Trump ein Jahr im Amt • Konflikt um Grönland verstärkt Sorge um Spitzbergen • Marine Le Pen vor Gericht

Shownotes

Ein Jahr Donald Trump
Am 20. Januar 2025 legte Trump zum zweiten Mal seinen Amtseid ab. Ohne zeitliche Verzögerung begann er, seine Agenda durchzusetzen.

Wie der Grönlandkonflikt geopolitische Sorgen schürt
Sollte Trump sich die Insel in der Artis mit Gewalt nehmen, könnte das Putins Vorgehen in der Ukraine legitimieren. In Norwegen ist man zudem wegen Spitzbergen besorgt.

Wird Putin Mitglied in Trumps „Friedensrat“?
Der US-Präsident hat mehrere ausländische Staats- und Regierungschefs eingeladen, an dem sogenannten Friedensrat für den Gazastreifen teilzunehmen. Darunter auch den russischen Staatschef.

Marine Le Pen sagt vor Berufungsgericht aus
Heute und morgen steht die rechtspopulistische Politikerin im Pariser Justizpalast erstmals den Berufungsrichtern Rede und Antwort. Von der Verteidigungsstrategie hängt ihre politische Zukunft ab.

Darf China in London eine neue Botschaft bauen?
An diesem Dienstag endet die Frist für die britische Regierung, den Neubau abzulehnen oder zu genehmigen. Das Vorhaben ist heftig umstritten.

Warnstreiks beeinträchtigen Verkehr in Deutschland
Autofahrer müssen auf Fernstraßen in einigen Teilen der Republik mit Behinderungen rechnen. Grund in ein Tarifkonflikt bei der Autobahn GmbH.

Wer vertritt Deutschland bei den Olympischen Winterspielen?
An diesem Dienstag nominiert der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) das diesjährige Olympia-Team. Es zeichnet sich ab, dass prominente Sportler fehlen werden.



Eine Produktion von ella Verlag und Medien GmbH für F.A.Z.
Host: Sebastian Auer
Uns gibt’s auch zum Lesen: Finden Sie hier Ihr passendes F.A.Z.-Abo.

Mehr über die Angebote unserer Werbepartner finden Sie HIER.

Transkript anzeigen

00:00:00: Guten Morgen und willkommen.

00:00:02: Eine neue Ausgabe mit allem, was heute wichtig ist, damit Sie gut informiert in diesen Tag starten.

00:00:08: Es ist Dienstag, der zwanzigste Januar.

00:00:11: Los geht's unter anderem mit diesen Themen.

00:00:14: Vor einem Jahr ist Donald Trump in seine zweite Amtszeit gestartet.

00:00:18: Der Konflikt um Grönland verstärkt die Sorge um Spitzbergen.

00:00:22: Und kann Marine Le Pen vor Gericht ihre persönliche Zukunft retten?

00:00:27: Zunächst aber, wie gewohnt, die Meldungen aus der Nacht.

00:00:32: Bei dem schweren Eisenbahnunglück in Spanien haben womöglich auch Deutsche das Leben verloren.

00:00:38: Über die genaue Anzahl gebe es noch keine Infos, teilte das Auswärtige Abend mit.

00:00:43: Bei dem Zugunglück Sonntagabend sind mindestens vierzig Menschen ums Leben gekommen.

00:00:48: Wegen des wachsenden Krankenstandes will die Bundesregierung die telefonische Krankschreibung überprüfen.

00:00:53: Die Regelung wurde während der Corona-Pandemie eingeführt.

00:00:58: Und über vielen Teilen Deutschlands haben Polarlichter den Himmel erleuchtet.

00:01:02: Verantwortlich dafür sei ein sogenannter geomagnetischer Sonnensturmteilte der Deutsche Wetterdienst mit.

00:01:08: Wegen der Stärke des Sonnensturms seien die Lichter in der Nacht bis zu den Alpen zu sehen gewesen.

00:01:16: Die Texte für diese Ausgabe hat heute Tatiana Heid geschrieben.

00:01:19: Ich bin Sebastian Auer.

00:01:37: So klang das heute.

00:01:38: vor einem Jahr, da legte Donald Trump zum zweiten Mal seinen Amtseid ab.

