Trump in Davos • Telefonischen Krankmeldung auf dem Prüfstand • "Wetten, dass...?" mit den Kaulitz-Brüdern?
Shownotes
Trump spricht in Davos
Der Auftritt des US-Präsidenten beim Weltwirtschaftsforum wird mit Spannung erwartet. Viele fürchten neue Drohungen – auch mit Blick auf Trumps Besitzansprüche gegenüber Grönland. Emmanuel Macron ist bereits abgereist, nachdem sein Vorstoß für ein G-7-Treffen scheiterte. Friedrich Merz hofft noch auf ein Gespräch mit Trump und fliegt danach direkt weiter zum EU-Sondergipfel nach Brüssel.
Lässt sich Trump mit diesem Grönland-Deal besänftigen?
NATO-Generalsekretär Mark Rutte trifft Donald Trump in Davos. Er versucht, Trumps Zolldrohungen und Grönland-Forderungen abzumildern. Nach Informationen der F.A.Z. wird ein Deal diskutiert: Die USA könnten Militärstützpunkte in Grönland unbeschränkt nutzen. Parallel steht eine dauerhafte NATO-Präsenz auf der Insel im Raum.
EU-Parlament stimmt über Mercosur ab
Im Europäischen Parlament steht heute eine Abstimmung über einen Antrag an, das Mercosur-Abkommen vom EuGH prüfen zu lassen. Kommt eine Mehrheit zustande, wäre der Ratifizierungsprozess vorerst gestoppt. Die Kommission könnte das Abkommen theoretisch auch ohne Parlamentszustimmung vorläufig anwenden – ob sie diesen Schritt geht, ist aber umstritten.
Telefonische Krankschreibung auf dem Prüfstand
Gesundheitsministerin Nina Warken will die telefonische Krankschreibung überprüfen lassen – auch wegen möglichen Missbrauchs. Kanzler Friedrich Merz hatte den hohen Krankenstand kritisiert, Arbeitgeber sprechen von „Blaumachern“. Die SPD warnt vor „Schikane“ und noch volleren Arztpraxen. Laut DAK waren Versicherte 2025 im Schnitt 19,5 Tage krankgeschrieben.
Vor 50 Jahren hob die Concorde zum Linienflug ab
Die Concorde flog Paris–New York in gut drei Stunden – war aber ein Kerosinfresser und wirtschaftlich nie ein Erfolg. Nach dem Absturz am 25. Juli 2000 begann das Ende, 2003 fand der letzte Flug statt. Visionen vom Überschall-Passagierflug bleiben: Boom Supersonic will mit „Overture“ bis Ende des Jahrzehnts wieder schneller fliegen.
„Wetten, dass…?“ mit den Kaulitz-Brüdern?
Ein ZDF-Post heizt Spekulationen an: Bill und Tom Kaulitz könnten Thomas Gottschalk bei „Wetten, dass…?“ beerben. DWDL.de berichtet, am 5. Dezember könnte es losgehen. Das ZDF widerspricht dem Bericht nicht. Die Zwillinge polarisieren – bringen aber Reichweite, Glamour und Social-Buzz.
Eintracht ohne Toppmöller in der Champions League
Eintracht Frankfurt reist nach der Trennung von Trainer Dino Toppmöller zum Spiel bei Qarabag Agdam. Alexander Meier und U21-Coach Dennis Schmitt betreuen das Team. Die Eintracht braucht nach vier Punkten aus sechs Spielen einen Sieg, um die Chance aufs Weiterkommen zu wahren. Bayern München steht deutlich besser da und kann mit einem Heimsieg gegen Union Saint-Gilloise das Achtelfinale praktisch sichern.
Eine Produktion von ella Verlag und Medien GmbH für F.A.Z.
Host: Jan Niklas Andresen
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Transkript anzeigen
00:00:00: Gut informiert in den Tagstarten mit der FAZ und den Nachrichten am Morgen.
00:00:04: Heute ist Mittwoch, der einundzwanzigste Januar und darüber wird heute zu sprechen sein.
00:00:09: Die Welt schaut auf Trumps Rede in Davos.
00:00:12: Das Europäische Parlament könnte das Mercosur-Abkommen verzögern und Eintracht Frankfurt muss ohne Dino Topmöller in der Champions League gewinnen.
00:00:21: Das und mehr gleich ausführlicher vorher noch die Meldungen aus der Nacht.
00:00:27: Zwei Tage nach dem tragischen Zugunglück in Andalusien sind am Dienstag in Katalonien zwei Regionalbahnen entgleist.
00:00:34: Ein Lokführer kam dabei ums Leben.
