenen Umgang mit Sprache sensibilisiert werden.

00:10:54: Ich wünsche Ihnen jetzt einen guten Start in den Tag.

00:10:57: Unsere nächste Ausgabe gibt es dann morgen früh wieder.

00:10:59: Pünktlich ab sechs.

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