00:01:43: Ohne zeitliche Verzögerungen begann er, seine Agenda durchzusetzen.

00:01:47: Direkt im Anschluss an seine Amtseinführung unterzeichnete Trump damals dutzende Erlasse.

00:01:53: Er rief den Notstand an der Südgrenze aus und stellte die Strafverfahren im Zusammenhang mit dem Sturm auf das Kapitol ein.

00:01:59: Er verkündete außerdem den Austritt der USA aus der Weltgesundheitsorganisation und aus dem Pariser Klimaabkommen und er ließ einen Stopp für fast die gesamte Entwicklungshilfe.

00:02:10: Und der Golf von Mexiko wurde in Golf von Amerika unbenannt.

00:02:14: In einer ähnlichen Geschwindigkeit ist es seither weitergegangen.

00:02:17: Diese Methode der Reizüberflutung hat Steve Bannon, Trumps Berater in der ersten Amtszeit einmal als flooding the zone beschrieben.

00:02:25: Während Trumps Gegner sich noch an einer Sache festbissen, sei dieser schon bei der nächsten, erklärte Bannon.

00:02:31: Die Geschwindigkeit dürfte aber noch einem weiteren Umstand geschuldet sein.

00:02:35: Im November stehen in den USA die Zwischenwahlen an.

00:02:39: Dann könnten Trumps Republikaner, die schon jetzt hauchdünnen Mehrheiten in beiden Kammern des Kongresses verlieren.

00:02:45: Das würde das Ende von Trumps weitgehende Handlungsfreiheit bedeuten.

00:02:49: Der Zustand der amerikanischen Demokratie sei insgesamt nicht gut, sagte amerikanische Politikwissenschaftler Richard Haas in einem sehr lesenswerten Interview heute in der FAZ.

00:03:02: Und wir bleiben noch ein Moment beim US-Präsidenten.

00:03:05: Sollte er sich Grönland mit Gewalt nehmen, könnte das Putins Vorgehen in der Ukraine legitimieren.

00:03:11: Kanzler Merz stellte sich ungewöhnlich klar gegen Donald Trump.

00:03:15: Wir möchten diese Eskalation nicht.

00:03:17: Wir wollen keinen Handelsstreit mit den Vereinigten Staaten von Amerika.

00:03:21: Aber wenn wir mit solchen Zöllen, die wir als unangemessen empfinden, konfrontiert werden, dann sind wir in der Lage, zu reagieren.

00:03:31: Auch Vizekanzler Klingbeil wurde deutlich.

00:03:34: Es ist jetzt an der Zeit, unseren amerikanischen Freunden zu sagen, wir wollen keine Eskalation.

00:03:38: Wir wollen auch viel Unternehmen um eine Eskalation zu vermeiden.

00:03:42: Das ist die klare Botschaft.

00:03:43: Aber wenn Präsident Trump das umsetzt, was er angekündigt hat zum ersten Februar, dann müssen wir selbstbewusst reagieren.

00:03:51: Morgen wird US-Präsident Trump beim Wirtschaftsforum in Davos erwartet.

00:03:55: Viele Staatschefs wollen dann mit ihm reden.

00:03:58: Derweil wächst die Sorge in Norwegen, denn das Land verfügt mit Spitzbergen über eine weit entfernt vom Festland liegende Inselgruppe, die aufgrund der wachsenden Spannungen in der Arktis und der dort liegenden Rohstoffe zuletzt verstärkt Aufmerksamkeit erhielt.

00:04:13: Die Parallelen zu Dänemark und Grönland sind offenkundig.

00:04:16: Die Inselgruppe gehört seit nineteenhundertzwanzig zu Norwegen.

00:04:20: Staaten, die den Vertrag von Spitzbergen unterzeichnet haben, dürfen das Gebiet aber wirtschaftlich und für die Forschung nutzen.

00:04:27: Regelmäßig sind in der Region russische Forschungsschiffe und Traula unterwegs, die auch im Verdacht stehen, anfangs.

00:04:34: .

00:04:35: .

00:04:35: .

00:04:35: .

00:04:36: .

00:04:36: .

00:04:36: .

00:04:36: .