00:00:36: Venezuela hat aus einem von den USA organisierten Ölverkauf im Wert von US-Fahrt von US-Fahrt von US-Fahrt von US-Fahrt von US-Fahrt von US-Fahrt von US-Fahrt von US-Fahrt von US-Fahrt von US-Fahrt von US-Fahrt von US-Fahrt von US-Fahrt von US-Fahrt von US-Fahrt von US-Fahrt von US-Fahrt von US-Fahrt von US-Fahrt von US-Fahrt von US-Fahrt von US-Fahrt von US-Fahrt von US-Fahrt von US-Fahrt von US-Fahrt von US-Fahrt von US-F.
00:00:49: Und in Stuttgart ist es bei einer Solidaritätsbekundung für die Kurden in Syrien zu gewaltsamen Zusammenstößen gekommen.
00:00:56: Die Polizei setzte Pfefferspray ein.
00:01:01: Die Redaktion bei der FAZ hat heute Patrick Schlierett.
00:01:04: Ich heiße Janiklas Andresen und freue mich, dass Sie mit uns in diesen Tag starten.
00:01:14: In Davos wird heute beim Weltwirtschaftsforum der Auftritt von US-Präsident Donald Trump erwartet.
00:01:20: Fraglich ist, ob er sich auch zu seinen Besitzansprüchen auf Grünland äußert.
00:01:24: Trump reist mit einer der größten US-Delegationen an, die das Wirtschaftsforum je erlebt hat.
00:01:29: Schon vor Absetzte er den Ton mit einem Post auf Truth Social.
00:01:33: In einer KI-Photomontage sind europäische Staats- und Regierungschefs zu sehen, im Hintergrund eine Landkarte, auf der neben den USA auch Venezuela, Grünland und Kanada in den Farben der US Flagge erscheinen.
00:01:45: Das Weltwirtschaftsforum steht in diesem Jahr unter dem Motto im Geiste des Dialogs.
00:01:50: Frei nach diesem Motto hoffen viele europäische Politiker auf persönliche Gespräche mit Trump.
00:01:56: Frankreichs Präsident Emmanuel Macron allerdings ist bereits abgereist, seinen Vorstoß für ein G-Sieben-Treffen scheiterte, nachdem Trump eine vertrauliche Kurznachricht Macron öffentlich gemacht hatte.
00:02:06: In Paris wertete man das als schweren Vertrauensbruch.
00:02:12: In seiner gestrigen Rede in Davos beklagte Macron eine endlose Abfolge neuer Zölle.
00:02:17: Bezeichnete diese als grundsätzlich inakzeptabel, umso mehr, wenn sie als Druckmittel gegen die territoriale Souveränität eingesetzt werden.
00:02:27: Trumps Reaktion ließ nicht lange auf sich warten.
00:02:30: Kurz vor seinem Abflug teilte der US-Präsident noch einmal ordentlich aus.
00:02:36: Nun, er ist bald eh nicht mehr im Amt.
00:02:38: Niemand braucht ihn.
00:02:40: Aber wir können ihm Zölle von zweihundert Prozent auf seine Weine und seine Champagner auferlegen.
00:02:46: Das als Macron hofft Bundeskanzler Friedrich Merz noch auf ein Gespräch mit Trump.
00:02:51: Morgen hält er zudem eine Rede in Davos.
00:02:53: Anschließend will Merz direkt zum EU-Sondergipfel nach Brüssel weiterreisen.
00:02:57: Dort soll es unter anderem auch um Grönland gehen.
00:03:00: Ein G-Sieben-Treffen in Paris lehnte Merz ab.
00:03:02: Berlin setzt stattdessen auf den Europäischen Rat als zentrales Abstimmungsforum.
00:03:10: Wir bleiben vorerst in Davos.
00:03:12: Auch NATO-Generalsekretär Mark Rüte trifft dort heute Donald Trump.
00:03:16: Ich kann es kaum erwarten, sie zu sehen, schrieb Rüte vorab in einer Textnachricht an Trump, die dieser selbst veröffentlichte.
00:03:22: Bei dem Treffen dürfte es vor allem um Trumps Zolldrohungen gegen europäische Staaten und um Grünland gehen.
00:03:28: Nach Informationen der FAZ gibt es bereits eine Idee, wie Bewegung in die Gespräche kommen könnte.
00:03:34: Rütte soll sich am Montag mit dem dänischen Verteidigungsminister Trölzlund Paulsen und der grönländischen Außenministerin Vivian Motsfeld beraten haben, ob die USA künftig freien Zugang zu Militärstützpunkten in Grönland erhalten.
00:03:46: Bislang sind amerikanische Soldaten auf dem Weltraumstützpunkt Petufik zu Gast.
00:03:51: Die Souveränität liegt bei Dänemark.
00:03:53: Trump zeigte sich vor seinem Abflug nach Davos zuversichtlich.