00:04:37: .

00:04:37: .

00:04:37: .

00:04:37: .

00:04:37: .

00:04:37: .

00:04:37: .

00:04:37: .

00:04:37: .

00:04:37: .

00:04:37: .

00:04:37: .

00:04:37: .

00:04:37: .

00:04:37: .

00:04:37: .

00:04:37: .

00:04:37: .

00:04:37: .

00:04:37: .

00:04:37: .

00:04:38: .

00:04:38: .

00:04:39: .

00:04:39: .

00:04:39: .

00:04:39: .

00:04:39: .

00:04:39: .

00:04:39: .

00:04:39: .

00:04:40: .

00:04:40: .

00:04:40: .

00:04:40: .

00:04:40: .

00:04:40: .

00:04:40: .

00:04:40: .

00:04:40: .

00:04:40: .

00:04:41: .

00:04:41: .

00:04:41: .

00:04:41: .

00:04:41: .

00:04:41: .

00:04:41: .

00:04:41: .

00:04:41: .

00:04:41: .

00:04:41: .

00:04:41: .

00:04:42: .

00:04:43: .

00:04:43: .

00:04:43: .

00:04:43: .

00:04:43: .

00:04:43: .

00:04:43: .

00:04:43: .

00:04:43: .

00:04:43: .

00:04:44: .

00:04:44: .

00:04:44: .

00:04:44: .

00:04:44: .

00:04:45: .

00:04:45: .

00:04:45: .

00:04:45: .

00:04:45: .

00:04:46: .

00:04:47: .

00:04:47: .

00:04:47: .

00:04:47: .

00:04:47: .

00:04:48: .

00:04:48: .

00:04:48: .

00:04:48: .

00:04:50: .

00:04:50: .

00:04:50: .

00:04:50: .

00:04:50: .

00:04:52: .

00:04:52: .

00:04:54: Der US-Präsident hat mehrere ausländische Staats- und Regierungschefs eingeladen, an dem sogenannten Friedensrat für den Gasastreifen teilzunehmen.

00:05:08: Darunter auch den russischen Staatschef, das bestätigte Kremelsprecher Peskov gestern.

00:05:14: Derzeit prüfe man alle Details dieses Angebots und hoffe unter anderem auf Kontakte mit der amerikanischen Seite, um alle Nuancen zu klären, hieß es.

00:05:24: Für Putin ist die Abwägung heikel.

00:05:26: Einerseits nutzt er jede Gelegenheit, Trump für sich einzunehmen, andererseits spricht die offenbar große Zahl der eingeladenen gegen eine besonders herausgehobene Stellung, wie Putin sie schätzt.

00:05:39: Medienberichten zufolge hat Trump insgesamt rund sechzig Staats- und Regierungschefs zur Teilnahme an seinem Friedensrat eingeladen, darunter auch Bundeskanzler Merz.

00:05:48: Das Gremium soll den Friedensprozess in Gaza betreuen.

00:05:54: Heute und morgen steht die französische Rechtspopulistin Marine Le Pen erstmals im Pariser Justizpalast den Berufungsrichtern Rede und Antwort.

00:06:03: Von der Verteidigungsstrategie hängt ihre politische Zukunft ab.

00:06:08: In erster Instanz ist die ehemalige EU-Abgornete und Parteivorsitzende wegen Veruntreuung von EU-Geldern in Millionenhöhe zu vier Jahren Haft, davon zwei auf Bewährung und zu einer Geldstrafe von hunderttausend Euro verurteilt worden.

00:06:22: Außerdem wurde ihr mit sofortiger Wirkung das passive Wahlrecht für die Dauer von fünf Jahren entzogen.

00:06:28: Sie wurde schuldig gesprochen, ein illegales System der Querfinanzierung zugunsten ihrer Partei und zulasten des EU-Parlaments verantwortet zu haben.

00:06:37: Sie habe nicht betrügen wollen, aber das EU-Parlament habe es versäumt, sie zu warnen, so lautet Le Pen's neue Verteidigungsstrategie.

00:06:45: Im ersten Prozess hatten die Richter den Entzug des passiven Wahlrechts noch mit der Wiederholungsgefahr begründet.