00:03:57: Er erwartete gute Gespräche zu Grönland, sagte er, mit einem Ergebnis, das sowohl für die USA als auch für die NATO gut sei.
00:04:04: Gestern äußerte sich auch EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen.
00:04:12: Sie kritisierte die von Trump ins Spiel gebrachten zusätzlichen Zölle als Fehler, insbesondere zwischen langjährigen Verbündeten.
00:04:19: Die EU und die USA hätten erst im vergangenen Jahr ein Handelsabkommen geschlossen.
00:04:23: Ein Abkommen sei ein Abkommen.
00:04:25: Die Antwort Europas werde unerschrocken, geschlossen und verhältnismäßig ausfallen.
00:04:30: Zugleich stellte sie klar, die EU stehe uneingeschränkt an der Seite Grünlands und Dänemarks.
00:04:35: Die Souveränität und territoriale Integrität Grünlands seien nicht verhandelbar.
00:04:46: Im Europäischen Parlament geht es heute um die Zukunft des Mercosur-Abkommens.
00:04:51: Die Abgeordneten stimmen über einen Antrag ab, das Handelsabkommen vom Europäischen Gerichtshof rechtlich überprüfen zu lassen.
00:04:58: Beobachte halten es zwar für unwahrscheinlich, dass dafür eine einfache Mehrheitszustande kommt, dennoch ist die Anspannung groß.
00:05:05: Denn sollte das Parlament den IUGH einschalten, wäre der Ratifizierungsprozess zunächst gestoppt.
00:05:11: Bis ein Gutachten vorliegt, dürften mindestens sechs Monate vergehen, vermutlich noch mehr.
00:05:16: Der Antrag stammt von rund einhundertfünfzig Abgeordneten aus Ländern wie Frankreich und Österreich, die dem Abkommen kritisch gegenüberstehen.
00:05:23: Theoretisch könnte die EU-Kommission Mercos Syr auch ohne Zustimmung des Parlaments über eine sogenannte vorläufige Anwendung in Kraft setzen.
00:05:31: Ob sie diesen Schritt tatsächlich geht, ist allerdings offen.
00:05:34: Bundeskanzler Friedrich Merz hatte zuletzt an das Parlament appelliert und Mercos Syr als wichtig für die Handlungsfähigkeit Europas bezeichnet.
00:05:41: Deutschland gilt als einer der Hauptprofiteure des Abkommens, unter anderem durch bessere Exportchancen für Autos, Maschinen sowie Chemie und Medizinprodukte.
00:05:55: Damit könnte bald Schluss sein.
00:05:57: Gesundheitsministerin Nina Warken will die telefonische Krankschreibung auf den Prüfstand stellen.
00:06:02: Die niedrig-schwellige Möglichkeit könne missbräuchlich genutzt werden, sagte die CDU-Politikerin dem Tagesspiegel.
00:06:08: Im Koalitionsvertrag sei vereinbart worden, Fehlverwendungen auszuschließen.
00:06:13: Genau das wolle man nun angehen.
00:06:15: Auch Kanzler Friedrich Merz hatte zuletzt den hohen Krankenstand kritisiert und die telefonische Krankschreibung als möglichen Grund genannt.
00:06:28: In
00:06:36: einem Papier, das der FAZ vorliegt, argumentieren auch Arbeitgeber in diese Richtung.
00:06:40: Die Regelung macht es sogenannten Blaumachern zu einfach.
00:06:44: Widerstand kommt vom Koalitionspartner SPD.
00:06:47: Der frühere Gesundheitsminister Karl Lauterbach sprach von Schikane, sollten Patientinnen und Patienten künftig wieder persönlich in die Praxis kommen müssen.
00:06:55: Eine Abschaffung der telefonischen Krankschreibung sei zudem kontraproduktiv und würde die Arztpraxen weiter überlasten.
00:07:02: Nach Angaben der Krankenkasse DAK waren versicherte twenty-fünfundzwanzig im Schnitt an nineteen Komma fünf Kalendertagen krankgeschrieben.
00:07:10: Ein gleichbleibend hohes Niveau.
00:07:12: Das ist laut den Linken aber kein Zeichen für Faulheit.
00:07:15: Wenn jetzt im Moment so viele Menschen in Deutschland krank sind und krankgeschrieben werden, hat das vielleicht auch damit zu tun, dass die Arbeitsbedingungen immer härter werden und die Menschen krank machen und jetzt so zu tun, als ob die alle nur Betrüger sind.
00:07:26: Ich finde, das ist eine Frechheit und eine Beleidigung für die hart aber in den Menschen hier.
00:07:30: Beschäftigte erhalten bei Krankheit bis zu sechs Wochen lang ihr volles Gehalt.
00:07:34: Das Institut der deutschen Wirtschaft beziffert die Kosten der Lohnfortzahlung für im Jahr.
00:07:41: Rechnerisch kostet das Arbeitgeber fast tausend Euro pro Kopf, bei sozialversicherungspflichtig Beschäftigten sogar rund zwei tausend dreihundert Euro.
00:07:51: Vor fünfzig Jahren begann mit der Concorde ein spektakuläres Kapitel der Luftfahrt.
00:07:57: Das Überschallflugzeug brachte Passagiere in gut drei Stunden von Paris nach New York, mehr als doppelt so schnell wie herkömmliche Jets.
00:08:04: Technisch war die Concorde ihrer Zeit voraus, wirtschaftlich aber nie erfolgreich.
00:08:09: Der Kerosinverbrauch lag bei rund fünfzehn Litern pro Passagier und hundert Kilometer.
00:08:14: Dazu kamen hohe Wartungskosten.
00:08:16: Gebaut wurden am Ende nur vierzehn Maschinen für Air Force und British Airways.
00:08:20: Das Unglück vom Juli zweitausend leitete das Ende der Concorde ein.
00:08:24: Nach dem Absturz kurz nach dem Start in Paris mit hundertdreizehn Toten wurde der Betrieb eingestellt.
00:08:30: Am vierzehnzehnten Oktober zweitausend drei hob die letzte Concorde ab.
00:08:34: Die Idee des Überschallflugs lebt dennoch weiter.
00:08:37: Etwa beim US-Unternehmen Boom Supersonic, das bis Ende des Jahrzehnts ein neues, sparsameres Modell auf den Markt bringen will.
00:08:47: Achtung fertig los, Mutti's haltet
00:08:49: eure Töchter fest, hier ist Bill Kaulitz.
00:08:53: Damals noch als Gast bei Wetten das, künftig womöglich als Moderator.
00:08:58: Bill Kaulitz könnte gemeinsam mit seinem Bruder Tom in die Fußstapfen von Thomas Gottschalk treten.
00:09:04: Auslöser für die Spekulationen ist ein Instagram-Post des ZDF.
00:09:07: Dort heißt es, man überlege, wo uns die beiden unterstützen könnten.
00:09:11: Der Branchendienst dwdl.de berichtet, dass Bill und Tom Kaulitz tatsächlich als neue Gesichter von Wetten Das im Gespräch sein.
00:09:19: Ein Widerspruch aus dem ZDF blieb bislang aus.
00:09:21: Eine neue Auflage der Show könnte demnach am fünften Dezember starten.
00:09:26: Die letzte Ausgabe mit Gottschalk lief im November, Schon damals hatten die Kaulitzbrüder öffentlich Interesse an der Nachfolge gezeigt.
00:09:34: Mit ihrem Podcast Kaulitz-Hilz und der Netflix-Doku-Soap.
00:09:37: Kaulitz und Kaulitz erreichen sie ein großes Publikum und stehen seit Jahren für Aufmerksamkeit, aber auch für Polarisierung.
00:09:46: Und zum Schluss noch ein Blick auf den Fußball.
00:09:49: Für Eintracht Frankfurt geht es heute in der Champions League um alles, für Bayern München um eine gute Ausgangslage.
00:09:55: Nach der Trennung von Trainer Dino Topmüller bereiten Club-Legende Alexander Meier und UNO-Zwanzig-Coach Dennis Schmidt die Eintracht auf das heutige Auswärtsspiel gegen Karabach-Aktam vor.
00:10:04: Anschluss ist um achtzehn Uhr fünfundvierzig.
00:10:07: Nach nur vier Punkten aus sechs Spielen muss Frankfurt in Baku gewinnen, um die Chance auf das Weiterkommen in der Champions League zu wahren.
00:10:14: Deutlich entspannter ist die Lage dagegen beim FC Bayern.
00:10:17: Der deutsche Rekordmeister liegt nach sechs Spielen auf Tabellenplatz zwei.
00:10:21: Mit einem Heimsieg gegen Royal Union Zangelois heute Abend um einundzwanzig Uhr würde Bayern das Achtelfinale so gut wie sicher erreichen.
00:10:28: Weniger gut lief es gestern für die beiden anderen deutschen Teams.
00:10:31: Borussia Dortmund verlor nach einer frühen roten Karte mit null zu zwei gegen die Totten im Hotspur.
00:10:36: Auch Bayer Leverkusen musste eine überraschende Niederlage hinnehmen.
00:10:39: Die Werkself-Unterlag bei Olympiakos Pireus ebenfalls mit null zu zwei.
00:10:44: Das war's für heute mit den Nachrichten.
00:10:46: Morgen früh sind wir wieder für Sie da.
00:10:48: Bis dahin kommen Sie gut in den Tag.
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