00:06:51: Le Pen habe keinerlei Einsicht gezeigt, dass sie einen Rechtsbruch begangen habe.

00:06:56: Im Berufungsprozess will sie nun darauf abheben, dass sie nicht absichtlich ein betrügerisches System aufgebaut habe.

00:07:03: Die Beweise sprechen links gegen diese Argumentation.

00:07:07: In einem E-Mail-Austausch zwischen einem EU-Abgeordneten des Ressentlements National mit dem Schatzmeister der Partei warnte dieser davor, dass es sich um ein System von Scheinbeschäftigungen handele.

00:07:19: Der Schatzmeister antwortete daraufhin lakonisch.

00:07:21: Marine Le Pen wisse über alles Bescheid.

00:07:26: Darf China in London eine neue Botschaft bauen?

00:07:30: Heute endet die Frist für die britische Regierung, den Neubau der chinesischen Botschaft abzulehnen oder zu genehmigen.

00:07:37: Das Vorhaben ist umstritten.

00:07:39: Auf mehr als zwanzigtausend Quadratmetern will China eine neue Botschaft errichten.

00:07:44: Einen ersten Bauantrag wies die Torrey-Regierung.

00:07:49: Nach der Regierungsübernahme von Labour erneuerten die Chinesen den Antrag.

00:07:53: Sollte ihm stattgegeben werden, würde das größte chinesische Botschaftsareal in Europa entstehen.

00:07:59: Kritiker machen Sicherheitsbedenken geltend.

00:08:01: So hat die konservative Opposition wiederholt gefordert, die Genehmigung abermals zu verweigern.

00:08:07: Auch Geheimdienstler raten davon ab.

00:08:10: China weist alle Vorwürfe zurück.

00:08:14: Autofahrer müssen auf Fernstraßen in einigen Teilen Deutschlands heute mit Behinderungen rechnen.

00:08:20: Grund ist ein Tarifkonflikt bei der Autobahn GmbH.

00:08:23: Von den Arbeitsniederlegungen sind Autobahnen, Bundes- und Landstraßen betroffen.

00:08:28: Ein Schwerpunkt ist Nordrhein-Westfalen, dort werden alle Achtundzwanzig-Tunnel-Leitzentralen des Landes bestreikt.

00:08:34: Autofahrer müssen ab dem Nachmittag mit rund vierundzwanzigstündigen Tunnelsperrungen rechnen.

00:08:39: Betroffen sind auch ein Landpfalz, Niedersachsen und Bremen.

00:08:43: Der Hamburger Elbtunnel ist seit gestern Abend nur eingeschränkt befahrbar.

00:08:47: Der Streikaufruf gilt für rund vierzehntausend Beschäftigte der Autobahn GmbH sowie mehrere tausend Beschäftigte der Landesstraßenbauverwaltung.

00:08:56: Verdi fordert sieben Prozent mehr Gehalt pro Monat, mindestens aber dreihundert Euro.

00:09:03: Und heute nominiert der Deutsche Olympische Sportbund das diesjährige Olympiatheam.

00:09:09: Es zeichnet sich ab, dass prominente Sportler fehlen werden bei den Winterspielen, so wird voraussichtlich Skisprungstar Karl Geiger wegen verpasster Qualifikation zu Hause bleiben müssen.

00:09:19: Die Rodelweltmeister im Doppelsitzer Paul Gublitz und Hannes Orlamünder sind derzeit nur die Nummer drei und werden wohl ebenfalls nicht dabei sein, da es nur maximal zwei Startplätze pro Nation gibt.

00:09:32: Die Winterspiele finden in diesem Jahr vor dem sechsten bis zwanzigsten Februar in Italien statt.

00:09:38: Die OSB-Präsident Thomas Weikert hat bereits klargemacht, dass er sich eine Top-Drei-Platzierung im Medaillenspiegel erhofft.

00:09:45: Bei den vergangenen Winterspielen, in den letzten Jahren hat das deutsche Team jeweils Platz zwei Medaillenspiegel hinter Norwegen belegt.

00:09:54: Ich wünsche Ihnen jetzt einen erfolgreichen Tag, die nächste Ausgabe dann wie gewohnt wieder morgen früh.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.